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Pater-Werenfried-Stiftung unterstützt den neuen Kinofilm „Fatima – das letzte Geheimnis“

Pater-Werenfried-Stiftung unterstützt den neuen Kinofilm „Fatima – das letzte Geheimnis“

15.10.2018 aktuelles
Am 7. Oktober fand in Bonn-Bad Godesberg die Deutschlandpremiere des Films „Fatima – das letzte Geheimnis“ statt. Er zeigt die weltgeschichtlichen Auswirkungen der Ereignisse im Jahr 1917, als im kleinen portugiesischen Dorf Fatima die Gottesmutter Maria drei Hirtenkindern erschien.

Dass die Erscheinungen in Fatima aber nicht nur weltgeschichtlich, sondern auch eine individuelle Bedeutung haben, zeigt die Rahmenhandlung des Films von Regisseur Andrés Garrigó.

Die deutsche Fassung des Films wurde von der Pater-Werenfried-van-Straaten-Stiftung gefördert. Die Stiftung wird von KIRCHE IN NOT Deutschland verwaltet und widmet sich der Hilfe für notleidende Christen und der Evangelisation.
Blick ins Studio von KIRCHE IN NOT Deutschland in München.
Pater Werenfried van Straaten
Unsere Liebe Frau von Fatima.
In vielen Ländern wird die Muttergottes von Fatima verehrt, wie hier zum Beispiel in Kuba.

Mit Geschäftsführer Florian Ripka sprach Dr. Claudia Kaminski, Direktorin für Kommunikation beim katholischen Fernsehsender K-TV und Redakteurin bei Vatican News, über die Motivation zur Unterstützung dieses Films, die Medienarbeit von KIRCHE IN NOT – und warum die Erscheinungen von Fatima für viele verfolgte Christen hochaktuell ist.

DR. CLAUDIA KAMINSKI: Die Pater-Werenfried-van-Straaten Stiftung hat die deutsche Synchronfassung von „Fatima – das letzte Geheimnis“ finanziert. Was war die Motivation dahinter?

FLORIAN RIPKA: Fatima und KIRCHE IN NOT gehören einfach zusammen. Das fängt schon bei unserem Gründer Pater Werenfried van Straaten an. Er hat unser Werk mehrmals der Gottesmutter von Fatima geweiht.

Zum 100. Jubiläum der Erscheinungen von Fatima sind darum 2017 mehrere hundert Wohltäter von KIRCHE IN NOT aus 23 Nationen nach Fatima gepilgert. Sie haben dort die Weihe erneuert.

Wir Mitarbeiter von KIRCHE IN NOT in München versuchen das an jedem 13. eines Monats, dem Fatima-Tag, im Kleinen zu tun. Die Botschaft von Fatima ist also Teil unseres „geistlichen Erbgutes“! Außerdem ist neben der Hilfe für die verfolgte und notleidende Kirche auch der Einsatz für die Evangelisierung unser Grundauftrag. So hält es auch die Satzung unseres Werkes fest.

„Unterhaltsame Evangelisierung“

Wir unterstützen diesen Film und andere Formen der kirchlichen Medienarbeit, weil hier eine „unterhaltsame Evangelisierung“ geleistet wird. Das Kino erreicht breitere Schichten als jeder Glaubensvortrag. Die christliche Botschaft wird hier anschaulich, aber dennoch eindringlich vermittelt.

Sie haben den Gründer von KIRCHE IN NOT und seine enge Verbindung zu Fatima angesprochen. Woher kommt das?

Pater Werenfried hat sein Hilfswerk als eine Antwort auf die Botschaft von Fatima verstanden. Die Muttergottes spricht 1917 in Fatima von der „Bekehrung Russlands“ – genau in dem Jahr, als dort mit der kommunistischen Oktoberrevolution eines der dunkelsten Kapitel der Christenverfolgung anbrach.

Pater Werenfried hat sein Werk 1947 als Hilfsaktion für die deutschen Heimatvertriebenen begonnen. Bald kam die Sorge für die Christen hinter dem Eisernen Vorhang, die sogenannte „Ostpriesterhilfe“, dazu.

„Marias Aufruf in Fatima Folge leisten”

Auch als sich das Hilfswerk auf immer mehr Weltregionen ausbreitete, rief Pater Werenfried stets dazu auf, „Marias Aufruf in Fatima Folge zu leisten und dadurch die Bekehrung Russlands und den Frieden herbeizuführen versuchen“.

Dann müssen die Ereignisse der Wendejahre für Pater Werenfried und seine Mitarbeiter ja die Erfüllung eines Traumes gewesen sein …

Es war kein Traum, sondern eine erbetete Wirklichkeit. Als ab 1989 der kommunistische Machtbereich implodierte, hat Pater Werenfried und sein Werk tatkräftig bei der Wende mitgeholfen: einmal ganz wortwörtlich, als ein von KIRCHE IN NOT geförderter Radiosender zum Sprachrohr für Boris Jelzin bei der Niederschlagung des kommunistischen Putschversuches im August 1991 wurde.

