„IS will Instabilität vergrößern”

Bischof aus Bangladesch berichtet von einem Attentat auf einen Missionar

Sebastian Tudu, Bischof von Dinajpur/Bangladesch.

Bischof Sebastian Tudu.

„Es ist ein Wunder, dass er überlebt hat, Gott hat ihn gerettet.“ Dies erklärte der Bischof von Dinajpur im Nordwesten Bangladeschs, Sebastian Tudu, nach einem Attentat auf einen Missionar und Arzt, der seit vielen Jahren in seiner Diözese tätig ist.

Der 64-jährige Pater Piero Parolari sei auf dem Weg zur Arbeit in einem Krankenhaus gewesen, als er von drei Männern angegriffen wurde. „Die Attentäter haben auf seinen Kopf gezielt, die Kugel traf aber seinen Nacken“, sagte der Bischof.

Parolari befinde sich mittlerweile außer Lebensgefahr und werde im Krankenhaus vom Militär streng bewacht, da man weitere Anschläge fürchte. Auch für alle anderen Priester- und Ordensleute gebe es strenge Sicherheitsauflagen.

Mittlerweile habe sich eine Untergruppe der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zum Attentat bekannt. „Das war nicht der erste Angriff“, erklärte Tudo. Seit 2012 sei es in verschiedenen Missionstationen zu ähnlichen Anschlägen gekommen. Viele Priester und Ordensleute hätten Morddrohungen erhalten.

Bei einer Katechese mit Bischof Tudu in Bangladesch.

Bei einer Katechese mit Bischof Tudu in Bangladesch.

„Die Terroristen wollen damit weltweit Aufmerksamkeit erregen und die Instabilität in Bangladesch vergrößern“, sagte der Bischof. Besonders im Fokus stünden christliche Missionare. Sie seien oft die Einzigen, die sich für benachteiligte Randgruppen einsetzten.

Mittlerweile gebe es Gespräche zwischen der Regierung und Religionsvertretern, um den Terrorismus zu bekämpfen. Die Situation sei aber weiterhin hochgefährlich – besonders für ausländische Priester und Ordensleute.

Bischof Tudu ruft die internationalen Hilfswerke – darunter KIRCHE IN NOT – dazu auf, die Arbeit der Missionare weiterhin zu unterstützen. „Die Vorsehung Gottes kann uns helfen, wieder Stabilität in unserem Land einkehren zu lassen. Bitte beten Sie für uns!“

So können Sie helfen

KIRCHE IN NOT unterstützt seit vielen Jahren die christliche Minderheit in Bangladesch. Das Hilfswerk fördert den Bau von Kirchen, Gemeindezentren und die Ausbildung von Katechten und Gemeindehelfern. Um weiter helfen zu können, bitten wir um Spenden – online unter www.spendenhut.de oder an:

Spendenkonto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
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BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Bangladesch

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KIN / S. Stein