Bolivien: Bistum Sucre feiert Jubiläum

Ältestes Erzbistum des Landes wurde vor 400 Jahren gegründet

Blick auf Sucre, im Hintergrund der Turm der Kathedrale.

Blick auf Sucre, im Hintergrund ragt der Turm der Kathedrale hervor.

Das Erzbistum Sucre in Zentralbolivien feiert ab heute drei Tage lang sein vierhundertjähriges Bestehen. Der eigentliche Geburtstag ist allerdings erst in knapp zwei Wochen.

Am 20. Juli 1609 wurde das damalige Bistum La Plata o Charcas zum Erzbistum erhoben. Daraus entstand die heutige Erzdiözese, die am 11. November 1924 nach ihrem Bischofssitz Sucre umbenannt wurde.

Unser Hilfswerk unterstützt das Erzbistum hauptsächlich bei der pastoralen Ausbildung und Katechese sowie mit Mess-Stipendien. In den letzten vierzehn Jahren seien über 300 Projektanfragen aus dem Erzbistum Sucre eingegangen, sagt Javier Legorreta, Lateinamerika-Referent bei KIRCHE IN NOT.

Eine besondere Herausforderung für die katholische Kirche seien die wenigen Berufungen. Von den 18 bestehenden Diözesen würden nur drei von einheimischen Bischöfen geleitet. Dies spiegle nicht die Zusammensetzung der Bevölkerung wider, denn 60 Prozent der Bolivianer gehören indigenen Völkern an. Bolivien gilt als das ärmste Land Südamerikas und neben Haiti und Honduras zu den ärmsten in ganz Lateinamerika.

Im Jahr 2010 feiert das Erzbistum Sucre das 50-jährige Bestehen der Partnerschaft mit dem Bistum Trier. Auch die Diözese Hildesheim pflegt seit 22 Jahren Kontakte nach Bolivien.

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8.Jul 2009 09:56 · aktualisiert: 17.Mrz 2015 14:07
KIN / S. Stein