Spenden
Pater-Werenfried-van-Straaten-Stiftung

Pater-Werenfried-van-Straaten-Stiftung

WAS WIR TUN

Was wir tun

Die Grundsätze der Pater-Werenfried-van-Straaten-Stiftung sind an denen des Hilfswerks KIRCHE IN NOT orientiert. Die Stiftung dient dem KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe e. V. als Förder- und Sammelstiftung.

Das Hilfswerk KIRCHE IN NOT leistet überall dort Hilfe, vorwiegend im pastoralen Bereich, wo die katholische Kirche verfolgt wird oder durch andere Notlagen in der Erfüllung ihrer Sendung behindert ist.

Aus diesem seelsorglichen Charakter des Hilfswerks geht hervor, welche Ziele das Werk und die Stiftung verfolgen und welche Projekte besonders unterstützt werden sollen.

Orientierung bieten auch die von Pater Werenfried van Straaten verfassten „Geistlichen Richtlinien” für Leiter, Mitarbeiter und Wohltäter des Hilfswerkes.

Aufgaben

Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.

 

Die Stiftung dient dem KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe e. V. als Förder- und Sammelstiftung gemäß Paragraf § 58 Nr. 1 AO.

Aus Platzgründen geben wir hier nur einen Ausschnitt aus dem Satzungszweck wieder. Die ausführliche Satzung der Pater-Werenfried-van-Straaten-Stiftung ist in unserem Münchner Büro erhältlich.

Die Stiftungszwecke werden erfüllt insbesondere durch:

• Hilfeleistung, vorwiegend im pastoralen Bereich, überall dort, wo die katholische Kirche verfolgt wird oder durch andere Notlagen an der Erfüllung ihrer Sendung behindert wird. Ferner gewährt die Stiftung geistliche und materielle Unterstützung an Flüchtlinge und Vertriebene.

• Förderung der katholischen Bildungsarbeit, der Evangelisation und der Ausbreitung des christlichen Glaubens, insbesondere durch die Herausgabe und Weitergabe von christlicher Literatur wie Bibeln, Büchern und anderen Schriften sowie durch Radio- und Fernsehsendungen.

Die Stiftung ruft die Allgemeinheit, vor allem die katholischen Gläubigen, zu geistlicher und materieller Hilfe auf.

Kinder aus Peru mit der Kinderbibel von KIRCHE IN NOT.
Kinderbibel von KIRCHE IN NOT.

Weltweite Evangelisation

Die Pater-Werenfried-van-Straaten-Stiftung und KIRCHE IN NOT helfen den Ortskirchen weltweit bei ihrer seelsorglichen Arbeit. Wir sind überall, wo die Kirche uns braucht. Der Wahlspruch „… damit der Glaube lebt!” soll dies verdeutlichen.

 

Die Mission (= Sendung) der Kirche gehört als Fortsetzung der Sendung Christi zu den Grundaufgaben der Kirche. Im Missionsdekret des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es: Die pilgernde Kirche ist ihrem Wesen nach „missionarisch” (d. h. als Gesandte unterwegs), da sie selbst ihren Ursprung aus der Sendung des Sohnes und der Sendung des Heiligen Geistes herleitet, gemäß dem Plan Gottes des Vaters (Ad Gentes 2).

Mission/Evangelisierung ist nur glaubhaft, wenn sie mit entsprechender Praxis verbunden ist, wie Einsatz für die Menschenwürde, für Befreiung, Gerechtigkeit, Solidarität. Die Förderung der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen ist wesentlicher Bestandteil der Evangelisierung.

Bei der missionarischen Tätigkeit sind zwei Dimensionen zu unterscheiden:

1. Mission als Erst-Evangelisierung: die Mission/Evangelisierung jener, die noch nicht von Christus gehört haben und als Konsequenz die Errichtung neuer Ortskirchen.

2. die sog. Neu-Evangelisierung, also die Wiederbelebung und Stärkung des Glaubens bei jenen, die schon anfanghaft mit der christlichen Botschaft in Berührung gekommen sind – Neubelebung bereits bestehender Ortskirchen.

Für die missionarische Tätigkeit sind in erster Linie die Bischöfe verantwortlich, die die einzelnen Teilkirchen leiten. Unter ihrer Führung sind alle Christen eingeladen, an ihr mitzuwirken, denn die ganze Kirche ist missionarisch „und das Werk der Evangelisierung eine Grundpflicht des Gottesvolkes” (Ad Gentes 35).

