Länderbericht Burundi

Katecheten in Burundi.

Katecheten in Burundi.

Einwohner: 8,5 Millionen

Fläche: 27 834 qkm (etwas kleiner als Brandenburg)

Religion:
Christen 92,9 Prozent (darunter 65,7 Prozent Katholiken)
Animisten 5,5 Prozent
Muslime: 1,4 Prozent
Sonstige 0,2 Prozent

Die rechtliche Situation

Die Regierung achtet die Religionsfreiheit, die für alle Bürger durch die Verfassung von 2005 anerkannt wird. Religiöse Gemeinschaften müssen sich registrieren lassen; das Verfahren dauert jedoch im Allgemeinen nur wenige Wochen. Neben der Satzung der Gemeinschaft müssen dem Antrag auch die Adresse des Sitzes im Land und verschiedene Angaben über das Leitungsorgan und dessen Vertreter beigefügt werden. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass im Berichtszeitraum Anträge religiöser Organisationen abgelehnt wurden.

Religiösen Gemeinschaften, die sich nicht registrieren lassen, sind öffentliche Aktivitäten untersagt und ihre Büros, Versammlungsorte und Kirchen werden geschlossen. Das Gesetz sieht bei Verstoß gegen diese Regelung schwere Strafen vor, die jedoch seit Jahren nicht mehr verhängt wurden.

Die Sicherheitslage

In verschiedenen Teilen des Landes ist die Sicherheitslage nicht gut, wovon auch die Mitglieder religiöser Gemeinschaften betroffen sind. Bei einem versuchten Raubüberfall wurden im November 2011 Schwester Lukrecija Mamic von der Kongregation der Dienerinnen der Nächstenliebe und der Entwicklungshelfer Francesco Bazzani getötet.

Eine andere italienische Nonne, Schwester Carla Brianza, wurde verletzt und musste sich einer Operation unterziehen. 2011 wurde die schlechte Sicherheitslage von den katholischen Bischöfen in ihrer Weihnachtsbotschaft verurteilt, in der sie nicht nur Morde und Raubüberfälle, sondern auch das Verschwindenlassen von Personen beklagten.

(Quelle: Religionsfreiheit weltweit – Bericht 2012. Stand: 2012)

29.Jan 2010 15:34 · aktualisiert: 23.Okt 2012 15:32
KIN / S. Stein