Kirche in Not / Ostpriesterhilfe
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Wegen möglicher Terroranschläge auf Christen im Irak zu Weihnachten werden um einige Kirchen in Bagdad und Mossul derzeit Schutzmauern errichtet. Polizeikontrollen sollen verhindern, dass Bewaffnete in die Kirchen gelangen.
Bei Überfällen auf Häuser christlicher Einwohner sind in der nordirakischen Stadt Mossul mindestens zwei Männer ums Leben gekommen. Kurz darauf ist in einem anderen Viertel der Stadt ein Sprengsatz vor einem Haus einer christlichen Familie explodiert. Dabei wurden zwei Passanten schwer verletzt.
Am Sonntag haben etwa 60 syrisch-katholische Christen in Bagdad einen Gottesdienst in der Kirche gefeiert, in der eine Woche zuvor ein Blutbad angerichtet worden war. Die Gläubigen gedachten der 58 Opfer und vielen Verletzten. Erzbischof Casmoussa forderte mehr Schutz für die Christen im Irak.
Der syrisch-katholische Erzbischof von Mossul hat die Behörden nach den jüngsten Anschlägen gegen Christen scharf kritisiert. Einige Politiker seien sogar in terroristische Aktionen verwickelt, klagt er an. Der Erzbischof fordert ein Eingreifen der Vereinten Nationen, um die Christen im Irak zu schützen.
Mit einem Fasten- und Gebetstag haben Christen im Irak gegen die zunehmenden gegen sie gerichteten Gewalttaten im Land protestiert. Der Erzbischof von Kirkuk hatte zu diesem friedlichen Protest aufgerufen. Hintergrund der Gewalt gegen Christen könnte die Parlamentswahl am kommenden Sonntag sein.
Am 7. März wird im Irak ein neues Parlament gewählt. Experten haben jedoch nur geringe Hoffnungen, dass die Wahlen die bürgerkriegsartigen Verhältnisse im Land entspannen könnten. Unser Menschenrechtsexperte Berthold Pelster spricht in einem Interview über die aktuelle Lage der Christen im Irak.
Die Situation der Christen im Nordirak spitzt sich zu. Der Erzbischof von Mossul, Amil Shamaaoun Nona, sagte gegenüber KIRCHE IN NOT, wenn es so weitergehe wie in jüngster Zeit, würden bald alle Christen Mossul verlassen haben. In der vorletzten Woche wurden sechs Christen in der nordirakischen Stadt ermordet.
In dieser Woche wurden im nordirakischen Mossul ein kleines Mädchen getötet und über 40 weitere verletzt, als eine Granate in eine christliche Schule geworfen wurde. Außerdem wurden mehrere Kirchen durch Sprengstoff-Explosionen beschädigt.
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