Das Wort des HERRN ist redlich, all sein Tun ist verlässlich.
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Ein Mess-Stipendium ist die freiwillige Gabe für die Feier einer heiligen Messe in einem bestimmen Anliegen. Die Spende für ein Mess-Stipendium geht an den Priester, der die heilige Messe feiert.
KIRCHE IN NOT gibt alle Mess-Stipendien an Priester in Ländern weiter, in denen diese für ihre Arbeit wenig oder gar keinen Lohn bekommen, zum Beispiel in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa. Die Vergabe von Mess-Stipendien ist im Kirchenrecht der katholischen Kirche genau geregelt. KIRCHE IN NOT hält sich strikt daran.
KIRCHE IN NOT leitet die Mess-Stipendien an Diözesen und Ordensgemeinschaften weiter. Diese haben vorher ein Gesuch an KIRCHE IN NOT gerichtet und müssen die Notlage der Ihnen anvertrauten Priester darlegen. Jeder Bischof und jeder Ordensobere garantiert mit Übernahme der Mess-Stipendien dafür, dass diese in vollem Umfang und in den Anliegen der Geber gefeiert werden.
Die Diözesen und Ordensgemeinschaften geben die Mess-Stipendien dann an ihre Priester weiter. Jeder Priester ist unter Sünde und Androhung von Kirchenstrafen dazu verpflichtet, die heiligen Messen zu feiern. Über die Verwendung des mit dem Mess-Stipendium verbundenen Geldbetrags entscheidet der Priester in der Regel selbst, ist natürlich aber auch dabei an das Versprechen bei seiner Priesterweihe gebunden, ein einfaches Leben zu führen und den Armen beizustehen.
Empfänger des Mess-Stipendiums ist immer der Priester, der die heilige Messe feiert. Dieser bekommt das Stipendium von seiner Diözese oder Ordensgemeinschaft, die KIRCHE IN NOT darum gebeten haben. Sie müssen dazu ihre Notlage ausreichend darlegen und die Weitergabe der Mess-Stipendien belegen.
KIRCHE IN NOT gibt Mess-Stipendien ausschließlich an Priester in Ländern weiter, wo Armut, Not, Krieg oder Verfolgung herrschen. Die Priester dort bekommen wenig oder gar keinen Lohn. Mess-Stipendien tragen dazu bei, dass sie überleben und ihre Seelsorgearbeit ausüben können.
Das können persönliche Gebetsanliegen, freudige oder traurige Anlässe sein: Hochzeit, Ehejubiläum, Taufe, Erstkommunion, Firmung, Einschulung, Schulabschluss, Krankheit, Heilung und viele weitere Anlässe.
Sie können auch eine heilige Messe für Freunde oder Bekannte stiften. Sehr viele Spender bitten darum, dass der Priester die heilige Messe für verstorbene Menschen feiert – Eltern, Großeltern, Ehepartner und andere. Für Verstorbene gibt es auch eine besondere Form des Mess-Stipendiums, die sogenannte „Gregorianische Messe“
Es gibt verschiedene Arten des Mess-Stipendiums. Sie können einmalig spenden oder eine regelmäßige Messstiftung veranlassen. Am einfachsten geht das mit unserem Onlineformular. Gern unterstützen wir Sie bei Fragen auch persönlich, hier finden Sie unsere Kontaktdaten.
Mess-Stipendien dienen dem Unterhalt des Priesters und helfen ihm, seine Arbeit zu finanzieren. KIRCHE IN NOT gibt Mess-Stipendien zu 100 Prozent an Seelsorger in armen Ländern weiter, wo sie wenig oder gar keinen Lohn erhalten. Dort sind Mess-Stipendien oft das einzige Einkommen für Priester. Diese verwenden sie aber nicht nur für ihren Lebensunterhalt: Oft finanzieren sie damit auch Anschaffungen für die Kirche – oder das Benzin für ein Auto, um kranke Gemeindemitglieder zum Arzt zu bringen.
Mess-Stipendien gehen auf die ersten Jahrhunderte des Christentums zurück. Gläubige brachten bei der heiligen Messe neben Brot und Wein auch andere Gaben zum Altar. Diese waren für den Lebensunterhalt des Priesters und arme Gemeindemitglieder besteht. In einigen Ländern, zum Beispiel auf dem afrikanischen Kontinent, gibt es diesen Brauch heute noch.
Nach und nach hat sich folgender Brauch eingebürgert: Wenn Gläubige verhindert waren, zur heiligen Messe zu kommen, gaben sie dem Priester eine (Geld-)Spende – oft verbunden mit der Bitte, für sie und in ihren Anliegen zu beten. Daraus entwickelt sich dann der Brauch des Mess-Stipendiums.
Der theologische Hintergrund, um eine heilige Messe zu stiften, ist immer gleichgeblieben: Die Feier der heiligen Messe ist die Quelle und der Höhepunkt des katholischen Glaubens. In keiner Feier sind die Gläubigen so sehr verbunden wie in der heiligen Messe. Nach katholischem Glauben umfasst diese Verbindung Himmel und Erde, Lebende und Verstorbene, Anwesende und Abwesende.
Die Gläubigen tragen mit Ihren Spenden zum Unterhalt der Kirche oder zur Arbeit der Seelsorger bei – das gilt auch und besonders für die Mess-Stipendien. Sie sind komplett freiwillig.
Gleichzeitig unterstützen Mess-Stipendien den Unterhalt und die Arbeit der Priester. In Ländern, wo Priester für ihre Arbeit Lohn erhalten, ist das weniger relevant. Darum sind dort die Richtwerte für Mess-Stipendien oft auch geringer. Aber für Priester in Kriegs- und Krisenregionen, wie zum Beispiel in Afrika oder Asien, sind Mess-Stipendien oft die einzige Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Oft unterstützen die Priester mit Mess-Stipendien auch Gemeindemitglieder, die noch ärmer sind als sie.
Ein Mess-Stipendium der katholischen Kirche stiftet Gemeinschaft in der höchsten Feier des katholischen Glaubens, bei der heiligen Messe. Viele Menschen empfinden es als Trost, wenn jemand für sie und ihren Anliegen betet. Mess-Stipendien unterstreichen, was Papst Benedikt XVI. einmal gesagt hat: „Wer glaubt, ist nie allein!“
Die Gnade Gottes kann nicht „gekauft“ oder gehandelt werden. Im Laufe der Kirchengeschichte gab es Fehlentwicklungen, die zu Recht kritisiert worden sind. Heute ist ein Mess-Stipendium und seine Übermittlung genau im Kirchenrecht der katholischen Kirche geregelt. Der Priester feiert die heilige Messe immer „kostenlos“. Das Mess-Stipendium ist eine zusätzliche und freiwillige Unterstützung für seine Arbeit und seinen Lebensunterhalt.
Sie können KIRCHE IN NOT gern Ihre Gebetsanliegen mitteilen, wenn Sie heilige Messen stiften. Unsere Mitarbeiter zeichnen diese Anliegen gewissenhaft auf. Regelmäßig beten wir in den Anliegen unserer Wohltäter. Weil wir jährlich über eine Million Mess-Stipendien weitergeben, wäre eine Übermittlung der detaillierten Anliegen an jeden einzelnen Priester ein großer zeitlicher und letztlich auch finanzieller Aufwand.
Wie es das Kirchenrecht vorsieht, feiern die Priester die heilige Messe „in der gegebenen Intention“ der Wohltäter („ad intentionem dantis“ nennt es das Kirchenrecht). Er betet darin mit seiner Gemeinde für die Spender, die Mess-Stipendium gestiftet haben. Gott kennt alle unsere Anliegen – das wichtigste ist die Verbindung in der Feier der heiligen Messe!
KIRCHE IN NOT leitet pro Jahr über eine Million Mess-Stipendien weiter. Genaue Uhrzeiten und Tage zu ermitteln, wann die heilige Messe in Ihrem Anliegen gefeiert wird, ist organisatorisch nicht machbar. Es gibt eine Ausnahme: Wenn Sie eine „Gregorianische Messe“ stiften, also 30 heilige Messen für Verstorbene an aufeinanderfolgenden Tagen, können wir Ihnen gern mitteilen, in welchem Zeitraum und an welchem Ort die Messen gefeiert werden. Das sind in diesem Fall meistens Klöster oder Priesterseminare. Fragen Sie dazu einfach bei uns nach!
Die heilige Messe ist immer „kostenlos“. Ein Mess-Stipendium ist kein Preis, sondern ein Richtwert. KIRCHE IN NOT ist ein päpstliches Hilfswerk und hat deshalb vom Vatikan die Erlaubnis erhalten, Richtwerte für Mess-Stipendien selbst festzusetzen. Dieser liegt für bei zehn Euro für die Feier einer heiligen Messe. Es gibt weitere Formen des Mess-Stipendiums wie Triduen, Novenen oder die Gregorianische Messe. Nähere Infos und die dafür erbetenen Mess-Stipendien können Sie hier nachlesen.
Das deutsche Steuerrecht erlaubt es leider nicht, für Mess-Stipendien Spendenquittungen auszustellen. Alle anderen Spenden an KIRCHE IN NOT können Sie auch steuerlich geltend machen, da wir eine gemeinnützige Organisation sind.
Jede Diözese kann die Beträge für ein Mess-Stipendium selbst festsetzen. In den meisten deutschen Bistümern liegt der Richtwert für ein Mess-Stipendium bei fünf Euro. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Priester in Deutschland von ihren Diözesen bezahlt werden und deshalb nicht auf die Mess-Stipendien angewiesen sind.
Bei KIRCHE IN NOT ist das anders: Unsere Mess-Stipendien gehen an Priestern in armen Ländern. Dort sind sie oft ihre einzige Einkommensquelle. Von daher erbitten wir pro Mess-Stipendium einen Betrag von zehn Euro, um unseren Projektpartnern wirksamer und besser helfen zu können. Jedes Mess-Stipendium geht eins zu eins an die Priester in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa, ohne Verwaltungskosten.
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