“Papstprojekte”

Beispiele, wo und wie KIRCHE IN NOT Christen im Nahen Osten hilft

Benedikt XVI.

Dem früheren Papst Benedikt XVI., aber auch seinem Nachfolger Papst Franziskus, liegen die bedrängten Christen im Nahen Osten besonders am Herzen. Bei einer Audienz mit Vertretern von KIRCHE IN NOT hatte er uns in der Vergangenheit ausdrücklich um die Unterstützung der Glaubensgeschwister in dieser Region gebeten.

Seit vielen Jahren helfen wir den Christen im Heiligen Land und in anderen Teilen des Nahen Ostens. In einigen Ländern werden sie als “Bürger zweiter Klasse” behandelt oder sogar mit Gewalt bedroht und verfolgt. Zahlreiche Christen verlassen aus Angst ihre Heimat.  Viele von ihnen würden gerne in ihren Städten und Dörfern bleiben, doch sie sehen für sich keine Zukunft mehr.

KIRCHE IN NOT hilft den Menschen im Nahen Osten auf vielfältige Weise, denn die Lage der Christen vor Ort ist unterschiedlich.

Christen in den palästinensischen Gebieten beispielsweise sitzen zwischen den Stühlen: auf der einen Seite ist ihre Muttersprache Arabisch, doch die muslimische Bevölkerung sieht sie nicht als Araber an; auf der anderen Seite hat Israel eine Mauer errichtet und grenzt die arabischen Christen von den wichtigen Orten Jesu aus.

Oder im Irak: dort verlassen immer mehr Menschen das Kernland, um ins Ausland oder in den vergleichbar sicheren Norden des Landes auszuwandern. Viele Christen werden im Alltag bedroht, islamistische Angreifer überfallen Wohnungen von Christen und bringen sie um. Kirchen und Gemeindezentren sind häufig Ziele von Bomben und Angriffen. Am 31. Oktober 2010 wurden bei einer Geiselnahme in einer Kirche in Bagdad mindestens 37 Menschen getötet.

Irakische Christen in einer Notunterkunft im syrischen Douela.

Oder Ägypten: Etwa zwölf Prozent der Einwohner sind Christen, zum größten Teil Kopten. Sie haben beispielsweise Nachteile bei der Suche nach Arbeit. Wer einen christlichen Namen hat, findet oft nur schwer einen Arbeitsplatz.  Auch in Ägypten gab es Gewalt gegen Christen: am Neujahrsmorgen explodierte vor einer koptischen Kirche in Alexandria ein Sprengsatz, als Besucher eines Gottesdienstes herauskamen. Dabei wurden mindestens 20 Menschen getötet.

Dies sind nur drei Beispiele von vielen. In diesem Jahr fördert KIRCHE IN NOT einige besonders dringliche Projekte in Israel, Syrien und Irak als so genannte “Papstprojekte”.

Sie sind eingeladen, neben Ihrem Gebet in den Anliegen des Heiligen Vaters die Kirche in Not auch materiell zu unterstützen.

Unten gelangen Sie zu zwei Beiträgen, die Ihnen “Papstprojekte” vorstellen. Es sind nur Beispiele unserer Hilfe für die Christen im Nahen Osten. Wir danken Ihnen schon vorab herzlich für Ihre Solidarität mit den verfolgten Glaubensgeschwistern.

Papstprojekte – Beispiele unserer Hilfe

So können Sie uns durch Spenden unterstützen

25.Feb 2011 21:15 · aktualisiert: 13.Jan 2014 14:04
KIN / T. Waitzmann