Dem Aufruf von Papst Benedikt XVI. gefolgt

AKTION NINIVE
Herz Jesu FREITAG für die KIRCHE

Anbetung, Fasten, Beichten zur Erneuerung der Kirche.

CD mit dem Rosenkranzgebet zur AKTION NINIVE.

Handzettel und CD mit Rosenkranzgebet zur AKTION NINIVE.

KIRCHE IN NOT hat von Juni 2010 bis Juni 2011 die AKTION NINIVE durchgeführt.

Sie begann am Vorabend des Herz-Jesu-Festes, am 10. Juni 2010, und endete mit dem 3. Juni 2011. Schwerpunkte waren die Herz-Jesu-Freitage.

Unterstützt wurde die AKTION NINIVE von den katholischen Medien und Organisationen K-TV, Radio Horeb, Radio Maria Österreich, EWTN, kath.net, dem Forum Deutscher Katholiken, der Generation Benedikt, dem Wallfahrtsort Kevelaer, von verschiedenen Ordenshäusern, geistlichen Gemeinschaften, vielen Pfarreien und Gläubigen.

KIRCHE IN NOT dankt allen, die sich uns im “NINIVE-Jahr” betend oder in anderer Form mitwirkend angeschlossen haben, für ihren wichtigen geistlichen Dienst.

Was war die AKTION NINIVE?

Die AKTION NINIVE hat den Aufruf des Heiligen Vaters vom 19. März 2010 an die Katholiken Irlands zur Anbetung, zum Fasten und Beichten für die Dauer von einem Jahr zur Erneuerung der Kirche aufgegriffen.

In diesem Brief empfiehlt der Pontifex den irischen Katholiken, wegen der Missbrauchsfälle für ein Jahr die Freitagsopfer für die Heiligung und Stärkung der Kirche aufzuopfern, häufiger die verwandelnde Kraft des Sakraments der Versöhnung zu nutzen und besonders die eucharistische Anbetung zu pflegen.

Eucharistische Anbetung in der Kollegs- und Seminarkirche Sankt Georgen, Frankfurt am Main. Quelle: Priesterseminar Sankt Georgen/Chr. Bremer.

Eucharistische Anbetung in der Kollegs- und Seminarkirche Sankt Georgen, Frankfurt am Main. Quelle: Priesterseminar Sankt Georgen/Chr. Bremer.

“Durch intensives Gebet vor dem wahrhaft gegenwärtigen Herrn könnt ihr Wiedergutmachung leisten für die Sünden des Missbrauchs, die soviel Schaden angerichtet haben. Gleichzeitig könnt Ihr so die Gnade neuer Stärke und ein tieferes Sendungsbewußtsein aller Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubigen erflehen”, schreibt der frühere Papst Benedikt XVI.

Karl Kardinal Lehmann sagte gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur am 13. April 2010, wenn der Papst als Oberhirte der ganzen Kirche etwas erkläre, dann spreche er immer zu allen. Das Nötigste habe er in dem Brief an die Kirche in Irland gesagt und “Was sollte er uns in Deutschland anderes sagen?” – Somit gilt der Brief an die Iren für alle betroffenen Länder.

Warum die AKTION NINIVE?

Einzelne Kirchenmitglieder haben schwer gesündigt. Zurecht gibt es Entsetzen über die Verfehlungen gegen Gottes Gebote, gerade von Gott geweihten Personen. Auch andere Mitglieder der Kirche haben gesündigt, zum Beispiel durch zu wenig Gottes- und Nächstenliebe, durch Unterlassen von Gebet und Fasten für ihre Hirten, durch mangelndes Bekenntnis ihres Glaubens, durch ein Leben gegen die Schöpfungsordnung Gottes, durch mangelnden Gehorsam gegenüber dem Lehramt der katholischen Kirche oder durch Vernachlässigen ihrer Gottesbeziehung.

Papst Benedikt XVI. sagte am 11. Mai 2010 bei seinem Flug nach Portugal vor Journalisten: “Heute sehen wir in wirklich erschreckender Weise, dass die größte Verfolgung der Kirche von Feinden nicht von außerhalb kommt, sondern aus der Sünde innerhalb der Kirche entsteht.”

