„Wir haben genug vom Krieg”

Tausende Kinder in Syrien beteten für den Frieden

Auf Englisch und Arabisch drückt dieses Mädchen Ihren Friedensappell bei der Prozession in Tartus aus.

Auf Englisch und Arabisch drückt dieses Mädchen seinen Friedensappell bei der Prozession in Tartus aus.

In mehreren syrischen Städten haben sich am 1. Juni tausende Kinder versammelt, um für den Frieden in ihrer Heimat zu beten. Anlass war der „Welttag des Kindes“.

In Homs beteiligten sich mehr als 700 Kinder an der Gebetsaktion. Zusammen mit katholischen und orthodoxen Bischöfen zogen sie in einer Prozession durch die Stadt und machten an verschiedenen Kirchen Station, um dort zu beten und Kerzen zu entzünden.

Es war eine der ersten öffentlichen Kundgebungen in Homs seit dem Ende der Belagerung im Frühjahr 2015. Ein christlicher Fernsehsender übertrug die Aktion in den gesamten Nahen Osten. Zeitgleich fanden Kundgebungen in Aleppo, Damaskus und anderen syrischen Städten statt.

Vielerorts waren die Kinder weiß gekleidet und führten Plakate mit sich, in denen sie die Weltöffentlichkeit um das Gebet und ein Ende des Krieges in ihrem Heimatland baten.

„Wir wollen leben“

Der melkitisch griechisch-katholische Erzbischof von Homs, Abdo Arbach, sagte in einer Ansprache: „Wir haben genug vom Krieg, von der Zerstörung und vom Kinderhandel. Wir wollen leben, wir wollen unsere Kinder durch eine gute Erziehung bereichern.“ Arbach appellierte an die Weltgemeinschaft, dem Krieg ein Ende zu machen und „gemäß der Menschen- und Kinderrechte“ zu handeln.

In der Farbe des Friedens waren die Kinder bei der Kundgebung in Homs gekleidet.

In der Farbe des Friedens waren die Kinder bei der Kundgebung in Homs gekleidet.

Seine zerstörte Kathedrale war mit einem Bild des sogenannten „Prager Jesuskindes“ geschmückt. Es zeigt den segnenden Jesusknaben – auf seinem Kopf eine Krone und die Weltkugel in der Hand. Das Motiv ist in der katholischen Kirche weitverbreitet; auch die Orthodoxie kennt eine ähnliche Darstellung.

Deshalb hatten die Veranstalter es als Motiv für den Gebetstag ausgewählt. Bischof Arbach sagte, das Jesuskind sei „die Quelle des Friedens für unsere Kinder und unser Land, denn sein Gruß lautet: Der Friede seit mit euch.“

Papst Franziskus hatte während des sonntäglichen Angelusgebetes am 29. Mai die Kinder in aller Welt aufgerufen, sich dem Friedensgebet ihrer Altersgenossen in Syrien anzuschließen. Der Gebetstag der Kinder ging auf eine Initiative des weltweiten katholischen Hilfswerks KIRCHE IN NOT zurück und soll der Auftakt zu weiteren Initiativen für den Frieden im Nahen Osten sein.

So können Sie helfen:

Um weiter helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – entweder online oder an:
KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Syrien

Spenden per PayPal:




Spenden per Sofortüberweisung:

 

Schlagworte:
Gebet · Homs · Kinder · Krieg · melkitisch-katholisch · Syrien
KIN / A. Blumberg