BOSNIEN UND HERZEGOWINA

Abschluss der Bauarbeiten im Jugendzentrum

Letzte Bauarbeiten im Jugendzentrum.

Letzte Bauarbeiten im Jugendzentrum.

In diesem Jahr feiern die Menschen in Bosnien und Herzegowina den 20. Jahrestag des Kriegsendes. Aus diesem Grund wird am 6. Juni 2015 Papst Franziskus in die bosnische Hauptstadt Sarajewo reisen.

Vor zwölf Jahren rief dort der damalige Papst Johannes Paul II. zur gegenseitigen Vergebung und zum Aufbau von Beziehungen der Brüderlichkeit und des Verständnisses auf. Sarajewo gehörte zu den Städten, die durch den Krieg besonders schwer zerstört wurden.

Dort entsteht nun ein Jugendzentrum, das nach dem heiligen Papst Johannes Paul II. benannt sein wird. Die ersten beiden Bauphasen hat unser Hilfswerk dank Ihrer Hilfe bereits großzügig unterstützt. Nun wird die dritte Phase des Baus in Angriff genommen.

Pater Simo Marsic, der Rektor, schreibt:  „Auch wenn der Krieg in Bosnien und Herzegowina vor 20 Jahren beendet wurde, sind viele Wunden noch nicht verheilt. Der Frieden ist noch brüchig, es herrscht Unsicherheit. Eine schwache Demokratie und eine Wirtschaft, die den Bedürfnissen nicht gerecht wird, prägen das Leben der jungen Menschen.

Die Jugend in Bosnien sucht nach Vorbildern und Zukunftsperspektiven. Sie sehnt sich nach Werten und Verständigung zwischen den verschiedenen Volksgruppen. Christen, Orthodoxe und Muslime müssen lernen, gemeinsam die Zukunft zu gestalten.“

Gruppenfoto vor dem Jugendpastoralzentrum in Sarajewo.

Gruppenfoto vor dem Jugendpastoralzentrum in Sarajewo.

Das Jugendzentrum steht allen Bevölkerungsgruppen offen und wird auch für internationale Begegnungen genutzt werden. „Hier wird sich Europa begegnen”, freut sich Pater Marsic. „Das Zentrum wird ein offenes Fenster sein zu anderen Konfessionen und Religionen, zu anderen Denk- und Lebensweisen. Auf diese Weise kann ein tolerantes und friedliches Miteinander eingeübt und gelebt werden.

Konkret wird dies in pastoralen Treffen, Schulungen und Freizeiten verwirklicht werden, an denen Gruppen oder Einzelpersonen aus dem ganzen Land teilnehmen können. Das Haus wird über Übernachtungsmöglichkeiten verfügen, damit auch mehrtägige Veranstaltungen stattfinden können. Das Motto lautet: Begegnung – Versöhnung – gemeinsam Frieden und Zukunft gestalten.

Pater Marsic hofft, dass das Jugendzentrum am 22. Oktober 2015 eröffnet werden kann, „wenn es Gottes Wille ist und die notwendige Unterstützung von unseren Wohltätern kommt“. An diesem Tag feiert die Kirche den Patron des Zentrums – den heiligen Papst Johannes Paul II.

Wir haben noch einmal 200.000 Euro versprochen, damit dieses Zentrum des Friedens und der Hoffnung endlich Wirklichkeit wird.

KIN / S. Stein