Beten für Sri Lanka

KIRCHE IN NOT gibt ein neues Gebetsblatt heraus

Titelbild des Gebetsblattes.

Titelbild des Gebetsblattes.

KIRCHE IN NOT Deutschland gibt ein Gebet für Sri Lanka heraus. Es richtet sich an die Gottesmutter Maria, „Königin und Patronin von Sri Lanka“, und bittet um Frieden für das südasiatische Land und „die ganze Menschheitsfamilie“.

Der Text wurde dem Hilfswerk von Pater Malaka Leonard Fernando übermittelt. Er leitet die Vizeprovinz des Dritten Ordens der Franziskaner „Unsere Liebe Frau von Lanka“.

Sein Kloster ist nur wenige hundert Meter von der Kirche Sankt Sebastian in Negombo-Katuwapitiya entfernt, einem der Schauplätze der Bombenattentate vom Ostersonntag.

Bei zeitgleichen Anschlägen auf zwei weitere Kirchen und drei Hotels wurden nach Polizeiangaben mindestens 250 Menschen getötet und rund 500 verletzt. Die Regierung Sri Lankas macht eine lokale islamistische Gruppe für die Anschläge verantwortlich.

Blick in die durch einen islamistischen Anschlag verwüstete St.-Sebastians-Kirche in Negombo (Sri Lanka)

Blick in die durch einen islamistischen Anschlag verwüstete St.-Sebastians-Kirche in Negombo (Sri Lanka)

Auch der „Islamische Staat“ hat die Taten für sich reklamiert. Aufsehen erregte, dass die Anschlagspläne den Geheimdiensten möglicherweise bekannt waren. Ermittlungen laufen, ob es dort Hintermänner der Islamisten geben könnte.

„Mit den Bombenanschlägen wurden unsere Hoffnungen auf einen dauerhaften inneren Frieden in Sri Lanka zunichtegemacht“, teilte Pater Fernando KIRCHE IN NOT mit. Das Land war bis 1999 Schauplatz eines Bürgerkriegs. In den vergangenen Jahren schien die Lage stabil.

Langjähriger Bürgerkrieg in der Vergangenheit

Dennoch brachten Kirchenvertreter trotz der Taten ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, sich für die Einheit des Landes einzusetzen. „Lassen Sie uns alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um Gewalt zu vermeiden und friedlich zu leben“, erklärte Fernando. Dazu gehöre auch das Gebet.

Malcolm Kardinal Ranjith, der Erzbischof von Colombo, segnet Särge der Opfer der Anschläge vom Ostersonntag.

Malcolm Kardinal Ranjith, der Erzbischof von Colombo, segnet Särge der Opfer der Anschläge vom Ostersonntag.

In den Kirchen seiner Gemeinschaft werde jeden Tag ein Gebet zu Unserer Lieben Frau von Lanka gebetet. Das gab er an die Wohltäter von KIRCHE IN NOT weiter.

„Wir kommen dem Aufruf unserer Brüder und Schwestern in Sri Lanka gerne nach und wollen deshalb dieses Gebet öffentlich bekannt machen“, erklärte der Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland, Florian Ripka.

Wiederaufbau zerstörter Kirchen

Das Hilfswerk stehe seit den Jahren des Bürgerkriegs den Christen in Sri Lankas tatkräftig bei, zum Beispiel beim Wiederaufbau zerstörter Kirchen oder der kirchlichen Bildungsarbeit. Das gehe jetzt intensiv weiter.

Nach den Anschlägen mit vielen Todesopfern werden die Leichen in Massengräbern beigesetzt (Foto: Roshan Pradeep & T Sunil).

Nach den Anschlägen mit vielen Todesopfern werden die Leichen in Massengräbern beigesetzt (Foto: Roshan Pradeep & T Sunil).

„Neben der Hilfe ist unser Gebet eine geistliche Form der Unterstützung, die unsere Partner sehr schätzen. Für die Öffentlichkeit sind die Massaker vom Ostersonntag schon wieder weit weg. Für die Christen in Sri Lanka sind sie noch immer verängstigende Realität. Sie brauchen jetzt unsere Solidarität“, erklärte Ripka.

Geistliche Unterstützung

Das Gebetsblatt für Sri Lanka im Format DIN A7 passt in jedes Gotteslob und eignet sich für das private Gebet ebenso wie für Andachten oder Fürbitten in der Gemeinde.

KIRCHE IN NOT stellt das Gebetsblatt kostenlos zur Verfügung; es werden ausschließlich die Versandkosten fällig.

Die Gebetsblatt können Sie online bestellen oder bei:
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München

Telefon: 089 / 64 24 888 0
Fax: 089 / 64 24 888 50

E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

Schlagworte:
Anschlag · Bürgerkrieg · Gebet · Negombo · Sri Lanka
6.Mai 2019 10:29 · aktualisiert: 16.Mai 2019 16:05
KIN / S. Stein