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Ägypten: Ein Auto für die Gefängnisseelsorge

Ägypten: Ein Auto für die Gefängnisseelsorge

14.01.2026 HILFSPROJEKT

Immer wieder berichten Gefängnisseelsorger, wie wichtig es ist, Häftlinge und ihre Familien zu begleiten. Häufig kehren Verbrecher um und bereuen ihre Taten. Ihre Familien werden durch die Begleitung vor dem Auseinanderbrechen und oft vor bitterer Not gerettet, und viele Seelen finden zu Christus.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gefängnisseelsorge in Ägypten

Strafgefangene und ihre Familien seelsorglich zu betreuen, ist auch ein wichtiges Anliegen der Koptisch-Katholischen Kirche in Ägypten. Leider ist die Kriminalitätsrate hoch. Oft verlieren Familien aber auch ihren Ernährer, weil der Ehemann bzw. Vater seine Schulden nicht bezahlen kann. Die wirtschaftliche Lage in Ägypten ist schlecht; die Arbeitslosigkeit im Land ist hoch. Die Lebenshaltungskosten sind stark bestiegen.

Betreuung für Strafgefangene und deren Familien

Priester gehen in die Gefängnisse und feiern dort die heilige Messe, hören Beichte und begleiten die Häftlinge, die dies wünschen, seelsorglich und psychologisch. Damit bereiten sie sie auf die Wiedereingliederung in die Gesellschaft vor. Außerdem setzen sich die Priester auch dafür ein, dass die Häftlinge die notwendige medizinische Versorgung erhalten und insgesamt menschlich behandelt werden. Sie sind zudem ein wichtiges Bindeglied zwischen den Inhaftierten und ihren Angehörigen. Oft helfen sie ihnen sogar finanziell und sorgen dafür, dass die Kinder zur Schule gehen können.

Weihe in einem koptisch-katholischen Gottesdienst.
Die Gefängnisse befinden sich in Ägypten weit außerhalb von Wohngebieten in der Wüste. Bis zur nächsten Stadt sind es 150 bis 300 Kilometer. Die Priester müssen also jede Woche weite Strecken zurücklegen, um die Häftlinge zu betreuen. Wenn sie in die Gefängnisse fahren, nehmen sie oft Angehörige von Gefangenen im Auto mit, die ansonsten keine Möglichkeit hätten, ihren Ehemann, Bruder oder Vater zu besuchen. Diese Fahrten bieten zugleich die Gelegenheit zu intensiveren längeren Gesprächen sowie zum gemeinsamen Gebet.

 

Gefängnisse liegen meist außerhalb der Städte

Für die Gefängnisseelsorge in der Diözese Minia wurden wir um Hilfe für die Beschaffung eines Fahrzeugs für die Fahrten zu den Gefängnissen gebeten. Wir möchten mit 20.000 helfen.

Zahlen und Fakten

Wir haben 20.000 Euro für das Fahrzeug für die Gefängnisseelsorge zugesagt.
Bitte unterstützen Sie sie mit Ihrer Spende.