Gedanken zum Monat Juli von Pater Werenfried van Straaten:

Gedanken zum Monat Juli

Gott liebt die Kinder

Pater Werenfried

Pater Werenfried.

Gott ist der Freund der Kleinen. Wie bewegt wir auch sein mögen, wenn wir in den Augen eines Kindes einen Schimmer des verlorenen Paradieses entdecken, es ist nichts im Vergleich zu dem, was der Herr empfindet, wenn er sieht, dass sich die Reinheit seines eigenen Wesens in ihren Augen widerspiegelt.

Er hat seine Freude an ihrer Frische und Klarheit. Darum will er, dass man den Kindern, denen das Himmelreich gehört, nicht verwehre, zu ihm zu kommen.

Und die stärkste Äußerung von Zärtlichkeit, die von ihm überliefert ist, bezieht sich auf jenes unbekannte Kind, das er „in seine Arme nahm” (vgl. Mk 9,36). Er liebte die Kinder so über alle Maßen, dass er sich ganz mit ihnen identifizierte: „Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf” (vgl. Mk 9,37).

So schreibt er uns für die Kinder dieselbe Ehrfurcht, Sorge und Liebe vor, die wir ihm selbst schulden.

Und voraussehend, was gewissenlose Verderber seinen kleinen Schützlingen antun würden, schleuderte er das grausige Wort in die Welt hinein: „Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde” (vgl. Mk 9,42).

(entnommen aus „Werenfried van Straaten – Bettler für Gott. Autobiographische Aufzeichnungen und ausgewählte Gedanken des Speckpaters”)

7.Nov 2008 17:00 · aktualisiert: 28.Jun 2019 11:59
KIN / S. Stein