“Paulusjahr stärkt Christen in der Türkei”

Positive Eindrücke nach der Pilgerfahrt von KIRCHE IN NOT und kath.net

Pater Hermann-Josef Hubka, Geistlicher Assistent von KIRCHE IN NOT.

Pater Hermann-Josef Hubka, Geistlicher Assistent von KIRCHE IN NOT.

Am 29. Juni geht das von Papst Benedikt XVI. ausgerufene Paulusjahr zu Ende. Ein Jahr lang wurde in der katholischen Kirche des 2000. Geburtstages des Völkerapostels gedacht.

Die Christen in der Türkei erhofften sich eine größere Aufmerksamkeit, denn Paulus ist in Tarsus im Süden Kleinasiens geboren und missionierte auf dem Gebiet der heutigen Türkei

Nach seiner Rückkehr von einer Pilgerreise in die Türkei sagte unser Geistlicher Assistent, Pater Hermann-Josef Hubka, dass das Paulusjahr die Christen in der Türkei gestärkt habe. Dieses Interesse für den Völkerapostel müsse auch im gerade begonnenen Priesterjahr wach gehalten werden. Zwar besuchten jedes Jahr Millionen deutscher Touristen die Türkei, aber nur wenige suchten den Kontakt zu den noch heute bestehenden christlichen Gemeinden im Land, bedauerte Pater Hubka.

KIRCHE IN NOT hatte zusammen mit der katholischen Internet-Plattform kath.net eine Pilgerfahrt in die Türkei organisiert. Täglich war dabei in verschiedenen Kirchen des Landes Gottesdienst gefeiert worden. Auf dem Programm der Reise standen Istanbul, Antakya (das alte Antiochien) und Iskenderun.

Katholische Kirche in Iskenderun, der Bischofskirche des Apostolischen Vikars von Anatonlien, Luigi Padovese.

Katholische Kirche in Iskenderun, der Bischofskirche des Apostolischen Vikars von Anatonlien, Luigi Padovese.

In Erfüllung unseres Wahlspruches “…damit der Glaube lebt” unterstützen wir schon lange verschiedene Projekte in der Türkei. Neben der Kinderbibel auf Türkisch, Aramäisch, Arabisch und Armenisch geben wir auch den “Kleinen Katholischen Katechismus” in türkischer Sprache heraus.

Pater Hubka hob die Rolle des Gebietes der heutigen Türkei für die Ausbreitung des Christentums hervor und wies darauf hin, dass die Türkei ein biblisches Land und ein “heiliges Land der Urkirche” sei. In Haran bei Sanliurfa hat Abraham den Ruf Gottes erhalten, “in das Land zu gehen, dass ich Dir zeigen werde.” In Antiochien, dem heutigen Antakya, seien die Jünger Christi erstmals Christen genannt worden.

Die St.-Andreas-Kirche ist das größte katholische Kirche in Istanbul.

Die St.-Antonius-Kirche ist das größte katholische Kirche in Istanbul.

Der bekannteste Bürger Kleinasiens ist der heilige Paulus selbst. Nun gelte es, diesen Paulus, den Priester, Missionar und Apostel auch im Priesterjahr weiter lebendig werden zu lassen, sagte Pater Hubka.

Zur aktuellen Lage der Christen in der Türkei sagte er, es gäbe zwar viele Hinweise, dass die Christen in der Türkei keine volle Religionsfreiheit hätten.

Aber genauso gäbe es auch positive Anzeichen, zum Beispiel die Tatsache, dass die Bordzeitung einer türkischen Fluggesellschaft auch Adressen von Kirchen in Istanbul, Ankara und Izmir mit Telefonnummer nenne.

Ein neuer kostenloser Stadtplan von Istanbul, der in Hotels ausliege, habe sogar zwei Dutzend Kirchen in Istanbul und auf den Prinzeninseln eingezeichnet, freute sich Pater Hubka nach seiner Rückkehr.

CD-Tipp: Bischof Luigi Padovese blickt auf Paulusjahr zurück

Am Sonntag, 28. Juni, war in unserer Sendung “Weltkirche aktuell” der Apostolische Vikar von Anatolien und Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, Bischof Luigi Padovese, zu Gast.

Die Sendung können Sie als Hör-CD unentgeltlich bei uns bestellen oder in unserer Medienbox anhören.

25.Jun 2009 11:25 · aktualisiert: 21.Jul 2015 11:31
KIN / S. Stein