Geschichte

1913 Werenfried van Straaten wird in Mijdrecht (Niederlande) geboren. Sein eigentlicher Vorname ist Philipp.
1934 Eintritt in die Prämonstratenser-Abtei Tongerlo/Belgien.
1940 Am 25. Juli wird Pater Werenfried zum Priester geweiht.
1947 Das Hilfswerk “Ostpriesterhilfe” entsteht. Pater Werenfried unterstützt mit Hilfe der Bevölkerung Flanderns die vierzehn Millionen heimatvertriebenen Deutschen, zunächst mit Speck (“Speckpater”). Er ruft zur Versöhnung mit dem “Feind von gestern” auf
1949 Aktion “Ein Fahrzeug für Gott”: Motorisierung der ersten “Rucksackpriester”, die unter den Vertriebenen im protestantischen Gebiet der norddeutschen Diaspora Seelsorge leisten, wo es damals kaum katholische Pfarreien gab.
1950 Start der Kapellenwagenaktion: 35 gebrauchte Autobusse werden zu “fahrenden Kapellen” für die Seelsorge unter den Heimatvertriebenen und die Verteilung der Hilfsgüter umgebaut.
1951 Gründung der ersten “Festung für Gott” (Kloster) am Eisernen Vorhang.
1952 Beginn der Hilfsaktion für die verfolgte Kirche in Ostmittel- und Osteuropa: Reparatur von verfallenden Kirchen, Priesterausbildung in Riga / Lettland und Kaunas / Litauen, Bücherapostolat und Radiosendungen.
Erster Kongress von KIRCHE IN NOT in Königstein im Taunus. 150 Persönlichkeiten aus 18 Ländern berichten über die verfolgte Kirche hinter dem Eisernen Vorhang.
Erste Predigtaktionen von Pater Werenfried in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Pater Werenfried predigt auf dem Internationalen Eucharistischen Kongress in Barcelona. Es sind die Anfänge von  KIRCHE IN NOT in Spanien.
1953 Gründung des Internationalen Bauordens mit dem Zweck, Häuser für arme Menschen sowie Kirchen zu bauen. Pater Werenfried trifft Papst Pius XII.
1954 Ausweitung der Hilfe auf Flüchtlinge aus allen kommunistischen Ländern.
1955 Hilfe für arabische Flüchtlinge in Israel. Auf dem fünften Kongress von KIRCHE IN NOT weiht der Erzbischof von Köln, Kardinal Josef Frings, das “Haus der Begegnung” in Königstein im Taunus ein.
1956 Treffen mit Kardinal Mindszenty in Budapest während des Ungarn-Aufstandes – großangelegte Hilfsaktion für Ungarn. Gründung der deutschen Sektion der Ostpriesterhilfe mit Sitz in Neu-Ulm.
1957 Treffen mit dem polnischen Kardinal Wyszynski. Hilfe für die Priesterausbildung und den Lebensunterhalt von Ordensfrauen in Polen. Pater Werenfried reist ins Heilige Land (Reisebericht).
1958 Gründung der Zweimonatsschrift “Echo der Liebe, die heute in sieben Sprachen in einer Auflage von 600 000 Exemplaren erscheint.
1959 Pater Werenfried reist in die Flüchtlingsgebiete in Asien und besucht Mutter Teresa im “Haus der Sterbenden” in Kalkutta.
1960 Das BuchSie nennen mich Speckpater erscheint. Pater Werenfried besucht heimlich die Bischöfe Jugoslawiens und berät mit ihnen mögliche Hilfen.
1961 Hilfe für Flüchtlinge aus China, Nordkorea und Nordvietnam.
1962 Pater Werenfried nimmt als Berater am Zweiten Vatikanischen Konzil in Rom teil und nimmt dort mit sechzig Bischöfen aus den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang Verbindung auf. Papst Johannes XXIII. bittet die “Ostpriesterhilfe” um Hilfe für die Kirche in Lateinamerika. Ein Bauprogramm für Notwohnungen in Chile wird gefördert. Erste Reise Pater Werenfrieds nach Lateinamerika.
1963 Kardinal Slipyj, das Oberhaupt der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, wird von den Sowjets nach achtzehn Jahren Haft und Zwangsarbeit freigelassen. Pater Werenfried trifft ihn in Rom. Die Unterstützung der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche beginnt.
1964 Pater Werenfrieds Hilfswerk, in vielen Bistümern kanonisch errichtet, wird als “Pium Sodalitium” anerkannt und dem Heiligen Stuhl direkt unterstellt. Der internationale Sitz des Werkes wird von Belgien nach Rom verlegt.
1965 Nach dem Simba-Aufstand besucht Pater Werenfried Zaire (Demokratische Republik Kongo) und begegnet dort Mutter Hadewych, einer Schwester aus Belgien. Es beginnen die Hilfsaktionen für die Kirche in Afrika. Reise von Pater Werenfried nach Süd-Vietnam.