Missbrauchsfälle, Statistik und die Medien

Jeder Fall von Missbrauch ist einer zu viel. Missbrauch durch kirchliche Amtsträger fällt besonders ins Gewicht, da Christen Vorbilder in der Gesellschaft sein sollten und von ihnen zu Recht ein höherer moralischer Standard erwartet werden kann.

Die Missbrauchsfälle sind Einzelfälle. Deshalb sollten katholische Priester und Ordensleute nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Denn wahr ist, dass Männer, die nicht im Zölibat leben, statistisch gesehen mit 36-mal höherer Wahrscheinlichkeit zu Missbrauchstätern werden können. So jedenfalls der Berliner Kriminalpsychiater Hans-Ludwig Kröber.

Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts von Niedersachsen, Dr. Christian Pfeiffer, spricht in einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung vom 14. März 2010 davon, dass zwischen 1995 und 2008 in Deutschland unter den Tatverdächtigen für den sexuellen Kindesmissbrauch höchstens 0,3 Prozent, also drei Promille, katholische Priester seien.

In einem Leitartikel der russischen Tageszeitung Prawda vom 8. April 2010 wird die Berichterstattung über die katholische Kirche und den Heiligen Vater als “diffamierende Medienkampagne gegen Papst Benedikt XVI.” bezeichnet.

Wozu die AKTION NINIVE?

Die AKTION NINIVE wollte einerseits für die Wiedergutmachung der Sünden in der Kirche beten und Sühne leisten, auch stellvertretend.

Jesus Christus selber ist zum Sühneopfer geworden für die Sünden der ganzen Welt. Der Apostel Paulus greift diesen Gedanken auf (Kol 1,24): “Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt.”

Andererseits ging es bei der AKTION NINIVE auch um einen Kampf gegen geistige Mächte, die die Kirche schwächen wollen. Paulus beschreibt diesen Kampf im Epheserbrief, Kapitel 6, Vers 12: “Denn wir [die Christen] haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.”

In einem Schreiben an die Katholiken in Irland regte Papst Benedikt XVI. an, ein Jahr lang jeden Freitag zu fasten.

“Diese Art kann durch nichts ausgetrieben werden als durch Gebet und Fasten” (Mk 9,29).

Jesus Christus empfiehlt seinen Jüngern für den geistigen Kampf mit hartnäckigen Dämonen: “Diese Art kann durch nichts ausgetrieben werden als durch Gebet und Fasten” (Mk 9,29; Übersetzung Josef Kürzinger).

Wer konnte an der AKTION NINIVE teilnehmen?

Jeder, dem die katholische Kirche und das Heil der Seelen am Herzen liegen.

Wie konnte man teilnehmen?

Den Teilnehmern schlugen wir für das NINIVE-Jahr folgende konkrete Schritte vor:

Broschüre “Eucharistische Anbetung zur Heiligung der Priester und geistige Mutterschaft”

Broschüre “Eucharistische Anbetung zur Heiligung der Priester und geistige Mutterschaft”

Jeweils am Herz-Jesu-Freitag eines Monats, also in der Regel am ersten Freitag des Monats, besuchen Sie möglichst vor Ort eine Kirche, eine Kapelle, ein Kloster, wo die eucharistische Anbetung angeboten wird und schließen sich dem Gebet an.

Wo das nicht möglich ist, besuchen Sie eine Kirche und beten vor dem Tabernakel für die Erneuerung der Kirche. Manche haben auch die Möglichkeit, Gebetssendungen auf katholischen Radio- und Fernsehsendern zu verfolgen.

Außerdem denken Sie bitte insbesondere am Herz-Jesu-Freitag an Ihr Freitagsopfer. Das kann der Verzicht auf Fleischspeisen sein oder der freiwillige Verzicht auf eine andere Annehmlichkeit.

Bemühen Sie sich, in dem “NINIVE-Jahr” monatlich das heilige Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Wer die Möglichkeit hat, sollte die eucharistische Anbetung und das Freitagsopfer entsprechend dem Wunsch des Heiligen Vaters möglichst jeden Freitag pflegen.

