Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Mk 13,31

Im Glauben verwurzelt

Frau in farbenfroher Kleidung steht in einer Kirche vor einem Altar mit einem kunstvoll gestalteten Tabernakel.
© Ismael Martínez Sánchez / ACN
Gläubige Frauen und Männer beten gemeinsam während eines Gottesdienstes in einer Kirche.
© Ismael Martínez Sánchez / ACN

Glaube ist für viele Menschen eine tragende Kraft. Sie schenkt ihnen Orientierung, Halt und Hoffnung im Alltag. Er prägt das Denken, Fühlen und Handeln und ist der Ursprung spiritueller Verbundenheit. Rund 80 Prozent der Weltbevölkerung bezeichnen sich als religiös.

Das Hilfswerk KIRCHE IN NOT stärkt mit seinen mehr als 5000 Projekten pro Jahr den Glauben der Menschen. Im Kern hat die Organisation katholische Wurzeln. Katholisch bezieht sich dabei nicht nur auf die Verbindung zum Papst – KIRCHE IN NOT ist ein Hilfswerk päpstlichen Rechts –, sondern auch in seinem ursprünglichen Wortsinn: allumfassend. Die Hilfe, die die katholische Kirche weltweit anbietet, kommt allen Menschen zugute, die Hilfe brauchen und Hoffnung suchen. 

Die 5 Säulen von KIRCHE IN NOT

KIRCHE IN NOT stützt sein Wirken auf fünf Säulen, die den Glauben lebendig erhalten und in der Welt verbreiten: den pastoralen Charakter, das Gebet, das Opfer, die Evangelisierung und die tätige Liebe. Ziel ist es, das geistliche Leben zu fördern und den Menschen Beistand zu bieten – geistlich und materiell. KIRCHE IN NOT hilft vor allem dort, wo die Kirche verfolgt, bedrängt und an der Erfüllung ihrer Sendung gehindert wird oder wo sie nicht genügend Mittel dafür hat.

Der pastorale Charakter – Begleitung und Seelsorge als Herzstück des Glaubens

Der pastorale Auftrag ist das zentrale Merkmal der Arbeit von KIRCHE IN NOT. Er gibt den Hilfsaktionen einen tieferen Sinn. Unser Hilfswerk unterstützt Gemeinden und Seelsorger darin, den Glauben lebendig zu halten und Christen jeden Alters zu begleiten. Durch die Weitergabe der Glaubenszeugnisse wird die Kraft des Evangeliums sichtbar.

Durch den pastoralen Dienst werden Christen befähigt, ihren Glauben im Alltag zu leben und weiterzugeben. KIRCHE IN NOT fördert deshalb Projekte, die die pastorale Arbeit vor Ort unterstützen, um die geistliche Betreuung auch unter schwierigen Bedingungen sicherzustellen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfüllen den pastoralen Auftrag, indem sie über die verfolgte und notleidende Kirche informieren. Für sie gibt es auch geistliche Angebote wie regelmäßige Gottesdienste und Gebetszeiten und die Möglichkeit für Exerzitien, um den Glauben zu stärken oder darin zu wachsen.

Ein Priester spricht mit zwei Frauen in einer schlicht eingerichteten Kirche mit einem Kreuz im Hintergrund.
© Ismael Martínez Sánchez / ACN
Ein Mann und eine Frau sitzen im Gespräch mit anderen Menschen.
Shafqat Emmanuel und Shagufta wurden in Pakistan unter falschen Blasphemievorwürfen verhaftet.

Das Gebet – das unsichtbare Band zum Göttlichen

Das Gebet ist ein zentrales Element jedes Glaubenslebens. Es ist die Verbindung zwischen Gläubigen und Gott. Es stärkt die tägliche Bereitschaft zum missionarischen Eifer der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Wohltäter. Dadurch wird das Hilfswerk zu einer weltweiten Gebets- und Glaubensgemeinschaft. KIRCHE IN NOT ruft dabei nicht nur zum Gebet für die verfolgten Christen auf, sondern auch zum Gebet für die Verfolger. Das macht den christlichen Glauben aus.

Auch wenn ein Projektantrag einmal abgewiesen werden muss, weil er nicht der Zielsetzung von KIRCHE IN NOT entspricht oder die finanziellen Möglichkeiten übersteigt, bittet unser Hilfswerk um das Gebet, dass Gott auf andere Weise dieser Not abhelfe. So wird das Gebet zur lebendigen Kraft, die Hoffnung weckt und Glauben festigt. In dieser Haltung verwalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortungsbewusst, sorgfältig und transparent die Spenden. Das Hilfswerk ist der Muttergottes von Fatima geweiht. Sie ist die Schutzpatronin von KIRCHE IN NOT.

Das Opfer – Hingabe und Solidarität als Ausdruck des Glaubens

Als Hilfswerk für die leidende und verfolgte Kirche nimmt KIRCHE IN NOT bewusst am Geheimnis des Kreuzes teil. Aus dem Glauben an die Liebe Gottes, der für uns am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden ist, möchte das Hilfswerk den verfolgten und leidenden Christen zur Seite stehen und ihnen eine Stimme in der Öffentlichkeit geben.

Das Opfer symbolisiert die Bereitschaft, etwas von sich selbst zu geben – aus Liebe zu Gott und den Mitmenschen. Glaube ist also nicht nur innerlich statisch, sondern zeigt sich in tatkräftigem Engagement. KIRCHE IN NOT ruft dazu auf, Opfer zu bringen, um notleidenden Christen weltweit beizustehen. Das Opfer schafft Verbindung und Solidarität, fördert Gemeinschaft und macht den Glauben sichtbar und erlebbar.

Evangelisierung – Den Glauben weitertragen und Menschen erreichen

Evangelisierung bedeutet, die Botschaft des Evangeliums weiterzugeben und Menschen für den Glauben zu begeistern. KIRCHE IN NOT sieht hierin einen Auftrag, die Kirche aufzubauen und sie zu stärken. Durch Medienarbeit, Bildungsprojekte und Mission unterstützt die Organisation die Verkündigung des Wortes Gottes.

Daher beteiligt sich KIRCHE IN NOT aktiv an der Evangelisierung der Völker. Das geschieht beispielsweise durch die Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“, die in über 190 Sprachen erhältlich ist. Aber auch durch Medienarbeit, Bildungsprojekte und Mission unterstützt unser Hilfswerk die Verkündigung des Wortes Gottes. Dadurch wird der Reichtum der geistlichen Gaben und Charismen der Kirche sichtbar und die Frohe Botschaft des Evangeliums lebendig.

Tätige Liebe – Glauben konkret leben durch Nächstenliebe und Hilfe

Durch die Verbundenheit im christlichen Glauben soll jede Tat der christlichen Nächstenliebe auf Gott gerichtet sein. Dadurch unterscheidet sie sich von rein humanitärer Hilfe. Die tätige Liebe ist die Umsetzung des Glaubens in konkretes Handeln. Sie zeigt sich in der Hilfe für bedürftige, kranke, geflüchtete oder verfolgte Menschen. Die guten Taten lassen den Menschen erfahren, dass „Geben seliger ist als Nehmen“ (vgl. Apg 20,25).

KIRCHE IN NOT möchte weltweit dem Auftrag der Kirche dienen und eine Brücke der Liebe zwischen den Wohltätern und Empfängern sein. Die tätige Liebe macht dabei den Glauben greifbar und bringt Gottes Nähe zu denen, die sie am meisten brauchen.

Zwei Priester begutachten frisch gebackene Brote in einer Bäckerei.
© Ismael Martínez Sánchez / ACN