Als Dank erlaubte die russische Regierung den Aufbau einer von Pater Werenfried initiierten „Fernsehbrücke Fatima-Moskau“. Am 13. Oktober 1991 wurden die Festlichkeiten in Fatima im sowjetischen Fernsehen ausgestrahlt.

Millionen Menschen schauten zu, die Wirkung war überwältigend. KIRCHE IN NOT hat in jenen Jahren auf Wunsch des heiligen Papstes Johannes Paul II. auch die russisch-orthodoxe Kirche in ihre Förderprogramme aufgenommen. Diese ökumenische Zusammenarbeit für die Evangelisierung Russlands besteht bis heute.

„Zusammenarbeit für Evangelisierung Russlands”
Nicht nur in Osteuropa, auch in vielen anderen Ländern setzt sich KIRCHE IN NOT heute für verfolgte und notleidende Christen ein. Welche Rolle spielt dabei die Botschaft von Fatima?

Eine sehr große. Ein Beispiel: Im Mai 2017 haben die Christen im syrischen Aleppo die Statue der Muttergottes von Fatima durch die Straßen ihrer schwer zerstörten Stadt getragen. Katholische und orthodoxe Kirchen machten mit, es waren tausende Menschen unterwegs. Es war das erste öffentlich sichtbare Zeichen christlichen Lebens nach über sechs Kriegsjahren.

KIRCHE IN NOT hat in den vergangenen 25 Jahren über 400 Projekte unterstützt, die mit der Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima verbunden waren – von Kirchenbauten mit diesem Patrozinium bis hin zu Gebetsbewegungen und Evangelisierungszentren.

Was hat aus Ihrer Sicht die Botschaft von Fatima notleidenden Christen heute zu sagen?

„Wer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt sich“, hat Papst em. Benedikt XVI. einmal treffend gesagt. Die Gottesmutter spricht in Fatima davon, dass Gottvergessenheit und mangelnde Bekehrungsbereitschaft viel Leid nach sich ziehen.

Plakat zum Film „Fatima – das letzte Geheimnis“.
Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland.
„Mangelnde Bekehrungsbereitschaft”

Das erleben wir tagtäglich: Nicht nur kommunistische Staaten wie Nordkorea unterdrücken bis heute das Christentum massiv. Der militante Islamismus ist für viele Menschen eine Quelle unvorstellbaren Leids.

Es gilt aber auch, was im dritten Geheimnis von Fatima steht: Die Engel fangen in Schalen „das Blut der Märtyrer auf und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten“. Mir kommt da der berühmte Ausspruch des Kirchenvaters Tertullian in den Sinn: „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche.“ Das gilt bis heute.

Das Zeugnis der Märtyrer kann für uns Ansporn zu Bekehrung und Sühne sein, von der die Botschaft von Fatima auch spricht. Stellvertretende Sühne ist nicht populär – und doch ist sie der Kern unseres Glaubens.

„Stellvertretende Sühne ist nicht populär”

KIRCHE IN NOT ist nicht nur ein Hilfswerk, sondern auch eine Gebetsgemeinschaft. Wir rufen unsere Wohltäter zum stellvertretenden Gebet auf: für die leidenden Christen, aber auch für die vielen Menschen, die nicht mehr glauben.

Kommen wir von der Fatima-Botschaft zur Medienarbeit von KIRCHE IN NOT: Sie betreiben in München ein eigenes Fernsehstudio. Was steckt dahinter?

Das Studio gehört der Pater-Werenfried-van-Straaten-Stiftung. Wir produzieren dort im Monat rund 240 Sendeminuten. Das produzierte Material stellen wir vorrangig den christlichen Fernsehsendern EWTN, K-TV und Bibel TV zur Verfügung.

Selbstverständlich stehen auch alle Produktionen im Internet, zum Beispiel in unserer Mediathek. Wir möchten damit einen Beitrag für alle Menschen leisten, die in ihrem Umfeld nicht mehr die geistliche Nahrung bekommen, die sie für ein erfülltes Glaubensleben benötigen.

„Stimme im Wertediskurs unserer Gesellschaft”

Ich sehe die katholische Medienarbeit auch als eine Stimme im Wertediskurs unserer Gesellschaft. Wir Katholiken haben der gesamten Gesellschaft etwas zu bieten.

Die Inhalte unserer katholischen Fernseharbeit sind das Evangelium, die Lehre der Kirche und authentische Glaubenszeugnisse. Besser geht’s nicht. Und diese Klarheit schätzen viele Zuschauer – ob beim christlichen Film oder in der Fernseharbeit.

Weihegebet von Pater Werenfried an die Muttergottes:

„Ja, wir weihen unser ganzes Werk und uns selbst Dir, Maria, Mutter Jesu, allerreinste Jungfrau, mächtige Fürsprecherin, Vorbild aller Menschen, Unbefleckte! Bewahre uns in der Liebe Deines Sohnes, schütze uns vor den Gefahren dieser Welt und führe uns sicher zum Herzen Gottes.

Und gib, Mutter, dass, wenn wir durch das dunkle Tor des Todes gegangen sind und vor dem Richterstuhl Deines Sohnes stehen werden – gib, dass wir Dich dort finden mit einem Lächeln in Deinen Augen und dass wir ruhig sagen dürfen: Grüß Dich, Mutter!“

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