40 Jahre wirkten keine Ordensfrauen in der Region, nachdem sie im Zuge des Bürgerkriegs in Mosambik (1977-1992) vertrieben worden waren. Damals waren nach der Unabhängigkeit von der portugiesischen Kolonialherrschaft in einigen Regionen Feindseligkeiten gegenüber der katholischen Kirche ausgebrochen. Die zuständige Diözese Tete hatte sich lange für eine Rückkehr der Ordensfrauen eingesetzt, wie Bischof Diamantino Guapo Antunes betonte: „Das ist etwas, das wir uns seit langem gewünscht haben, ja sogar erträumt haben. Jetzt ist es endlich so weit.“
Neben Schwestern Mirian besteht die Gemeinschaft im Nordwesten Mosambiks aus zwei weiteren Ordensfrauen und einer jungen Frau, die ins Kloster eintreten möchte. Ihre Aufgaben führen sie in ein riesiges Pfarreigebiet: Sie bilden etwa 100 Katecheten aus, die in den entlegenen Gebieten Seelsorgestellen leiten. „Wir sind hier, um zu helfen, wo immer wir können“, erklärte Schwester Mirian. Eine erste Bestandsaufnahme habe bereits einige dringende Bedürfnisse zutage gebracht: „Wir brauchen zum Beispiel einen Geländewagen, um die weiter entfernten Gemeinden erreichen zu können.“ In einer Mitteilung an „Kirche in Not“ bitten die Ordensschwestern um Unterstützung und Gebet für ihre neue Aufgabe.
Wie Bischof Antunes erklärte, habe das Hilfswerk in den vergangenen Jahren über 20 Projekte in der Diözese Tete unterstützt: „,Kirche in Not’ hilft in wichtigen Bereichen wie der Priesterausbildung, beim Bau von Kapellen, dem Kauf von Fahrzeugen oder bei der Anschaffung von Geräten für den Radiosender unserer Diözese. Ich danke allen Spendern, die das möglich machen.“
Empfänger: KIRCHE IN NOT
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BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Mosambik
„In den Kirchen ist alles zerstört. Ich kann gar nicht beschreiben, was sie mit den Statuen von Jesus und Maria gebracht haben“, berichtete ein Partner von KIRCHE IN NOT, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben muss. Er hatte die die Stadt Jaranwala besucht, in der Anfang der Woche schwere Ausschreitungen gegen die christliche Minderheit ausgebrochen waren. In den umliegenden Dörfern seien Häuser von Christen gezielt attackiert worden, obwohl sie teilweise weit entfernt voneinander lägen. „Jedes christliche Haus wurde angegriffen, nichts blieb übrig.“
Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz Pakistans, Erzbischof Joseph Arshad, beschrieb die jüngsten Angriffe als „abscheuliche Tat, die dem Wesen des Friedens, der Respekt und der Toleranz widerspricht, die unsere Nation zu wahren versucht“. Er forderte die Regierung der Provinz Punjab dazu auf, gegen die Verantwortlichen vorzugehen. „Die Täter müssen identifiziert, gefasst und vor Gericht gestellt werden.“
Die jüngsten Ausschreitungen in der Region Jaranwala hatten begonnen, nachdem extremistische Muslime eine christliche Familie beschuldigt hatten, den Koran geschändet zu haben. Blasphemie oder die Beleidigung des Islam können in Pakistan mit Gefängnis bis hin zur Todesstrafe geahndet werden. Auch wenn diese seit Längerem nicht praktiziert wurde, kommt es immer wieder zu Blasphemie-Anklagen gegen Muslime oder Angehörige religiöser Minderheiten. Die Zahl der Christen in Pakistan liegt bei zwei Prozent der Gesamtbevölkerung.
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Verwendungszweck: Pakistan