Die Christen sind gefragt

Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland zur „Woche für das Leben”

Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland.

Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland.

Wir befinden uns in der „Woche für das Leben”. Auch bei KIRCHE IN NOT ist dieses Thema zentral und spiegelt sich in unseren Hilfsprojekten wider.

Ein Beispiel aus Russland: Wenn junge Frauen ungewollt schwanger werden, wissen viele von ihnen nicht, an wen sie sich wenden können und wo sie Hilfe finden. Viele sehen keinen anderen Ausweg als eine Abtreibung.

Die Kirche in Russland will diesen Frauen helfen und richtet daher in immer mehr Bistümern Zentren ein, in denen verzweifelte Frauen Rat und Hilfe finden und sich für ihr Kind entscheiden können.

Die Hilfsangebote reichen von psychologischer, seelsorglicher und juristischer Beratung über materielle Hilfe in Form von Kinderkleidung oder Lebensmitteln bis hin zur Unterbringung in einem Frauenhaus.

Russische Frauen mit ihren Kindern in einer kirchlichen Einrichtung in Magadan/Russland.

Russische Frauen mit ihren Kindern in einer kirchlichen Einrichtung in Magadan/Russland.

Jedes dieser Häuser hat eine Kapelle. Der Geist des Evangeliums soll spürbar sein. Die Häuser stehen allen offen, die Hilfe benötigen. Konfession und Religionszugehörigkeit spielen dabei keine Rolle.

Das Leben schützen

Viele Projekte, die KIRCHE IN NOT fördert, zielen darauf ab, das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu schützen. Fundament dieser Haltung ist das fünfte Gebot „Du sollst nicht töten“ und die Lehre der Kirche.

Mit der schwindenden Zahl der Gläubigen schwindet jedoch auch die gesellschaftliche Akzeptanz für Bibel und Katechismus. Das gilt ganz besonders für uns in Deutschland.

Europaflagge.

Europaflagge.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass unsere freiheitliche Gesellschaft auf christlichen Werten aufgebaut ist. Fallen diese Fundamente weg, so werden sich auch nach und nach die darauf aufbauenden Normen ändern. Welche gesellschaftlichen Gesetze gelten dann?

Gott sei Dank gibt es gerade unter Christen viele, die sich für das Leben einsetzen und immer wieder klarstellen: Das Böse ist objektiv und nicht durch Umstände relativier- oder entschuldbar.

Schuld bleibt Schuld. Sünde bleibt Sünde. Ein menschliches Leben auszulöschen ist immer ein schweres Vergehen, egal aus welchen Gründen das geschieht.

Jedoch hilft es wenig, ungewollt Schwangeren die Sünde der Abtreibung vorzuwerfen, einem Suizidgefährdeten Stellen aus dem Katechismus zu zitieren oder Menschen, die einen geliebten Angehörigen das Leid abnehmen wollen, als „Henker“ zu bezeichnen – und sie dann allein zu lassen.

Ruf zur Barmherzigkeit: Eine Ordensschwester kümmert sich um eine ältere Frau.

Ruf zur Barmherzigkeit: Eine Ordensschwester kümmert sich um eine alte Frau.

Vielmehr ist für uns Christen die Nächstenliebe der Motor unseres Handelns. Wir können viel dazu beitragen, dass das christliche Weltbild wieder in die Köpfe und Herzen der Menschen gelangt und das Leben als absolut schützenswert empfunden wird.

Konkret: Wer sich in seiner Familie und seinem Umfeld angenommen weiß, der spielt eher mit dem Gedanken, sein Leben anzunehmen oder seinem ungeborenen Kind das Leben zu ermöglichen. Wer versteht, dass Eltern, die Kinder erziehen, mehr an der Zukunft der Gesellschaft mitwirken, als sich im mittleren Management eines Unternehmens „selbst zu verwirklichen“, entscheidet sich eher zugunsten der Familie.

Die Eheleute stärken

Stärkt man die Eheleute – geistlich wie mit einer nachhaltigen Familienpolitik – werden sie gemeinsam und mit Gottes Hilfe auch finanzielle Engpässe und Einschränkungen, Knicke in der Karriere und persönliche Gebundenheit meistern.

Brautpaar aus Pakistan (Foto: Magdalena Wolnik).

Brautpaar aus Pakistan (Foto: Magdalena Wolnik).

Wenn man Familien zum gemeinsamen Gebet motiviert, kann das die Kinder im Glauben stärken und widerstandfähiger machen gegen Drogen, Medienmissbrauch und das Gefühl der Sinnlosigkeit.

Das zu vermitteln und zu fördern, ist die Aufgabe der Kirche, die Aufgabe von KIRCHE IN NOT, die Aufgabe aller Christen. Die christliche Stimme muss weiterhin hörbar bleiben in Politik und Gesellschaft. Aber auch im Umgang mit dem Nächsten. Maßstab dafür ist und bleibt das Kreuz.

Helfen Sie mit Ihrer Spende

Um das Zentrum für Mütter in Stawropol und weitere Einrichtungen für das Leben zu fördern und den gemeinsamen Einsatz mit der russisch-orthodoxen Kirche für die verfolgten Christen im Nahen Osten weiter voranzubringen, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online oder auf folgendes Konto:
Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Russland

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KIN / S. Stein