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Der Ort Nkontrodo ist eine von acht Gemeinden, die zur St.-Franziskus-Pfarrei in Elmina im Süden Ghanas gehören.

 

In dem Ort gibt es rund zweihundert Gläubige, die regelmäßig die heilige Messe besuchen und aktiv am Leben der Kirche teilnehmen.

Firmung vor der neuen Kirche in Nkontrodo in Ghana.
Lange hatten die Gläubigen in Nkontrodo darauf gewartet, ein eigenes Gotteshaus zu haben. Bislang musste alle Gottesdienste und Gebetstreffen im Speisesaal der Schule stattfinden.

 

Schulmensa als Kirche genutzt

Dieser war nicht nur kein würdiger Raum für die Eucharistiefeier, sondern die Kirchengemeinde musste jeden Termin mit der Schule abstimmen. Immer wieder kollidierten hier die Bedürfnisse.

Zugleich waren in dem Ort bereits Sekten und Pfingstkirchen aktiv, die jeweils schon ein solide gebautes Gotteshaus hatten. Es bestand die Gefahr, dass sich katholische Gläubige aus ihrer Frustration heraus diesen Gruppierungen anschließen könnten.

Bischof Charles Palmer-Buckle segnet die Gläubigen bei der Firmung in Nkontrodo.
Ihr Pfarrer, Pater Martino Corazzin, hatte den Gläubigen immer wieder gesagt: „Betet Tag und Nacht mit Glauben und Vertrauen, und der Herr wird eure Gebete erhören und die Herzen möglicher Wohltäter berühren!“

 

Ihr Vertrauen wurde nicht enttäuscht: Unsere Wohltäter haben insgesamt 50.000 Euro gespendet, damit der Traum der Gläubigen endlich wahr werden konnte. Im August 2019 wurde die neue Kirche endlich eingeweiht.

Kompliziertes Bauvorhaben

Zunächst hatten unsere Wohltäter mit 30.000 Euro geholfen. Als sich das Bauvorhaben aufgrund der schwierigen Bodenbeschaffenheit und anderer Widrigkeiten als komplizierter erwies und dadurch die Kosten höher waren als geplant, haben sie noch einmal 20.000 Euro gespendet.

Im September 2019 wurden 169 junge Erwachsene aus der Pfarrei St. Franziskus in Elmina in Ghana gefirmt.

Pater Martino schreibt: „Wir sind alle sehr glücklich und sind Ihnen dankbar für Ihre großzügige Unterstützung, für das Vertrauen, das Sie zu uns hatten, und dafür, dass Sie unseren Traum haben wahr werden lassen.

 

Dank an alle Wohltäter

Wir beten darum, dass Gott Sie und die vielen Wohltäter und Wohltäterinnen segnen möge, die uns unterstützt haben.

Die Gläubigen der Gemeinde St. Anna in Nkontrodo haben mich gebeten, allen in ihrem Namen zu danken. Sie haben versprochen, dass Sie immer in ihren Gebeten sein werden. Sie sagen auch, dass mehr Leute als vorher in die Kirche kommen werden. In der Tat sehen wir schon neue Gesichter.“

KIRCHE IN NOT hat im Rahmen seines Wiederaufbauprogramms für die vor allem von Christen bewohnten Ortschaften in der irakischen Ninive-Ebene begonnen, weitere Häuser für 41 Familien in der Stadt Bartella wieder zu errichten. Bartella liegt 23 Kilometer östlich von Mossul.

 

Über 200 Personen profitieren von diesem Projekt. Es ist die neueste Maßnahme im Aufbauprogramm von KIRCHE IN NOT. Unser Hilfswerk hat bereits die Renovierung von mehr als 2000 Häusern in der Region unterstützt.

Vor der Invasion des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) im Jahr 2014 war Bartella eine Stadt mit etwa 17 500 Einwohnern, die meisten von ihnen syrisch-orthodoxer oder syrisch-katholischer Konfession.

KIRCHE IN NOT errichtet weitere Häuser für über 40 Familien in Bartella. Das Foto entstand nach dem Wortgottesdienst in einer Kirche in Bartella, bei der jede Familie einen kleinen Olivenbaum erhalten hatte. Er soll als ein Zeichen der Hoffnung wachsen. Dr. Andrzej Halemba (5. v. r.) war als Vertreter von KIRCHE IN NOT vor Ort.
Die Menschen flüchteten in den kurdischen Teil des Irak, von dort gingen viele ins Ausland. Während dieser Zeit stellte KIRCHE IN NOT Lebensmittel, Unterkunft, Medikamente und Schulunterricht für die vertriebenen Christen bereit.

