Werenfried – Kämpfer für den Frieden
Gründer unseres Hilfswerks bekam als Mönch den Namen des Missionars
Als der junge Philipp van Straaten 1934 in die Prämonstratenser-Abtei im belgischen Tongerlo eintrat, erhielt er einen neuen Namen: Werenfried — Kämpfer für den Frieden. Dieser Name sollte für Pater Werenfried van Straaten in seinem Leben zum Programm werden.
Vor über sechzig Jahren gründete er die Ostpriesterhilfe, aus dem unser weltweites katholisches Hilfswerk KIRCHE IN NOT hervorging. Der Gedenktag des Namenspatrons, des heiligen Werenfried von Elst, wird am 14. August begangen.
Der Name Werenfried ist germanischen Ursprungs und wird erstmals im irischen Kloster Rathmelsigi als Mönch erwähnt. Um das Jahr 690 zog Werenfried als Begleiter des heiligen Willibrord in die heutigen Niederlande, um dort das Christentum zu verbreiten.
Zunächst arbeitete er von Wervershoof aus, das damals zu Friesland gehörte und am heutigen Ijsselmeer liegt. Später zog er über die bedeutende Handelsstadt Dorestad in der Landschaft Betuwe nach Elst zwischen Arnheim (Arnhem) und Nimwegen (Nijmegen), wo er zeitlebens seine Missionsarbeit fortsetzte. Werenfried starb am 14. August 760 in Westervoort bei Arnheim und wurde in Elst, der heutigen Gemeinde Overbetuwe bei Utrecht, begraben.
Während des Bildersturms 1588 wurde Werenfrieds Grabstätte geschändet, Teile der Reliquien gingen verloren. Die Reste der Gebeine kamen daraufhin in das nordrhein-westfälische Emmerich am Rhein.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die dortige Kirche zerbombt. Seitdem ist nur noch ein kleines Knochenfragment des Heiligen vorhanden. Werenfried wird als Patron von Elst und von Gemüsegärtnern verehrt sowie bei Gicht, Rheumatismus und Gelenkkrankheiten als Fürsprecher angerufen.
Pater Werenfried van Straaten erinnert sich in seinen autobiografischen Aufzeichnungen an die Aufnahme ins Noviziat. Mit dreizehn weiteren Kandidaten trat er damals vor den Abt, um eingekleidet zu werden: “Im Kapitelsaal knieten wir demütig auf dem Boden und baten um ‘die Barmherzigkeit Gottes und des Abtes und um Aufnahme in die Gemeinschaft der Abtei.’ Wir erhielten die Tonsur.
Zugleich mit der weißen Kutte des heiligen Norbert bekleidete uns der Abt mit dem neuen Menschen, ‘der nach dem Ebenbilde Gottes erschaffen ist in Gerechtigkeit und wahrer Heiligkeit.’ Und dann wurden uns neue Namen gegeben als Zeichen dafür, dass wir ein ganz neues Leben beginnen sollten. Namen von Heiligen, die uns mit ihrem Beispiel und ihrer Fürbitte auf dem schmalen Pfad zum Himmel begleiten sollten. Ich erhielt den Namen ‘Werenfried’.

Zeitlebens war Pater Werenfried ein Kämpfer für den Frieden: Rosenkranzgebet auf dem Roten Platz in Moskau (Foto: Andrzej Polec).
Der Schimmer von Romantik, der unser Leben umgab, hat uns nicht lange irregeführt. Gott selbst, manchmal spürbar nahe, meistens aber unsichtbar weit entfernt und oft unbegreiflich, nahm unsere Ausbildung in die Hand. Dabei waren menschliche Begabung, Gelehrtheit und Talente nebensächlich.
Es war kein Zufall, dass ich, der kränkliche Student, der für das Militär und den Kapuzinerorden ‘untauglich’ war, den kriegerischen Namen Werenfried erhielt, obwohl ich gar nicht die Veranlagung zu einem Kämpfer für den Frieden hatte, wie es der Name andeutete.
Gott wollte, dass ich Werenfried hieß. Aber ich muss gestehen, dass ich dem schönen Namen, den ich als Novize erhielt, nicht immer Ehre gemacht und in meinem Lebensprogramm oft versagt habe. Dass ich sogar nach mehr als fünfzig Jahren Ordensleben meiner Aufgabe nicht immer nicht gewachsen bin. Und dass ich ohne eure Hilfe nicht imstande bin, Gottes Auftrag auszuführen.”
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- Weitere Literatur von und über Pater Werenfried van Straaten
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Wir suchen Zeitzeugen von Pater Werenfried
Um die Erinnerung an unseren Gründer lebendig zu halten, suchen wir nach Zeitzeugen von Pater Werenfried van Straaten, die Fotos, Dokumente oder Anekdoten im Zusammenhang mit dem Speckpater oder seinem Werk zur Verfügung stellen können.
Wir bitten daher alle, die über eine Begegnung mit Pater Werenfried berichten können, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Herzlichen Dank im Voraus.







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