1966 Gründung des InstitutsTöchter der Auferstehung in Bukavu / Demokratische Republik Kongo durch Mutter Hadewych und Pater Werenfried. Das Institut wird als Pia Unio dem Hilfswerk angegliedert.
1967 Weihe der “Ostpriesterhilfe” an die Mutter Gottes in Fatima.
1968 Pater Werenfried besucht die Tschechoslowakei und organisiert die Hilfe während und nach dem Prager Frühling.
1969 Pater Werenfried veröffentlicht sein Buch “Wo Gott weint”. Der Name seines Hilfswerks wird geändert in “KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe”. Beginn der Hilfsaktion für die Kirche auf den Philippinen.
1970 Hilfe für die Opfer der Überschwemmungskatastrophe in Rumänien. Beginn der Hilfsaktion für die Kirche in Haiti.
1971 Zweite Reise Pater Werenfrieds nach Lateinamerika. Nach einem Erdbeben in Peru startet KIRCHE IN NOT eine Hilfsaktion für den Wiederaufbau zerstörter Kirchen. Kardinal Mindszenty verlässt Ungarn und trifft Pater Werenfried in Rom.
1972 Während des Völkermordes in Burundi wird Pater Werenfried verhaftet. Er entkommt und findet Asyl in der Nuntiatur. Wenige Tage später wird er des Landes verwiesen.
1973 Vierzig Bistümer in Brasilien werden mit dreihundert für die Seelsorge umgebauten LKWs unterstützt. Die Lastwagen dienen der Seelsorge im riesigen Urwaldgebiet des Amazonas.
1975 Hilfe für die Erdbebenopfer in Guatemala. “KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe” verlegt seinen internationalen Sitz nach Königstein im Taunus / Deutschland.
1976 Das Hilfswerk unterstützt die Rettungsaktion des Schiffes Cap Anamur für die Boat-People aus Vietnam und hilft den Flüchtlingen aus Laos und Kambodscha in Thailand, auf den Philippinen und in Malaysia.
1978 Hilfe für Flüchtlinge aus Angola und Guinea.
1979 Beginn des Projektes “Kinderbibel” zum “Internationalen Jahr des Kindes”. Bis Ende des Jahres 2013 wurden 51 Millionen Exemplare der Kinderbibel in 175 Sprachen hergestellt und verteilt.
1980 Hilfe für Christen im Libanon wird verstärkt.
1981 “Ein Schiff für Polen”: Aufruf zu einer Spendenaktion für die Kirche in Polen.
1983 Verlegung der deutschen Sektion von “KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe” von Neu-Ulm nach München.
1984 Anerkennung von “KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe” durch den Heiligen Stuhl als gesamt-kirchliche Vereinigung päpstlichen Rechts. Die deutsche Sektion des Werkes beteiligt sich an der Vorbereitung des Gebetstags für die verfolgte Kirche, zu dem die deutschen Bischöfe damals alljährlich aufriefen.
1985 Verstärkung des Bücher-Apostolats und der Radio-Programme für Osteuropa.
1988 “KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe” erhält von der Sowjetunion die Einfuhrgenehmigung für 120 000 Bibeln. Sie werden nach Lettland verschifft und über das Priesterseminar in Riga in der Sowjetunion verteilt.
1989 Pater Werenfried reist nach Rumänien und trifft auch Bischöfe der Griechisch-katholischen Kirche, die zu dieser Zeit noch im Untergrund lebt. Eine erste Hilfsaktion läuft an.Im Frühjahr 1989 lässt das Hilfswerk über Radio in der damaligen Sowjetunion verbreiten, dass jeder, der darum bittet, eine Bibel oder andere religiöse Bücher erhalten kann. Über 400 000 Briefe gehe ein.
1990 Pater Werenfried feiert sein fünfzigjähriges Priesterjubiläum. Er predigt in Ungarn und in der (damaligen) Tschechoslowakei.
1991 Die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche verlässt die Katakomben. Ihr Oberhaupt, Kardinal Lubachivsky, kehrt aus dem Exil nach L’viv (Lemberg) /Ukraine zurück. Pater Werenfried begleitet ihn und spricht vor Hunderttausenden auf dem Platz vor der Lemberger Oper. KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe unterstützt den Wiederaufbau dieser Kirche, die mit fünf bis sechs Millionen Gläubigen im Untergrund überlebt hat. KIRCHE IN NOT organisiert eine Fernsehbrücke Fatima-Moskau. Pater Werenfried wird zum Mitglied der Sondersynode der Europäischen Bischöfe ernannt, die vom 28. November bis zum 14. Dezember 1991 unter dem Vorsitz Papst Johannes Pauls II. in Rom tagte. Pater Werenfried hält eine Ansprache vor den Synodenvätern.
