Das Meisterwerk Gottes

Wie in Afrika in der Familienpastoral die Lehre der Kirche lebt

Mitschaffen am „Meisterwerk Gottes“: Ein Moderatorenpaar aus Sambia.

Mitschaffen am „Meisterwerk Gottes“: ein Moderatorenpaar aus Sambia.

„Gott selbst ist Urheber der Ehe“, heißt es in „Gaudium et Spes” (48,1), und der heilige Johannes Paul II. sagt: „Die Familie ist der Weg der Kirche und der Menschheit.“ Aber in Ehe und Familie leben will gelernt sein. In Afrika ist die Familienpastoral in ihrer Gesamtheit ein großes Thema.

Zusammen mit der Erzdiözese Gitega/Burundi hat der Afrikanische Verband der Familienaktion (FAAF) ein Zweijahresprogramm entwickelt, um vor allem jungen Frauen und Männern die Größe der ehelichen Berufung und das Glück, das für die Familie daraus erwachsen kann, vor Augen zu führen – inmitten von Krise und Krieg in dem zentralafrikanischen Land.

Die Sehnsucht danach ist da. Vor einem Jahr waren es beim ersten Kurs 1495 Teilnehmer, in diesem Jahr waren es 7624.

Es sind Jugendliche und junge Paare, die wissen wollen, warum das Leben heilig ist, warum die Frau die gleiche Würde als der Mann, warum die Kirche natürliche Empfängnisregelung für gut hält und künstliche der Lehre der Natur des Menschen widerspricht, warum Treue niemanden überfordern muss, warum Ehe und Familie das „Meisterwerk Gottes“ ist, wie Papst Franziskus sagt.

60 gut ausgebildete Katecheten geben Antwort. Die Kosten für Ausbildung und Tagungen sind eine Investition in die Zukunft. Aber die Erzdiözese kann sie nicht allein stemmen. Wir haben 16.445 Euro zugesagt. Auch in Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo soll das Programm demnächst starten.

Burundi: In Krieg und Krise den Müttern erklären, wie großartig die Würde der Frau ist.

Burundi: in Krieg und Krise den Müttern erklären, wie großartig die Würde der Frau ist.

Ein noch weitergehendes Programm setzt die FAAF in sechs Diözesen Sambias um. Dort werden 216 Paare zu Moderatoren für Ehe- und Familienfragen ausgebildet. Sie bedienen sich eines eigens für diese und spätere Kurse verfassten Handbuchs. Titel: „Das Ehe- und Familienleben in seiner ganzen Fülle“.

Dort werden auch Fragen für Diskussionen in kleinen Gruppen vorgeschlagen. Zum Beispiel: „Was bedeutet Freiheit im Rahmen ehelicher Liebe?“ Oder: „Aus welchen Gründen wollen Paare wenig oder keine Kinder?“

 „Das Ehe- und Familienleben in seiner ganzen Fülle“

Das Handbuch setzt Sexualität in den Kontext von Ehe, Zölibat und Jungfräulichkeit; es unterstreicht Elternschaft als Mitschöpfung mit Gott; es zielt auf die Stabilisierung von Familien, auf die Vermeidung von Gesundheitsrisiken, auf die Ächtung von Gewalt in der Ehe, auf die Stärkung von Treue und Verantwortung, auf das Ausmerzen von Kinderprostitution, Zwangsheirat, Kinderarbeit. Kein Thema wird in diesem Handbuch ausgespart.

Es ist wie eine Gebrauchsanweisung für die Enzyklika „Humanae Vitae”, in der es heißt: „Die eheliche Liebe zeigt sich uns in ihrem wahren Wesen und Adel, wenn wir sie von ihrem Quellgrund her sehen, von Gott, der die Liebe ist“ (Nr. 8). Wir haben für die Ausbildung mit diesem Handbuch, das auch in anderen Ländern Anwendung finden soll, 15.000 Euro versprochen.

Schlagworte:
Burundi · Ehe · FAAF · Familie · Lebensschutz · Sambia
5.Jan 2016 09:50 · aktualisiert: 5.Jan 2016 06:52
KIN / S. Stein