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Hag 2,5

Papst Leo XIV. reist nach Südamerika: „Der Papst kommt nach Hause“

Papst Leo XIV. besucht vom 6. bis 17. November 2026 die südamerikanischen Länder Uruguay, Argentinien und Peru. Besonders in Peru, wo er viele Jahre als Missionar und Bischof tätig war, wird seine Rückkehr mit großer Freude erwartet. Das katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) unterstützt die Kirche in den drei Ländern mit fast 1000 pastoralen Projekten.

Papst Leo XIV. besucht Uruguay, Argentinien und Peru

Die bevorstehende Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. führt ihn in drei Länder mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und kirchlichen Herausforderungen. Während die katholische Kirche in Uruguay mit einer stark säkularisierten Gesellschaft konfrontiert ist, stehen in Argentinien besonders junge Menschen im Mittelpunkt. In Peru wird der Besuch des Papstes als Rückkehr in seine frühere Heimat gefeiert.

Für Papst Leo XIV., der mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost heißt, ist Peru von besonderer Bedeutung. Dort wirkte er viele Jahre als Missionar und rund acht Jahre als Bischof von Chiclayo im Nordwesten des Landes. Von 2020 bis 2021 war er zudem Apostolischer Administrator des Bistums Callao.

Bereits in dieser Zeit arbeitete der heutige Papst mit KIRCHE IN NOT zusammen.

Papst Leo XIV. reitet auf einem weißen Pferd über einen ländlichen Weg in den Anden Perus, begleitet von mehreren Kindern.
Robert Francis Prevost, der heutige Papst Leo XIV., während seiner Zeit als Missionar in Peru.
© Fidel Purisaca/Diözese Chiclayo

KIRCHE IN NOT unterstützte bereits den damaligen Bischof Robert Prevost

Als Bischof gehörte Robert Prevost zu den Projektpartnern des internationalen katholischen Hilfswerks KIRCHE IN NOT. In den Diözesen Chiclayo und Callao unterstützte das Hilfswerk unter anderem die Ausbildung angehender Priester, finanzierte Bücher für den Religionsunterricht und ermöglichte Mess-Stipendien für Missionare in den Anden.

In einem Brief bedankte sich der damalige Bischof Prevost für die gute Zusammenarbeit, „insbesondere in den ärmsten Gebieten unserer Diözesen“. Er schloss mit den Worten: „Gott segne die Arbeit von ,Kirche in Not‘.“

Mehr als 13 Millionen Euro für kirchliche Projekte in Südamerika

Seit über 60 Jahren unterstützt KIRCHE IN NOT katholische Gemeinden in Lateinamerika. Allein seit 2021 stellte das Hilfswerk mehr als 13,4 Millionen Euro für 903 pastorale Projekte in Peru, Argentinien und Uruguay bereit.

Die Hilfe umfasst die Ausbildung von Priestern und Ordensleuten, die Sicherung ihres Lebensunterhalts, den Bau und die Renovierung kirchlicher Einrichtungen sowie religiöse Literatur, Mess-Stipendien und Fahrzeuge für die Seelsorge.

Die Herausforderungen sind groß. „In Lateinamerika betreut ein Priester durchschnittlich 7500 Katholiken“, erklärt Luis Vildoso, Projektleiter für Lateinamerika bei KIRCHE IN NOT. Hinzu kommen die großen Entfernungen zwischen den Gemeinden, besonders in den Anden und im Amazonasgebiet.

Dabei spielt Lateinamerika eine zentrale Rolle für die Weltkirche: Auf dem amerikanischen Kontinent leben etwa 48 Prozent aller Katholiken weltweit.

Peru erwartet Papst Leo XIV.: „Der Papst kommt nach Hause“

Besonders groß ist die Vorfreude auf den Papstbesuch in Chiclayo, wo Leo XIV. viele Jahre als Bischof tätig war.

„Wenn der Papst nach Peru kommt, kommt er nach Hause. Wir müssen ihm unser Land nicht vorstellen; er kennt die peruanische Kirche sehr gut“, erklärte Bischof Edinson Edgaro Farfán Córdova bei einer von KIRCHE IN NOT organisierten Online-Konferenz.

Ein besonderer Schwerpunkt des Papstbesuchs in Peru wird auf den indigenen Bevölkerungsgruppen liegen. Nach Angaben des Bischofs wird Leo XIV. als erster Papst im peruanischen Amazonasgebiet eine heilige Messe feiern.

