Gedanken für den Jahreskreis von Pater Werenfried van Straaten:

Zum August

Christus will unser Zeitgenosse sein

Pater Werenfried

Pater Werenfried.

Christus weigert sich, der Vergangenheit anzugehören. Er will mehr sein als eine Schattenfigur aus Parabeln von vor zweitausend Jahren. Er will unser Zeitgenosse sein. Er will weiterleben in seiner Kirche.

Was er einst in seiner eigenen Gestalt getan hat, das will er bis zum Ende der Zeiten in all jenen wiederholen, die seinen Namen tragen und sich von seinem allerheiligsten Leib und Blut nähren.

Er will den Rahmen seines historischen Daseins sprengen, um aus Liebe zu seinem Vater immer wieder und auch in unserer Zeit seine verlorene Herde zu suchen.

Darum fordert der Heiland von dir und mir, daß wir ihm eine lebendige Gestalt leihen, damit er aufs neue als barmherziger Samariter, als Vater des verlorenen Sohnes, als Freund der Zöllner und Sünder, als guter Hirt und als Beschützer der Unterdrückten durch die Welt gehen kann.

(entnommen aus „Werenfried van Straaten — Bettler für Gott. Autobiographische Aufzeichnungen und ausgewählte Gedanken des Speckpaters”)

7.Nov 2008 17:00 · aktualisiert: 11.Jul 2017 09:25
KIN / S. Stein