BURUNDI

Ausbildung von Ordensleuten

Junger Priester mit seiner Mutter in Burundi.

Junger Priester mit seiner Mutter in Burundi.

Die Kongregation der Apostel des Guten Hirten und der Königin des Abendmahlsaales wurde 1989 in Burundi in der Erzdiözese Gitega vom damaligen Erzbischof Joachim Ruhuna gegründet.

Er wollte Priester, die „Anbetung pflegen, predigen, Beichte hören, die Seelen formen, die Jugend ausbilden den Sterbenden beistehen und Freunde der Armen und Unglücklichen sind.“

Die Kongregation soll Priesterberufungen fördern und setzt sich zudem vor allem für die Menschen von Stamm der Pygmäen ein. Diese sind zwar die Ureinwohner des Landes sind, aber heute nur noch eine Minderheit.

Sie sind nicht sesshaft und sozial benachteiligt. Die Familien leben in großer Not, und die Kinder gehen nicht zur Schule. Die Patres ermöglichen den Kindern eine Schulausbildung und stehen den Benachteiligten zur Seite.

Burundi erlebt zurzeit ein Wiederaufflammen von Unruhen und Gewalt. Die Geschichte des Landes ist von jeher von gewaltsamen Auseinandersetzungen geprägt gewesen, denen auch Priester und Ordensleute zum Opfer gefallen sind.

Priesterweihe in Burundi.

Priesterweihe in Burundi.

So wurde auch der Gründer der Kongregation, Erzbischof Joachim Ruhuna, im Jahr 1996 von einer Gruppe Bewaffneter brutal ermordet. Er hatte bereits zuvor  Morddrohungen erhalten, da er sich unerschrocken für die Versöhnung zwischen Tutsi und Hutu eingesetzt hatte. Er selbst war Tutsi.

Einsatz für Versöhnung

Das Ende des letzten der blutigen Konflikte in Burundi, der zwischen 1993 und 2000 rund 250 000 Tote forderte und in den schlimmsten Zeiten 1,5 Millionen Menschen heimatlos machte, sollte er nicht mehr erleben. Bischof Paul Schruers von Hasselt in Belgien, der ihn gut kannte, sagte nach seinem Tod: „Die Leute pflegten über ihn zu sagen, dass er weder Tutsi noch Hutu war, sondern unser aller Vater.“

Auch die Patres seines Ordens wollen gute Hirten und „Väter“ für alle sein. Zurzeit bereiten sich zwölf junge Männer auf die Priesterweihe vor. Wir unterstützen ihre Ausbildung mit 9.600 Euro, damit sie sich ganz in den Dienst der Kirche und der Menschen in Burundi stellen können.

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KIN / S. Stein