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Unterstützung des Priesterseminars in Iwano-Frankiwsk (Ukraine)

Unterstützung des Priesterseminars in Iwano-Frankiwsk (Ukraine)

Im Westen der Ukraine liegt die griechisch-katholische Erzeparchie von Iwano-Frankiwsk. Griechisch-katholisch bedeutet, dass die Liturgie im byzantinischen Ritus gefeiert, aber der Papst als kirchliches Oberhaupt anerkannt wird.

 

Der überwiegende Teil der Bevölkerung in der westlichen Ukraine gehört der griechisch-katholischen Kirche an. Mit 450 Priestern, deren Altersdurchschnitt bei ca. 35 Jahren liegt, hat die Erzerparchie auch die meisten griechisch-katholischen Priester des Landes.

201 junge Männer bereiten sich derzeit am Priesterseminar von Iwano-Frankiwsk auf die Priesterweihe vor. Sie stammen aus fünf ukrainischen Diözesen. Über sechs Jahre hinweg werden sie am Seminar ihr Philosophie- und Theologiestudium absolvieren.

Segnung der Studenten im Priesterseminar von Iwano-Frankiwsk.

Gebäude mit wechselvoller Geschichte

Das Gebäude des Priesterseminars stammt aus dem 19. Jahrhundert. Zu sowjetischer Zeit, als die Kirche verfolgt wurde, diente es als kommunistische Kaderschmiede. Als das Gebäude 1995 nach dem Ende des Kommunismus der Kirche zurückgegeben wurden, befand es sich in schlechtem Zustand.

 

Der Seminarbetrieb wurde unter provisorischen Bedingungen aufgenommen. Die damaligen Seminaristen krempelten die Ärmel hoch und halfen tatkräftig bei der Instandsetzung des Seminars, die damals von KIRCHE IN NOT unterstützt wurde. Auch in der jüngeren Vergangenheit wurde das Seminar von KIRCHE IN NOT bei notwendigen Bauarbeiten zum Erhalt und zur Vergrößerung des Seminargebäudes unterstützt. Die Seminaristen legten auch hier Hand an, um die Kosten möglichst niedrig zu halten.

Um die Ausbildung der Studenten nicht zu unterbrechen, wird das ganze Haus in drei Etappen entkernt und renoviert. Die Zeiten, da man sich zu dritt einen Schlafraum teilen musste, sind nun hoffentlich bald Vergangenheit.

Drei Studenten teilen sich ein Zimmer.
Das Priesterseminar in Iwano-Frankiwsk.
Vorlesung im Priesterseminar von Ivano-Frankivsk.

Steigende Kosten bei weniger Einnahmen

Die Preise für Strom, Wasser, Gas und Lebensmittel steigen unaufhörlich. Im vergangenen Jahr musste das Seminar eine Erhöhung der Gesamtkosten um 15 Prozent für das akademische Jahr 2019/20 verkraften. Das Seminar versucht, mit eigenen Feldern, einer Imkerei und etwas Viehzucht der Krise zu begegnen. Häufig hilft das Seminar auch armen Menschen in der Region. Doch das Geld reicht nicht aus. Eine Unterstützung seitens des Staates gibt es nicht.

 

Hinzu kam aktuell noch die Corona-Problematik: „Dadurch, dass alle Kirchen seit drei Monaten für Besucher geschlossen sind, konnten wir etwa 50.000 Euro in Pfarreien in diesem Jahr nicht sammeln. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren, sodass unsere Spenden drastisch zurückgingen.

Seit März 2020 sind wir auch nicht mehr in der Lage, den Betreuern des Priesterseminars (Regens, Subregens, Spirituale etc.) sowie den Lehrkräften ihre vollen Gehälter zu zahlen, sodass sie nur 15 Prozent des Gehalts bekommen“, schreibt der Erzbischof und Metropolit der ukrainisch griechisch-katholischen Erzeparchie Ivano-Frankiwsk, Wolodymyr Wijtyschyn.

600 Euro pro Seminarist versprochen

Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten für einen Studenten im Seminar der westukrainischen Großstadt liegen aktuell bei etwa 1.250 Euro pro Jahr. Wir haben für dieses Jahr 600 Euro pro Seminaristen versprochen.

 

KIRCHE IN NOT unterstützt Jahr für Jahr die Ausbildung der angehenden Priester. Denn die Kosten für Strom, Gas, Wasser, Lebensmittel und alle anderen notwendigen Dinge steigen stark. Das Seminar kann nicht allein für die Kosten aufkommen. Insgesamt werden für die 201 jungen Männer 120.600 Euro benötigt.

Gottesdienst in der Kapelle des Seminars.
Wolodymyr Wijtyschyn (Bildmitte), Erzbischof der ukrainischen griechisch-katholischen Erzeparchie Iwano-Frankiwsk.

„Ihre Hilfe ist Zeichen christlicher Liebe“

In einem Brief dankt der Ortsbischof für die Unterstützung durch die Wohltäter von KIRCHE IN NOT: „Ohne Sie, Ihre große Arbeit und Ihre Leistung wäre es nicht möglich gewesen, so eine wichtige finanzielle Unterstützung für unser Priesterseminar zu bekommen, sodass wir Ihnen für Ihre Solidarität sehr dankbar sind und jeden Tag für Sie sowie auch für all Ihre Wohltäter mit großer Dankbarkeit beten.

 

Ihre Hilfe ist ein Zeichen Ihrer christlichen Liebe, die Sie mit uns teilen. Dafür sind wir Ihnen sehr dankbar. Möge der Allmächtige Gott Ihre Taten segnen und Sie auf Ihrem Lebensweg begleiten.“

Das ist auch eine Investition in die ukrainischen Gemeinden in der Diaspora. Denn etliche der jungen Priester aus dem Seminar gehen später nach Kasachstan, Italien oder in andere Länder und Kontinente.

Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, so geben Sie bitte die Projektnummer an: UKRAINE / IVANO-FRANKIVSK-UCR 20/00805 (ID 2003623). Sie können dieses Projekt auch mit einem Dauerauftrag unterstützen. Das vorgestellte Projekte ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesen oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von KIRCHE IN NOT/Ostpriesterhilfe ermöglichen.

- Pater Werenfried van Straaten

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