An den übrigen Tagen des “NINIVE-Jahres” können Sie in den Anliegen der Erneuerung der Kirche täglich ein Gesätz des schmerzhaften Rosenkranzes beten.

Wie konnte man seine Teilnahme an KIRCHE IN NOT melden?

In Form einer kurzen Nachricht. Wir riefen dazu auf: “Teilen Sie uns mit, wann Sie genau beten oder fasten oder was Sie sonst konkret für diese Initiative tun. Durch Rückmeldungen stärken wir uns gegenseitig!”

Für Deutschland: ninive@kirche-in-not.de
Für Österreich: ninive@kircheinnot.at
Für die Schweiz: mail@kirche-in-not.ch

Wo finde ich Anregungen für mein persönliches Gebet?

Zu jedem Herz-Jesu-Freitag des NINIVE-Jahres versorgten wir Sie mit Anregungen für die Gestaltung Ihrer persönlichen Gebets- oder Anbetungszeit. Die Artikel erschienen monatlich auf der Startseite und Sie können sie auch hier einsehen:

Weitere Anregungen zum Gebet bietet Ihnen auch das Heft “Eucharistische Anbetung zur Heiligung der Priester und geistige Mutterschaft”, das bei KIRCHE IN NOT bezogen werden kann.

Welche waren die Herz-Jesu-Freitage im “NINIVE-Jahr”?

2010: 2. Juli, 6. August, 3. September, 1. Oktober, 5. November, 3. Dezember
2011: 7. Januar, 4. Februar, 4. März, 1. April, 6. Mai, 3. Juni

Wie setzte KIRCHE IN NOT in München diese Initiative um?

Zu Beginn der Aktion vom 10. auf den 11. Juni 2010 versammelten sich Mitarbeiter ab 18 Uhr zu einer 12-stündigen Nachtanbetung mit Möglichkeit zur Beichte. An den nachfolgenden zwölf Herz-Jesu-Freitagen bis zum 3. Juni 2011 wurde in der Hauskapelle von KIRCHE IN NOT jeweils 12 Stunden das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt.

Während des NINIVE-Jahres sendeten wir an den Vorabenden der Herz-Jesu-Freitage jeweils eine nächtliche Anbetungsstunde von 23 bis 24 Uhr live auf Radio Horeb. Am ersten Donnerstag im Monat, meist der Vorabend des Herz-Jesu-Freitags, wurde um 19 Uhr der Rosenkranz live übertragen.

Am 30. September, 6. Januar, 31. März und 2. Juni hat es weitere längere Anbetungsnächte mit mehrstündigem Radioprogramm gegeben.

Was hat Papst Benedikt XVI. vorgeschlagen?

“Ich ermutige Euch, das Sakrament der Versöhnung für Euch neu zu entdecken und häufiger die verwandelnde Kraft seiner Gnade zu nutzen (Papst Benedikt XVI.).”

“Ich ermutige Euch, das Sakrament der Versöhnung für Euch neu zu entdecken (Papst Benedikt XVI.).”

Auszug aus dem Hirtenbrief des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI., an die Katholiken in Irland vom 19.03.2010:

“14. Ich möchte Euch nun auch einige konkrete Initiativen zum Umgang mit dieser Situation vorschlagen.

Am Ende meiner Begegnung mit den irischen Bischöfen habe ich darum gebeten, dass diese Fastenzeit für das Gebet um die Ausgießung der Barmherzigkeit Gottes und der Geistesgaben der Heiligkeit und Stärke über die Kirche in Eurem Land genutzt wird.

Ich lade Euch alle ein, dass dies für die Dauer eines Jahres, von jetzt bis Ostern 2011, die Intention Eurer Freitagsopfer sei. Ich bitte Euch, Euer Fasten, Euer Gebet, Eure Schriftlesung und Eure Werke der Barmherzigkeit dafür aufzuopfern, dass Ihr die Gnade der Heilung und der Erneuerung für die Kirche in Irland erlangt. Ich ermutige Euch, das Sakrament der Versöhnung für Euch neu zu entdecken und häufiger die verwandelnde Kraft seiner Gnade zu nutzen.