 

Es gibt weltweit Regionen, in die die Botschaft des Evangeliums noch nicht vorgedrungen ist. Dazu gehören viele Gebiete Afrikas. Vielfach ist die Kirche  – außer in Nordafrika und Äthiopien – nicht viel älter als 100 Jahre. Auch heute noch gibt es Ländern, in denen es immer noch viele ausländische Missionare gibt, vor allem aus Lateinamerika und Indien, weil die Zahl der einheimischen Priester längst nicht ausreicht.

In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Nigeria, gibt es erfreulicherweise so zahlreiche Berufungen, dass Missionare in andere afrikanische Länder ausgesandt werden können.

Eine große Herausforderung für die Kirche ist der hohe Anteil an Analphabeten in der Bevölkerung. Oft ist die von KIRCHE IN NOT herausgegebene Kinderbibel das erste Buch, das die Menschen in Händen halten und mit dem sie lesen lernen. In manchen Sprachen gehört unsere Kinderbibel zu den ganz wenigen Schriftstücken, die in gedruckter Form existieren. Das Bibelapostolat ist ein wichtiger Teil der Evangelisierung.

Teilnehmende eines Kurses für Ordensschwestern in der Demokratischen Republik Kongo.
Bei einem Aids-Präventionskurs in Simbabwe.
Eine zweite große Herausforderung, vor der der Kontinent steht, ist die Ausbreitung von Aids. Im Rahmen der Evangelisierung kommt den kirchlichen Workshops zur Aids-Aufklärung eine besondere Bedeutung zu. Hier werden christliche Werte vermittelt. Die Menschen lernen zum Beispiel, dass nur eine im Einklang mit der menschlichen Würde gestaltete Sexualität die Ausbreitung von Aids hindern kann. In Uganda gibt es dank der kirchlichen Aids-Programme erste Änderungen im Verhalten der Bevölkerung.

 

Die zunehmende Ausbreitung des dschihadistischen Terrors erschüttert viele Länder Afrikas. Er richtet sich nicht nur gegen die Arbeit und Präsenz der Kirche, sondern auch gegen die einheimische muslimische Bevölkerung. Die Dschihadisten möchten einen Keil in das friedliche Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Religionen treiben. Besonders betroffen sind die Länder Westafrikas (Burkina Faso, Niger, Nigeria), aber auch in anderen Teilen des Kontinents sind dschihadistische Gruppen aktiv.

Asien ist vor allem durch die Präsenz des Hinduismus und Buddhismus geprägt. Erste Kontakte mit der christlichen Botschaft gab es bereits früh – man denke nur an die Thomas-Christen in Indien. Auch in der Mongolei reichen die Anfänge des Christentums weit ins erste Jahrtausend zurück.

Dennoch bilden in den meisten Ländern Asiens die Christen – mit wenigen Ausnahmen wie Osttimor und die Philippinen – eine Minderheit. Vor allem der Nordosten Indiens, Indonesien und Papua-Neuguinea zählen zu den Erst-Evangelisierungsgebieten. Hier ist es vor allem die animistisch geprägte Bevölkerung ethnischer Minderheiten, die sich der Kirche zuwenden.

Aber auch wenn die Kirche nur eine Minderheit der Bevölkerung repräsentiert, ist sie dank ihres Beitrags im pädagogischen und sozialen Bereich hoch angesehen. Gerade die katholischen Schulen haben einen so guten Ruf, dass auch viele Nichtchristen ihre Kinder dorthin schicken. Die anerkannten sozialen Aktivitäten spielen eine wichtige Rolle im Dialog mit dem Islam und dem Hinduismus.

 

In Lateinamerika ist das Christentum seit fünf Jahrhunderten präsent, aber Säkularisierung, Armut und die aggressive Ausbreitung von Sekten stellen die Kirche heute vor große Herausforderungen. Dort versuchen wir verstärkt Katechese sowie das Bibel- und Medienapostolat.

Auf der anderen Seite ist die Kirche Lateinamerikas durchaus missionarisch geprägt: Viele lateinamerikanische Missionare wirken heute vor allem in Afrika.

Neben der Erst-Evangelisierung unterstützt unsere Stiftung die Neu-Evangelisierung. Darunter fallen vor allem Projekte in ehemals kommunistisch beherrschten Ländern Ost- und Mitteleuropas. Nach der politischen Wende stand hier die Reorganisation und der Wiederaufbau kirchlicher Strukturen im Vordergrund, zusammen mit einer verstärkten Pastoralarbeit und Katechese.

Kinder aus Brasilien mit der Kinderbibel von KIRCHE IN NOT.