Für eine Kultur des Miteinanders

Schule der Maristen in Bangladesch bittet um Hilfe beim Bau einer Kapelle

Mädchen und Jungen spielen gemeinsam auf dem Schulhof.

Mädchen und Jungen spielen gemeinsam auf dem Schulhof.

Der heilige Marcellin Champagnat, Gründer der Maristenbrüder, war seiner Zeit weit voraus. Vor zweihundert Jahren lehrte er seine Ordensbrüder, dass in den Maristen-Schulen Körperstrafen und erniedrigende Behandlung von Kindern strikt verboten sind.

„Um Kinder zu erziehen, müsst ihr sie lieben“ – in diesem Satz fasste er die christliche Erziehung zusammen. Und damit meinte er Jungen und Mädchen.

Das ist in einem Land wie Bangladesch doppelt modern. Denn Kinder haben in diesem Kulturkreis nur formal die gleichen Rechte und die gleiche Würde wie Erwachsene – erst recht, wenn sie zu den „Unberührbaren“, den „Unreinen“ gehören.

Das sind die ethnischen Minderheiten in Bangladesch, die meist als Tagelöhner in den Teeplantagen ihr karges Leben fristen. Für 23 Kilo gepflückte Teeblätter – mehr schafft man nicht an einem Tag – bekommen sie 83 Cent; für die Teeplantagen gelten die Arbeitsgesetze nicht.

Fußballmannschaft der Schule.

Fußballmannschaft der Schule.

Die meisten der „Teeleute“ sind Christen und Hindus, also auch religiös aus einer kleinen Minderheit. Neunzig Prozent der Einwohner von Bangladesch sind Muslime, neun Prozent Hindus. Die halbe Million Christen (meist Katholiken) machen gerade mal 0,3 Prozent aus.

Eine geistige Heimat finden

Vor allem sie, Christen und Hindus, sollen in der neuen Schule der Maristenbrüder in Sylhet, eine geistige Heimat finden. Vor anderthalb Jahren haben die Maristen mit der Schule in dieser Diözese im Nordosten des Landes begonnen.

Von den 98 Schülern sind 32 Christen, 43 Hindus, 23 Muslime. In drei Jahren sollen es 450 Schüler sein, ein Drittel davon Christen. Drei von vier Schülern kommen aus den armen Familien der „Teeleute“, viele von ihnen sind Waisenkinder.

Gemeinsames Rosenkranzgebet der Schülerinnen und Schüler.

Gemeinsames Rosenkranzgebet der Schülerinnen und Schüler.

In der St.-Marcellin-Schule finden sie Geborgenheit und eine liebevolle Atmosphäre. Was fehlt, ist eine Kapelle, die reale Gegenwart des Herrn, die Quelle der Liebe. Aus ihr entspringt auch die Offenheit für eine Kultur der Toleranz, des Miteinanders und der gegenseitigen Achtung, was zu den Zielen der Schule zählt.

Geborgenheit und liebevolle Atmosphäre

Durch das Zusammenleben in der Schulgemeinschaft entsteht solch eine Kultur wie von selbst. Mit den Schülerzahlen wird der Wunsch, vor dem Herrn und zu ihm zu beten, zur Sehnsucht wachsen.

Gottesdienste finden bisher im Speisesaal der Schule statt.

Gottesdienste finden bisher im Speisesaal der Schule statt.

Hier soll nicht nur die heilige Messe gefeiert, sondern auch der Rosenkranz gebetet, das gemeinsame Morgen- und Abendgebet gesprochen und der Katechismus gelehrt werden. Die Kapelle wird das Herz der Schule sein. Sie ist auch als geistliches Zentrum für die Nachbarschaft und die Sonntagsmesse der „Teeleute“ geplant.

Alle sollen aus der Quelle der Liebe schöpfen. Wir haben für diesen Herzenswunsch der Maristenbrüder unsere Hilfe versprochen. Bitte unterstützen Sie sie mit Ihrer Spende.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

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3.Sep 2018 08:47 · aktualisiert: 31.Aug 2018 15:28
KIN / S. Stein