Besonderes Augenmerk sollte auch auf die eucharistische Anbetung gelegt werden, und in jeder Diözese sollte es Kirchen oder Kapellen geben, die dafür zur Verfügung stehen. Ich bitte die Pfarreien, Seminare, Ordenshäuser und Klöster, Zeiten eucharistischer Anbetung zu organisieren, so dass alle daran teilnehmen können.

Durch intensives Gebet vor dem wahrhaft gegenwärtigen Herrn könnt Ihr Wiedergutmachung leisten für die Sünden des Missbrauchs, die so viel Schaden angerichtet haben. Gleichzeitig könnt Ihr so die Gnade neuer Stärke und ein tieferes Sendungsbewußtsein aller Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubigen erflehen.

Ich bin zuversichtlich, dass diese Initiativen zu einer Neugeburt der Kirche in Irland in der Fülle von Gottes Wahrheit führen werden, denn es ist die Wahrheit, die uns frei macht (vgl. Joh 8,32).”

Woher der Name NINIVE?

Im Buch Jona im Alten Testament wird erzählt, wie der Prophet Jona in die große Stadt Ninive gesandt wird, um ihr ein Strafgericht anzudrohen, da die Kunde von ihrer Schlechtigkeit bis zu Gott hinaufgedrungen ist.

Nachdem Jona zuerst seinem Auftrag entfliehen wollte, erlitt er Schiffbruch und landete im Bauch eines Fisches. Als Jona sich besann, seinen Auftrag doch auszuführen, wurde er vom Fisch an Land gespieen. Er ging nach Ninive und drohte der Stadt wegen ihrer Schlechtigkeit ein Strafgericht an.

Die Einwohner von Ninive glaubten Gott, riefen ein Fasten aus und zogen Bußgewänder an. Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.

Nachdem Jona zuerst seinem Auftrag entfliehen wollte, erlitt er Schiffbruch und landete im Bauch eines Fisches. Als Jona sich besann, seinen Auftrag doch auszuführen, wurde er vom Fisch an Land gespieen. Er ging nach Ninive und drohte der Stadt wegen ihrer Schlechtigkeit ein Strafgericht an.

Als Jona sich besann, seinen Auftrag doch auszuführen, wurde er vom Fisch an Land gespieen. Er ging nach Ninive und drohte der Stadt wegen ihrer Schlechtigkeit ein Strafgericht an (Motiv aus der Kinderbibel von KIRCHE IN NOT).

Er ließ in Ninive ausrufen: Befehl des Königs und seiner Großen: Alle Menschen … sollen nichts essen, … und kein Wasser trinken. Sie sollen sich in Bußgewänder hüllen. Sie sollen laut zu Gott rufen, und jeder soll umkehren und sich von seinen bösen Taten abwenden und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt. – Gott sah ihr Verhalten, dass sie sich umkehrten und von ihren bösen Taten abwandten. Da führte Gott die Drohung nicht aus.

Im Neuen Testament verweist Jesus Christus im Evangelium nach Matthäus, Kapitel 12, Vers 41, und im Evangelium nach Lukas, Kapitel 11, Verse 29 bis 32, auf dieses Beispiel. Bei Lukas heißt es: “Denn wie Jona für die Einwohner Ninives ein Zeichen war, so wird auch der Menschensohn ein Zeichen für diese Generation sein.”

Übertragen auf das Jahr 2010 hat der Heilige Vater, der Stellvertreter Christi, die Rolle des Jona und ist somit ein Zeichen für das heutige Ninive, also für die Städte und Regionen, wo die Gesellschaft und auch die Kirche, das Volk Gottes, durch ihre Sünde entstellt wird.

Wo finde ich weitere Informationen?

Die Sendung “AKTION NINIVE – Sturmgebet zur Erneuerung der Kirche” mit Pater Hans Buob SAC kann wahlweise auf DVD oder Audio-CD unentgeltlich bei uns bestellt werden. Das Rosenkranzgebet zur AKTION NINIVE gibt es kostenlos auf Audio-CD.

KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München
Telefon: 089 / 64 24 888 – 0
Fax: 089 / 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

19.Mai 2010 17:45 · aktualisiert: 13.Jan 2014 14:13
KIN / S. Stein