 

Wohnhäuser und Kirchen geplündert und niedergebrannt

Als die Bewohner nach der Befreiung der Stadt im Jahr 2016 zurückkehrten, fanden sie ihre Wohnhäuser beschädigt, geplündert und niedergebrannt vor. So wollten die IS-Einheiten verhindern, dass die Christen wieder zurückkehren. Weitere Häuser wurden während der Befreiung durch Luftangriffe zerstört.

Auch die Kirchen hatten die Terroreinheiten geplündert und die sakralen Gegenstände beschädigt. An einer Kirchenwand prangte die schwarze IS-Fahne.

Die syrisch-orthodoxe Kirche in Bartella. Sie wurde von IS-Kämpfern beschädigt, konnte aber mit Unterstützung von KIRCHE IN NOT renoviert werden.
KIRCHE IN NOT hatte 2017 mit Vertretern der lokalen Kirchen ein Wiederaufbaukomitee für die Ninive-Ebene gegründet, um die christliche Präsenz in der Region zu stärken. Zuvor hatten Freiwillige die Schäden in den Ortschaften dokumentiert.

 

Wiederaufbau in der Ninive-Ebene geht voran

Aktuell sind bereits gut die Hälfte der Häuser renoviert und ebenfalls die Hälfte der vertriebenen Christen zurückgekehrt. Das erhoffen die Akteure nun auch für Bartella: Am 5. Juni 2019 wurde in einem feierlichen Wortgottesdienst der Wiederaufbau dieser Stadt eingeläutet.

So sah der Innenraum der syrisch-orthodoxen Kirche in Bartella aus, nachdem der IS dort geplündert und gebrandschatzt hatte.
Dr. Andrzej Halemba, Sektionsleiter für den Nahen Osten bei KIRCHE IN NOT, verglich in seiner Ansprache die irakischen Christen mit den Familien des Alten Testaments nach dem Babylonischen Exil. Deren Aufgabe sei es gewesen, Jerusalem nach seiner Zerstörung wiederaufzubauen.

 

Olivenzweige als Zeichen der Hoffnung

Anschließend segneten die Geistlichen Olivenbäume und verteilten einen an jede Familie. Die Olivenzweige symbolisieren die Hoffnung auf Frieden nach den vielen Jahren des Krieges – und dass diese Bäume, die in den Gärten der Familien gepflanzt werden, reiche Früchte tragen.

Sambia gehört zu den stabileren afrikanischen Ländern. Mit fast 90 Prozent bilden Christen die Mehrheit der rund 17 Millionen Einwohner.

 

Allerdings ist nur rund ein Fünftel der Bevölkerung katholisch. Die meisten Christen gehören verschiedenen protestantischen Gemeinschaften an.

Die angehenden Priester aus dem Priesterseminar in Kabwe (Sambia) freuen sich über die neuen Waschräume.
Die katholische Kirche steht vor großen Herausforderungen: Während das kirchliche Leben in der Vergangenheit vor allem von ausländischen Missionaren getragen wurde, die aus ihren Heimatländern materielle Unterstützung erhielten, sind es heute zunehmend einheimische Bischöfe und Priester, die Verantwortung tragen.

 

Die Infrastruktur ist vielerorts schlecht. Die Pfarreien erstrecken sich über riesige Gebiete, und die Gläubigen leben weit verstreut, so dass viel mehr Priester gebraucht werden, um sie zu betreuen.

Gottesdienst im Priesterseminar von Kabwe.
Zugleich missionieren Sekten sehr stark, die mit einfachen Heilsbotschaften zahlreiche Menschen in ihren Bann ziehen. Sie versprechen Erfolg, Reichtum und Gesundheit und werben damit auch Katholiken ab. Daher braucht die Kirche in Sambia vor allem mehr Priester. Aber um Priester ausbilden zu können, müssen auch die Bedingungen gegeben sein.

 

Im Priesterseminar St. Augustin von Kabwe bereiten sich fast 90 junge Männer auf die Priesterweihe vor. Das Gebäude, das aus den 1950er-Jahren stammt, war jedoch schon seit Jahren dringend sanierungsbedürftig.

Einweihung der neuen Waschräume im Priesterseminar des Bistums Kabwe..
Risse in den Wänden, herabfallende Fliesen und Deckenteile, eine marode Kanalisation – alles das machte das Leben dort schwierig und teilweise sogar gefährlich. Vor allem die Waschräume bedurften dringend der Sanierung.

Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 14.900 Euro gespendet haben, konnten die Bäder saniert und die Rohre ausgetauscht werden. Die angehenden Priester bedanken sich von Herzen bei allen, die geholfen haben.

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04.10.2019 hilfsprojekt