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Solidaritätsbekundungen

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Am Sonntag, 16. September, veranstaltet unser Hilfswerk einen Solidaritätstag für verfolgte Christen in Augsburg. Im Mittelpunkt des Tages stehen die Situation der Christen im Irak sowie weitere aktuelle Brennpunkte der Christenverfolgung in anderen Teilen der Welt.

Eingeladen ist unter anderem der irakische Priester Father Georges Jahola aus Karakosch in der Ninive-Ebene im Nordirak. Er kümmert sich dort um die Christen, die nach ihrer Flucht vor dem Terror des „Islamischen Staats“ in die Ninive-Ebene zurückkehren. KIRCHE IN NOT unterstützt maßgeblich den Wiederaufbau in dieser Region.

Der syrische-katholische Priester wird bei der Veranstaltung im Haus St. Ulrich über die aktuelle Lage der Christen in seiner Heimat und den Stand der Dinge beim Wiederaufbau berichten.

Vortrag über Christenverfolgung

Nach einer kurzen Pause spricht Berthold Pelster, Menschenrechtsexperte von KIRCHE IN NOT Deutschland, zum Thema „Christen in großer Bedrängnis – Aktuelle Brennpunkte”. KIRCHE IN NOT hat im Sommer eine Dokumentation über Christenverfolgung herausgegeben, die Berthold Pelster redaktionell betreut hat.

Zum Abschluss des Solidaritätstages lädt das Hilfswerk um 18:00 Uhr zu einem „Kreuzweg für die verfolgte Kirche“ in den Augsburger Dom. Er wird geleitet vom Bischofsvikar Domdekan Prälat Dr. Bertram Meier.

Die Veranstaltung beginnt um 15:00 Uhr im Haus St. Ulrich in der Nähe der St.-Ulrich-Kirche (Kappelberg 1, 86150 Augsburg). Ende des Solidaritätstages ist voraussichtlich gegen 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zu einem Gebets- und Fasttag für den Frieden in der Demokratischen Republik Kongo und im Südsudan ruft Papst Franziskus für Freitag, 23. Februar, auf. Der Pontifex hat darüber hinaus auch Angehörige anderer Konfessionen und Nichtchristen aufgerufen, sich der Initiative anzuschließen – in der Form, die sie am geeignetsten halten.

In den beiden Ländern ist die Dankbarkeit für diese Geste der Solidarität groß.

„Papst Franziskus kennt die tragische Situation gut, in der sich unsere beiden Länder befinden“, sagte der Bischof der Diözese Kikwit im Westen der Demokratischen Republik Kongo, Timothée Bodika Mansiyai, gegenüber KIRCHE IN NOT. „Papst Franziskus kann leider momentan nicht persönlich kommen. Aber er begleitet uns geistig“, so Bodika.
Frau mit Kind in der Demokratischen Republik Kongo.
Kind in einem Flüchtlingslager in der Demokratischen Republik Kongo.
Flüchtlingstreck aus dem Südsudan.

In der Demokratischen Republik Kongo hat der Kampf um die Bodenschätze im Osten des Landes zu einem seit über zehn Jahre andauernden Bürgerkrieg geführt. Auch in der zentralen Region Kasai gibt es blutige Auseinandersetzungen.

Und als wäre das noch nicht genug, kommt es nun aufgrund der für Ende 2017 angekündigten, aber immer wieder aufgeschobenen Präsidentenwahlen zu Unruhen im ganzen Land. Bei Protesten hatten auch katholische Laienorganisationen mitgewirkt. Regierungstruppen hatten das Feuer auf die Demonstranten eröffnet.

„Bekehrung von uns allen und der Regierenden”

Er hoffe, dass durch Gebet und Fasten eine Bekehrung „von uns allen, aber auch der Regierenden“ erreicht werden könne, erklärte Bodika. „Die Politiker haben vergessen, dass ihre Arbeit dem Dienst an der Nation und nicht an einigen wenigen gelten sollte.“

Derweil schreie das kongolesische Volk „vor Schmerz“. Allein in seiner Diözese Kikwit ist die Zahl der Vertrieben auf über 30 000 Menschen gestiegen. Da staatliche Hilfe weitgehend ausfalle, müsse die Kirche die Binnenflüchtlinge versorgen. „Aber wir haben nur beschränkte Finanzmittel“, sagte der Bischof. „Alle unsere Aufrufe, die Krise wirksam zu bewältigen, wurden von den Behörden und der Weltgemeinschaft bislang nicht erhört.“

Vorrückendes Militär in der Demokratischen Republik Kongo.
„Im Südsudan herrscht der Terrror“

Auch im Südsudan sind hunderttausende Menschen vor dem Krieg geflohen, der seit 2013 tobt. Das Land hatte erst 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt.

„Im Südsudan herrscht der Terrror“, bringt es Weihbischof Daniel Adwok aus der sudanesischen Hauptstadt Khartum auf den Punkt. „Rebellen, Regierung und Opposition streiten um die Macht, um Ämter – ohne Rücksicht auf die einfache Bevölkerung.“ Viele Menschen suchen deshalb Zuflucht im Sudan. Die humanitäre Situation ist angespannt. Nicht einmal die Zahl der Todesopfer im Südsudan sei bekannt, so Adwok. „Niemand zählt sie. Sie waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.“

Er begegne immer wieder Menschen, die ihm grausame Geschichten erzählten. Zum Beispiel von „alten Menschen, die nicht schnell genug aus ihren Häusern fliehen konnten. Sie wurden an Ort und Stelle ermordet.“

Solidarität mit den Menschen im Südsudan

Dem Weihbischof ist es ein Anliegen, dass am 23. Februar nicht nur um Frieden im Südsudan gebetet wird. Auch die jungen Menschen sollten Solidarität und Aufmerksamkeit erfahren.

„Die meisten von ihnen sind arbeitslos. Viele sind Waisenkinder. Sie fühlen sich allein und suchen billigen Trost. Das treibt sie in die Arme von gewalttätigen Gruppen.“

So können Sie helfen

KIRCHE IN NOT steht den notleidenden Christen in der Demokratischen Republik Kongo und im Südsudan zur Seite.

Wir fördern zum Beispiel die kirchliche Flüchtlingsarbeit, unterstützt die Ausbildung und den Lebensunterhalt von Priestern, den Wiederaufbau und Neubau von Kirchen und Gemeindezentren sowie die seelsorgerische Arbeit, besonders mit Familien und Kriegsopfern.

Um weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden