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Libanon: Hilfe für Studentenseelsorge

Libanon: Hilfe für Studentenseelsorge

06.03.2026 HILFSPROJEKT

Libanon erlebt seit 2019 einen der schwersten Wirtschaftskrisen. Der Großteil der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, auch die Mittelschicht ist weitgehend verarmt. Viele junge Leute sehen in ihrem Land keine Perspektive mehr und wollen auswandern. Auf diese Weise wird Libanon weiter geschwächt, denn gut ausgebildete Menschen werden dringend benötigt. Gerade diese sind es aber, die das Land verlassen. Zugleich bluten die christlichen Gemeinden aus, denn insbesondere Christen wandern aus.

Gottesdienst mit Studenten der Universität in Baabda (Libanon) am Aschermittwoch

An katholischen Universitäten versucht die Studentenseelsorge, jungen Studierenden Mut zu machen, gerade jetzt in Libanon zu bleiben. Durch Gebet, seelsorgliche Begleitung und das Erlebnis von Gemeinschaft mit anderen jungen Gläubigen sollen die Studenten die Kraft finden, aus dem Glauben heraus die Gesellschaft mitzugestalten.

Die Gesellschaft mitgestalten

Eine dieser Hochschulen ist die Universität des maronitischen Antonianerordens in Baabda südöstlich von Beirut. Hier konnten mit der Hilfe von KIRCHE IN NOT die Aktivitäten der Studentenseelsorge intensiviert werden. Die Studenten werden beraten und begleitet, damit sie Hilfe bei der Überwindung ihrer Schwierigkeiten finden.

Spirituelle Aktivitäten wie gemeinsames Gebet und Schriftlesung, geistliche Exerzitien und gemeinsame Ausflüge mit spirituellen Inhalten helfen ihnen dabei, ihren Glauben im Alltag zu leben und ihrem Leben einen Sinn zu geben. Gestärkt wird auch das soziale Engagement, damit die jungen Leute lernen, Verantwortung für Bedürftige in der Gesellschaft zu übernehmen.

Pastoraler Kurs mit einem Antonianerpater an der Universiät in Baabda (Libanon)
Ein weiteres Element ist das Berufungsapostolat. Es soll Zeugnis abgelegt werden von der Schönheit des geweihten Lebens und des Priestertums. Auf diese Weise können in jungen Menschen Berufungen geweckt und sie ermutigt werden, ihr Leben in den Dienst der Kirche zu stellen.

 

Gemeinschaft als „zweite Familie“

Pater Ruben Makol, der Studentenseelsorger, erklärt: „Das Hauptziel dieses Programmes besteht darin, jungen Leuten dazu zu verhelfen, sich wieder mit ihrer Kirche und ihrem Land verbunden zu fühlen, um eine lebendige Gemeinschaft aufzubauen, die ihnen Sinn, Hoffnung und Stabilität wiedergibt. Wir stellen Verwandlungen in denjenigen fest, die mit uns unterwegs sind: Sie sind tiefer im Glauben verwurzelt und zeigen eine größere Motivation für ihr Studium, ihre Zukunft und für das Engagement in der Kirche. Diese Gemeinschaft verschafft ihnen einen Ort, den sie als ‚zweite Familie‘ beschreiben.“

Auch in diesem Jahr möchten wir dieses wertvolle Programm, an dem 300 Studenten teilnehmen werden, wieder unterstützen. 17.200 Euro haben wir zugesagt. Wer möchte jungen Menschen helfen, wieder Hoffnung zu entwickeln?

Zahlen und Fakten

Wir haben 17.200 Euro für die Studierendenseelsorge in Baabda zugesagt.
Bitte unterstützen Sie sie mir Ihrer Spende.