LIBERIA

Exerzitien für Priester

Dennis Nimene, liberianischen Bischofskonferenz.

Dennis Nimene, liberianischen Bischofskonferenz.

Liberia erlebte zwischen 1989 und 2003 einen der blutigsten Bürgerkriege des afrikanischen Kontinents. Bis heute hat sich das westafrikanische Land nicht davon erholt.

Mehr als zwei Drittel der knapp fünf Millionen Liberianer glauben noch immer nicht an einen beständigen Frieden.

Grund dafür ist unter anderem, dass es bis heute keine gerichtlichen Verfahren gegen Kriegsverbrecher gegeben hat. Alle Ebenen des gesellschaftlichen Lebens sind von tiefem Misstrauen geprägt.

„Mehr als die Infrastruktur wurden unsere Seelen zerstört“, so Dennis Nimene von der liberianischen Bischofskonferenz.

Auch für die Kirche sind die Folgen des Krieges eine große Herausforderung. Nach Kriegsende und nach der Krise durch die Ebola-Epidemie wurden zwar psychologische Trauma-Heilungskurse angeboten, jedoch ist die spirituelle Dimension wesentlich.

Der Priester Gareth Jenkins steht auf einer Brücke in Liberia. An dieser Stelle erschossen Regierungstruppen während des Bürgerkriegs an einem Tag hunderte Männer, Frauen und Kinder. Ihre Körper wurden in den Fluss geworfen. Ein Junge überlebte und lief zu Gareth Jenkins. Der Priester konnte den Jungen nach Ghana bringen. Das Kind war ein Zeuge des Massakers und musste daher Bedrohungen durch das Militär befürchten.

Der Priester Gareth Jenkins steht auf einer Brücke in Liberia. An dieser Stelle erschossen Regierungstruppen während des Bürgerkriegs an einem Tag hunderte Männer, Frauen und Kinder. Ihre Körper wurden in den Fluss geworfen. Ein Junge überlebte und lief zu Gareth Jenkins. Der Priester konnte den Jungen nach Ghana bringen. Das Kind war ein Zeuge des Massakers und musste daher Bedrohungen durch das Militär befürchten.

2019 möchten die Bischöfe daher spirituelle Exerzitien für die Priester anbieten, damit diese den Laien besser helfen können. So werden in diesem Jahr 25 Priester der Diözese Cape Palmas die Gelegenheit haben, geistlich „aufzutanken”, Kraft zu schöpfen, sich untereinander auszutauschen und so neue Impulse mit in ihre Gemeinden zu nehmen.

KIRCHE IN NOT unterstützt dieses wichtige Vorhaben mit 4.600 Euro. Pro Priester sind dies 184 Euro für die Fahrtkosten, die Unterbringung und die Verpflegung.

Das dargestellte Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

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Schlagworte:
Bürgerkrieg · Exerzitien · Liberia · Priester · Trauma
KIN / S. Stein