Kirche in Not / Ostpriesterhilfe
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Viele Christen im Irak sind in die Kurdengebiete im Norden des Landes geflohen. Karin Maria Fenbert, Geschäftsführerin von KIRCHE IN NOT Deutschland, ist soeben von einer Projektreise in diese Region zurückgekehrt. Wir haben sie zu der aktuellen Situation der irakischen Glaubensgeschwister befragt.
Der Besuch eines Gottesdienstes kann für Christen im Irak lebensgefährlich sein. Selbst der Bischof von Mossul ist mit Polizeischutz zur Osternacht gefahren. Um Konflikte zwischen Christen und Muslimen schon im Keim zu ersticken, soll vor allem in Bildungsangebote investiert werden, fordern irakische Bischöfe.
Tomas Toma ist deutscher Staatsbürger und war Seminarist im chaldäisch-katholischen Priesterseminar im nordirakischen Erbil. Mitte der 1990er-Jahre war er aus Bagdad nach Deutschland geflohen. In einem Interview berichtet er über seine Berufung und die Herausforderungen für einen Priester im Irak.
Im irakisch-türkischen Grenzgebiet liegt das Dorf Levo. In den Sechzigerjahren flohen viele Einwohner nach Bagdad, weil irakische Truppen hier mit Gewalt gegen die kurdische Bevölkerung vorgingen. Nun sind viele in das Dorf zurückgekehrt, weil es in Bagdad zu unsicher wurde. Afram Yokhanna ist einer von ihnen.
Viele irakische Christen sind aus Angst vor islamistischen Angriffen in den Norden des Landes geflohen. Es fehle die Sicherheit, so der Weihbischof von Bagdad. Der Westen müsse sich stärker für den Frieden einsetzen, statt auf den Kosten der Menschen eigene Interessen durchzusetzen, appelliert er weiter.
Viele Christen im Irak sind in den Norden des Landes geflohen, weil sie sich in anderen Regionen nicht mehr sicher fühlen. Unser Mitarbeiter Andrè Stiefenhofer ist zurzeit im Irak, um sich über die Lage der Kirche im Land zu informieren. Lesen Sie seinen ersten Bericht.
Am Morgen des 27. Juli ist Andreas Abouna, Weihbischof von Bagdad, verstorben. Irakische Kirchenvertreter würdigen ihn als demütigen und weltoffenen Mann, der auch in schwierigen Situationen stets ein lächelnder Seelsorger gewesen sei. Über 27 Jahre kümmerte er sich um die Christen in Bagdad.
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