KAMERUN

Nothilfe für Betroffene eines Anschlags

Bischof Bruno Ateba Edo (Bistum Maroua-Mokolo) besucht ein Flüchtlingscamp.

Bischof Bruno Ateba Edo (Bistum Maroua-Mokolo) besucht ein Flüchtlingscamp.

Die Diözese Maroua-Mokolo liegt im Norden Kameruns im Grenzgebiet zu Nigeria. Sie wird immer wieder zum Schauplatz von Übergriffen durch die Terrororganisation Boko Haram.

Die bewaffneten Angriffe in diesem Gebiet haben nachgelassen, seitdem Boko Haram durch eine gemeinsame Militäraktion von Truppen aus Nigeria, Kamerun, Niger und dem Tschad geschwächt wurde. Jedoch werden nun vermehrt Selbstmordattentate verübt. Oft sind es junge Leute – sogar Mädchen –, die sich an einem belebten Ort in die Luft sprengen und andere Menschen mit in den Tod reißen.

Bischof Bruno Ateba Edo berichtet, die Menschen in der Region hätten mittlerweile eine Psychose entwickelt, weil jederzeit ein Anschlag geschehen könne. Kirchen seien bislang nicht zur Zielscheibe geworden. Freiwillige Helfer untersuchen jedoch die Messbesucher nach Waffen und Sprengstoff, große Handtaschen sind verboten.

Kinder in einem Flüchtlingslager in Kamerun.

Kinder in einem Flüchtlingslager in Kamerun.

Findet der Gottesdienst unter einem Baum statt, weil es in einem Ort keine Kirche gibt, so halten sich die Gläubigen oft bei den Händen und bilden eine Menschenkette, um zu verhindern, dass sich Attentäter unbemerkt unter die Betenden mischen.

Besonders groß ist die Angst auf den Märkten, denn dort werden immer wieder Attentate verübt. Ein besonders schwerer Anschlag ereignete sich am 19. Februar 2016 auf dem Markt der Ortschaft Mémé. Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich in die Luft und rissen zwanzig Menschen mit in den Tod. Dutzende weitere wurden verletzt.

Selbstmordanschlag auf einem Marktplatz

Manche Marktfrauen und Marktbesucher hatten Glück: Als der Anschlag passierte, waren sie gerade in die Kirche gegangen, um an einer Kreuzwegandacht teilzunehmen. Sie sagen heute: „Wir leben noch, weil wir in der Kirche waren. Ohne den Kreuzweg wären wir gestorben.“

Bischof Bruno Ateba Edo hat KIRCHE IN NOT um Hilfe gebeten, damit die katholische Pfarrei von Mémé die Angehörigen der Opfer und die Menschen, die bei dem Anschlag verletzt wurden, unterstützen zu kann. KIRCHE IN NOT hilft mit 7.000 Euro.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

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9.Nov 2016 12:15 · aktualisiert: 6.Apr 2018 17:51
KIN / S. Stein