„Ein Weckruf zur Erneuerung”

Kommentar von Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland

Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland.

Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland.

Es hat sich etwas verändert. Lange schien es – und wurde von westlichen Politikern und Medien nur allzu gern geglaubt –, als hätte Christenverfolgung hauptsächlich politische oder wirtschaftliche Ursachen.

Nun zeigt sich, dass der Hass gegen Christen immer extremer wird. Wenn am vergangenen 13. Mai, dem Fatimatag, in Burkina Faso erneut vier Katholiken bei einer Marienprozession brutal ermordet wurden, dann ist das eine Attacke, die sich gezielt gegen den Glauben richtet.

Man kann davor die Augen verschließen, aber man kann es nicht anders erklären!

Die Anschläge in Burkina Faso, Sri Lanka, Nigeria und an vielen anderen Orten sprechen eine neue Sprache: Es genügt den Bedrängern nicht mehr, Christen im Alltag als Bürger zweiter Klasse zu behandeln.

Trauer und Entsetzen bei der Beisetzung der Opfer eines Anschlags auf eine Kirche am 12. Mai in Burkina Faso.

Trauer und Entsetzen bei der Beisetzung der Opfer eines Anschlags auf eine Kirche am 12. Mai in Burkina Faso.

Es genügt den Verfolgern nicht mehr, kirchliches Leben in ihren ideologischen Rahmen zu pressen oder zu unterdrücken. Christen werden in vielen Ländern wie Freiwild behandelt.

„Christen werden wie Freiwild behandelt”

Schon lange steht das Christentum in manchen islamischen Regionen als Inbegriff für einen dekadenten Westen. Der Werte- und Sittenverfall wird von strenggläubigen Religionsführern wahrgenommen, verurteilt und direkt mit dem Christentum in Verbindung gebracht.

Der Priester Simeon Yampa wurde bei dem Angriff auf eine Kirche in Burkina Faso am 12. Mai getötet, als er sich schützend vor die Ministranten stellte.Der Priester Simeon Yampa wurde bei dem Angriff auf eine Kirche in Burkina Faso am 12. Mai getötet, als er sich schützend vor die Ministranten stellte.

Der Priester Simeon Yampa wurde bei dem Angriff auf eine Kirche in Burkina Faso am 12. Mai getötet, als er sich schützend vor die Ministranten stellte.

Militäraktionen des Westens, soziale wie ökologische Benachteiligung mögen Brandbeschleuniger sein, die Brandursache aber liegt anderswo.

Die Frage drängt sich auf: Sind die Christen im Nahen Osten, Asien und Afrika die Sündenböcke für das Versagen unserer westlichen Welt?

Alle, die trotz Verfolgung zu Christus halten, sind ein leuchtendes Zeugnis des Glaubens. Es gilt für die ganze Weltkirche, zu der auch wir in Deutschland gehören – ob es nun allen gefällt oder nicht.

Das Blutzeugnis der Märtyrer vermag vielleicht am Ende sogar die „geistliche Dunkelheit” bei uns zu erhellen. Es könnte ein Weckruf zur Erneuerung sein. Es muss sich etwas verändern.

Weitere Informationen zur aktuellen Hilfe von KIRCHE IN NOT in Syrien finden Sie unter: syria.acninternational.org/de.

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