Kirche in Not / Ostpriesterhilfe
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Am 31. Oktober 2010 kamen bei einem Blutbad in einer katholischen Kirche in Bagdad über 50 Menschen ums Leben. Weltweit gab es großes Entsetzen über die hohe Opferzahl. Doch die Lage der Christen im Irak hat sich nicht verbessert: Es kommt weiterhin zu Angriffen auf Kirchen und Überfällen auf Gläubige.
Die Christen im Irak leben zwischen Hoffen und Bangen: In Bagdad haben trotz der gefährlichen Lage 40 Kinder die Erstkommunion empfangen; im Norden des Landes gab es im August bereits drei Anschläge auf christliche Kirchen. Unser Hilfswerk unterstützt die Friedensarbeit der irakischen Bischöfe. Helfen Sie mit Ihrer Spende.
Tomas Toma ist deutscher Staatsbürger und war Seminarist im chaldäisch-katholischen Priesterseminar im nordirakischen Erbil. Mitte der 1990er-Jahre war er aus Bagdad nach Deutschland geflohen. In einem Interview berichtet er über seine Berufung und die Herausforderungen für einen Priester im Irak.
KIRCHE IN NOT plant eine umfassende Hilfsaktion für Christen in Jordanien. Die Aktion soll irakischen Flüchtlingsfamilien dabei helfen, ihren Glauben zu erhalten und die Ausbildung für ihre Kinder an christlichen Schulen zu finanzieren. Mitarbeiter unseres Hilfswerks haben im Mai Flüchtlinge besucht. Lesen Sie über das Schicksal von Sarkis F. und seiner Familie.
Viele irakische Christen sind aus Angst vor islamistischen Angriffen in den Norden des Landes geflohen. Es fehle die Sicherheit, so der Weihbischof von Bagdad. Der Westen müsse sich stärker für den Frieden einsetzen, statt auf den Kosten der Menschen eigene Interessen durchzusetzen, appelliert er weiter.
Emanuel Youkhana koordiniert im Irak humanitäre Hilfe für christliche Familien. In einem Gespräch mit unserem Hilfswerk fordert er, dass die Regierung und die internationale Gemeinschaft mehr gegen die Diskriminierung von Christen tun müssten.
Wegen möglicher Terroranschläge auf Christen im Irak zu Weihnachten werden um einige Kirchen in Bagdad und Mossul derzeit Schutzmauern errichtet. Polizeikontrollen sollen verhindern, dass Bewaffnete in die Kirchen gelangen.
Bei Überfällen auf Häuser christlicher Einwohner sind in der nordirakischen Stadt Mossul mindestens zwei Männer ums Leben gekommen. Kurz darauf ist in einem anderen Viertel der Stadt ein Sprengsatz vor einem Haus einer christlichen Familie explodiert. Dabei wurden zwei Passanten schwer verletzt.
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