Die Kirche erhofft sich von seinem Besuch auch wichtige Impulse für die gesellschaftliche Entwicklung des Landes. Dazu gehören der Einsatz für den Frieden, die Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität sowie die Stärkung der Demokratie.

Eine Ordensschwester überreicht einer Frau in traditioneller Kleidung ein Lebensmittelpaket in einem ländlichen Dorf in Peru.
Eine Ordensfrau versorgt in der Andenregion Perus eine Einwohnerin.
© KIRCHE IN NOT

Uruguay: Die katholische Kirche in einer säkularisierten Gesellschaft

In Uruguay steht die katholische Kirche vor anderen Herausforderungen. Das Land gilt als eine der am stärksten säkularisierten Gesellschaften Lateinamerikas. Nach Angaben von Daniel Fernando Kardinal Sturla Berhouet, Erzbischof von Montevideo, bezeichnen sich nur 33 Prozent der rund 3,5 Millionen Einwohner als katholisch.

Die zunehmende Säkularisierung zeigt sich auch im öffentlichen Leben. Weihnachten wird offiziell als „Tag der Familie“ und die Osterzeit als „Tourismuswoche“ bezeichnet.

Dennoch kann die Kirche ihren Glauben frei leben und ihren pastoralen Auftrag erfüllen.

„Unsere Kirche ist arm und klein, aber frei und schön“, erklärte Kardinal Sturla. Dem Besuch von Papst Leo XIV. sieht er mit großer Zuversicht entgegen: „Wir erwarten den Papst mit großer Hoffnung und Zuneigung.“

Prozession in Uruguay.
Prozession in Uruguay. © KIRCHE IN NOT

Argentinien: Papstbesuch soll besonders junge Menschen erreichen

In Argentinien richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Begegnungen von Papst Leo XIV. mit jungen Menschen.

Weihbischof Alejandro Nicolás Musolino aus Córdoba erwartet eine große Beteiligung der Jugend an den geplanten Veranstaltungen. Drei große Gottesdienste unter freiem Himmel sollen in Buenos Aires, Córdoba und Luján stattfinden.

„Wir möchten allen jungen Menschen die Möglichkeit geben, dem Papst zu begegnen“, erklärte Musolino.

Der Weihbischof beobachtet bei vielen jungen Menschen eine wachsende Suche nach Sinn, Glauben und Orientierung. Nach den psychischen Belastungen während der Covid-19-Pandemie sei das geistliche Leben für viele zu einer wichtigen Quelle der Hoffnung geworden.

Besonders wertvoll seien Angebote, bei denen junge Menschen Verantwortung in der Kirche übernehmen und Gemeinschaft erleben können. Dadurch könnten sie erfahren, „dass sie dazugehören, dass ihre Stimme zählt und ihr Handeln Bedeutung hat“.

Drei lächelnde junge Erwachsene halten zwei argentinische Flaggen in die Kamera.
Junge Christen in Argentinien. © KIRCHE IN NOT

KIRCHE IN NOT stärkt die Zukunft der Kirche in Lateinamerika

Die Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. lenkt den Blick auf die vielfältigen Herausforderungen der katholischen Kirche in Lateinamerika: von der Seelsorge in abgelegenen Regionen über die Priesterausbildung bis hin zur Glaubensvermittlung an junge Menschen.

Mit seinen pastoralen Projekten trägt KIRCHE IN NOT dazu bei, dass Priester, Ordensleute und kirchliche Gemeinden ihren Auftrag auch unter schwierigen Bedingungen erfüllen können.

Die Rückkehr von Papst Leo XIV. nach Peru ist dabei ein besonderes Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen und Gemeinden, die er selbst viele Jahre begleitet hat.Die Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. lenkt den Blick auf die vielfältigen Herausforderungen der katholischen Kirche in Lateinamerika: von der Seelsorge in abgelegenen Regionen über die Priesterausbildung bis hin zur Glaubensvermittlung an junge Menschen.

Mit seinen pastoralen Projekten trägt KIRCHE IN NOT dazu bei, dass Priester, Ordensleute und kirchliche Gemeinden ihren Auftrag auch unter schwierigen Bedingungen erfüllen können.

Die Rückkehr von Papst Leo XIV. nach Peru ist dabei ein besonderes Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen und Gemeinden, die er selbst viele Jahre begleitet hat.

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