Mosambik: Schwere Schäden nach Wirbelsturm

KIRCHE IN NOT stellt Nothilfe für die betroffenen Einwohner bereit

Der zerstörte Korridor im Bischofshaus.

Der zerstörte Korridor im Bischofshaus (Foto: Erzbistum Beira).

Ein Wirbelsturm hat im südostafrikanischen Staat Mosambik schwere Verwüstungen hinterlassen.

Begleitet wurde der Zyklon „Idai” von heftigen Regenfällen, die weite Teile des Landes überflutet haben. Besonders betroffen ist die Region rund um die Küstenstadt Beira.

Der Erzbischof von Beira, Claudio Dalla Zuanna, beschreibt in einem Brief an KIRCHE IN NOT die dramatischen Zustände: „Häuser, Schulen, Krankenhäuser und Kirchen haben keine Dächer mehr. Bei einigen Gebäuden sind auch die Wände eingestürzt. Zahllose Bäume sind auf Gebäude, Straßen und Fahrzeuge gestürzt.“

Die Stadt Beira sei wegen des Einsturzes einer Brücke abgeschnitten.

Auch das Priesterseminar des Erzbistums wurde durch den Wirbelsturm schwer beschädigt.

Auch das Priesterseminar des Erzbistums wurde durch den Wirbelsturm schwer beschädigt (Foto: Erzbistum Beira).

Derzeit gebe es keine Trinkwasser- und Stromversorgung. Nur rund um den Flughafen von Beira gebe es Elektrizität und Empfang. Dies mache die Kommunikation besonders schwer, so Erzbischof Zuanna.

Wie er weiterschreibt, seien Lebensmittel knapp. Viele Feldfrüchte sind durch die starken Regenfälle verdorben, und wegen des fehlenden Stroms könnten auch keine konserviert werden.

Lebensmittel werden knapp

Laut Erzbischof Zuanna leben etwa eine Million Menschen in dieser Region. Nach ersten Schätzungen hat ein Fünftel der Einwohner alles verloren. Sieben Schulen und 22 Pfarrkirchen wurden beschädigt, drei von ihnen total zerstört. Auch zahlreiche Pfarr- und Ordenshäuser haben zum Teil erhebliche Schäden.

Beschädigte Kirche im Erzbistum Beira (Mosambik).

Beschädigte Kirche im Erzbistum Beira (Foto: Erzbistum Beira).

Erst im Januar 2018 fegte ein heftiger Zyklon über Mosambik hinweg. Augenzeugen zufolge war der aktuelle Wirbelsturm „Idai“ noch viel gravierender.

Der Zyklon und die Regenfälle zogen weiter nach Simbabwe und Malawi, wo ebenfalls Flüsse über die Ufer getreten sind. Auch mit den dortigen Stellen steht KIRCHE IN NOT in Kontakt und hilft seit Langem.

Auch Simbabwe und Mosambik betroffen

Über die Zahl der Opfer und Betroffenen in den drei Ländern gibt es derzeit aufgrund der zerstörten Infrastruktur nur spekulative Angaben. Es werden jedoch über 1000 Tote befürchtet.

„Die Nothilfe von KIRCHE IN NOT kam als Erste an“, teilte uns Erzbischof Claudio Dalla Zuanna voller Dankbarkeit mit. „Wir konnten die ersten Notausgaben tätigen, kirchliche Einrichtungen und Gemeinden unterstützen. Priester, Ordensschwestern und Freiwillige versorgen die Heimatlosen und leisten Beistand für die Hinterbliebenen der Millionen Todesopfer.“

Die Aufräumarbeiten haben begonnen, und es gibt schon Pläne für den Wiederaufbau zerstörter Gebäude, darunter Kirchen, Priesterseminare und Gemeindezentren. Dafür sind noch große Anstrengungen nötig. Unser Hilfswerk bittet weiter um Spenden für die betroffenen Menschen.

Ihre Hilfe für Mosambik

Um die Arbeit der Kirche für die leidgeprüfte Bevölkerung in Mosambik weiterhin unterstützen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – entweder online oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Mosambik

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15.Apr 2019 14:47 · aktualisiert: 15.Apr 2019 15:03
KIN / S. Stein