1992 Beginn eines umfangreichen Hilfsprogramms für den Wiederaufbau und die Neu-Evangelisierung in Osteuropa: Reparatur und Bau von Kirchen und Priesterseminaren, Hilfe für Frauengemeinschaften, Verbreitung religiöser Bücher und Radioprogramme, Ausbildung von Katecheten und Laien. Erste Reise Pater Werenfrieds nach Russland. Treffen mit dem Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Alexej II. Die Hilfe für die Russisch-Orthodoxe Kirche beginnt. Aufruf zur ökumenischen Rosenkranzaktion für Russland. Kapellenwagen für Kaliningrad (Königsberg).
1993 Verleihung der Plakette für Verdienste um den deutschen Osten und das Selbstbestimmungsrecht an Pater Werenfried. Pater Werenfried spricht beim Weltjugendtag in Denver / USA.
1994 Zweite Reise Pater Werenfrieds nach Russland.
1995 Ausbau und Intensivierung der Hilfe für die Kirche in der Volksrepublik China. Auszeichnung Pater Werenfrieds mit der Poverello-Medaille der Franziskaner-Universität in Steubenville / USA.
1997 Fünfzigjähriges Jubiläum von KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe. Hilfsaktion für die Hochwasseropfer in der Tschechischen Republik und Polen. Beginn verstärkter Hilfe für die Kirche auf Kuba. Ernennung von Pater Werenfried zum Ehrendomherrn der Griechisch-Katholischen Diözese Presov/Preschau in der Slowakei. Pater Werenfried nimmt am Familienkongress in Rio de Janeiro teil.
1998 Herausgabe des Kleinen Katholischen Katechismus’ “Ich glaube”. Das erste von KIRCHE IN NOT finanzierte Kapellenschiff ist im Gebiet der Flüsse Wolga und Don zu den Gläubigen der Russisch-Orthodoxen Kirche unterwegs.
1999 Start der Kerzen-Aktion “Lumen Christi 2000” zum Heiligen Jahr.
2000 Ein weiteres Kapellenschiff läuft vom Stapel. Ein drittes ist in Arbeit. Pater Werenfried feiert sein sechzigjähriges Priesterjubiläum. Verleihung der Georgsplakette des Bistums Limburg.
2001 Die deutsche Sektion von KIRCHE IN NOT richtet in ihren Geschäftsräumen in München eine Kapelle ein.
2003 Pater Werenfried feiert seinen 90. Geburtstag mit einem festlichen Gottesdienst im Limburger Dom. Am 31. Januar stirbt Werenfried van Straaten in seinem Wohnort Bad Soden am Taunus. Internationale Mitarbeiterkonferenz vom 11. – 14. September in Castelgandolfo bei Rom zum Thema: “Pater Werenfried: Erbe und Mission”
2004 Die Nationalsekretariate von Deutschland, Österreich und Schweiz/Liechentenstein veranstalten in Augsburg erstmalig den Kongress “Treffpunkt Weltkirche”. Auf dem Kongress wird das Beichtmobil aus der Taufe gehoben. Große internationale Wallfahrt nach Polen. Weihe des Werkes an die Muttergottes von Tschenstochau.
2005 KIRCHE IN NOT startet die große Aktion “Ein Glaubensbuch für Deutschland” zum Weltjugendtag in Köln. Die Biografie “Danke, Pater Werenfried” erscheint.
2006 Die Nationalsekretariate von Deutschland, Österreich, Schweiz/Liechentenstein und Südtirol veranstalten in Augsburg den II. Internationalen Kongress “Treffpunkt Weltkirche”. Der “Pater-Werenfried-Platz” wird vor dem Sitz unserer internationalen Zentrale in Königstein im Taunus eingeweiht.
2008 III. Internationaler Kongress “Treffpunkt Weltkirche” in Augsburg
2009 Das deutsche Büro zieht in die neuen Räume in der Lorenzonistraße 62 in München ein.
2011 - 4. Internationaler Kongress Treffpunkt Weltkirche in Würzburg.
- Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner enthüllt das Denkmal der drei “Königsteiner Kirchenväter” Bischof Maximilian Kaller, Weihbischof Adolf Kindermann und Pater Werenfried van Straaten.
- KIRCHE IN NOT wird von Papst Benedikt XVI. zur Stiftung päpstlichen Rechts erhoben. Sitz der Stiftung ist der Vatikanstaat. Der Rechtsakt erfolgte durch eine eigenhändig unterschriebene Urkunde des Papstes in lateinischer Sprache.
2013 Glaubens-Tournee durch Deutschland anlässlich des 100. Geburtstags und zehnten Todestags von Pater Werenfried van Straaten. Stationen waren: Köln, Marienfried, Königstein, Eichstätt, Vierzehnheiligen, Hildesheim (Kloster Marienrode), Kevelaer und Kloster Helfta.
2015 - 5. Internationaler Kongress “Treffpunkt Weltkirche in Würzburg.

 

27.Okt 2008 21:03 · aktualisiert: 18.Mai 2016 16:05
KIN / V. Niggewöhner