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Mehr Hilfe für bedrängte Christen: KIRCHE IN NOT finanziert weltweit über 5300 Projekte

Mehr Hilfe für bedrängte Christen: KIRCHE IN NOT finanziert weltweit über 5300 Projekte

Kirchliche Hilfe ist für viele Menschen weltweit die letzte Hoffnung

25.06.2026 aktuelles
KIRCHE IN NOT (ACN) hat im Jahr 2025 weltweit Spenden in Höhe von 145,8 Millionen Euro erhalten – das ist ein Plus von rund fünf Prozent im Vorjahresvergleich. Mit diesen Einnahmen konnte „Kirche in Not“ 5368 Hilfsprojekte in 141 Ländern unterstützen.

 

Einen wichtigen Beitrag leisteten dabei die Wohltäter in Deutschland: Hier erzielte KIRCHE IN NOT 2025 ein Spendenergebnis von 15,9 Millionen Euro (2024: 16,7 Millionen). Trotz anhaltender Krisen sind die Einzelspenden in Deutschland sogar leicht gestiegen, lediglich Einnahmen aus Erbschaften gingen etwas zurück, wie der Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland, Florian Ripka, erläuterte: „Feste Bindung an die Weltkirche, hohe Bereitschaft zu Gebet und Hilfe: Das zeichnet unsere Wohltäter aus. Sie sind motiviert und treu. Das macht uns stolz und dankbar.“ KIRCHE IN NOT ist rein spendenfinanziert und erhält weder Einnahmen aus Kirchensteuern noch sonstige öffentliche Gelder; die Spenden werden in den 24 Nationalbüros unseres Hilfswerks gesammelt.

Ein Bischof in Burkina Faso verteilt Lebensmittel an Flüchtlinge. Die Pakete wurden durch „Kirche in Not“ finanziert. © Kirche in Not

Kirchliche Hilfe ist für viele Menschen die letzte Hoffnung

„Unsere Wohltäter machen konkrete Hilfe für die Kirche dort möglich, wo Menschen unter Krieg, Verfolgung, Armut oder gesellschaftlicher Ausgrenzung leiden“, erklärte die Geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch. „Ihre Unterstützung hilft, Hoffnung zu geben – oft an Orten, an denen die Kirche für viele Menschen die letzte verlässliche Struktur geblieben ist.“

Zu den am stärksten unterstützten Ländern zählten Indien, die Ukraine, der Libanon und Syrien. In dieser Region floss der Großteil der Nothilfe in die Bewältigung der Folgen anhaltender bewaffneter Konflikte. Regional lag der Schwerpunkt der Projektförderung erneut in Afrika, das 34,5 Prozent der weltweiten Hilfen erhielt. Gründe dafür sind unter anderem die Ausbreitung islamistischer Gewalt, Fluchtbewegungen und das starke Wachstum kirchlicher Gemeinschaften. Besonders intensiv unterstützte KIRCHE IN NOT Länder wie Burkina Faso, Niger und Mali. 19,1 Prozent der Hilfe ging an die Kirche in Asien, 17,1 Prozent erhielt der Nahe Osten, Lateinamerika 16,4 Prozent und 12,8 Prozent Europa – hier gingen die Hilfen zum allergrößten Teil in die Ukraine.

Ordensschwestern in Bolivien drücken ihre Dankbarkeit gegenüber „Kirche in Not“ aus. © Kirche in Not

So viele Mess-Stipendien wie noch nie

Nach Angaben von KIRCHE IN NOT profitierten im vergangenen Jahr weltweit über  40 000 Priester von der Unterstützung durch Mess-Stipendien – statistisch gesehen etwa jeder zehnte Priester weltweit. Insgesamt wurden fast 1,9 Millionen Mess-Stipendien vergeben – so viele wie nie zuvor in der Geschichte des Hilfswerks. Mess-Stipendien sind freiwillige Gaben für die Feier der heiligen Messe, oft verbunden mit einem bestimmten Anliegen. In Ländern, in denen Priester wenig oder gar keinen Lohn erhalten, sind diese Beiträge lebenswichtig.

 

Darüber hinaus unterstützte KIRCHE IN NOT die Ausbildung von über 13 000 Seminaristen, also jeden achten Priesteramtskandidaten weltweit. Schwerpunkt der Förderung war Afrika: Dort erhielten mehr als 8 300 Seminaristen Unterstützung.

 

Auch Ordensgemeinschaften wurden umfangreich gefördert: Rund 20 000 Ordensschwestern profitierten direkt oder indirekt von Projekten des Hilfswerks – etwa durch Ausbildungsförderung, Hilfe zum Lebensunterhalt oder Bau- und Infrastrukturmaßnahmen.

Studenten der katholischen Universität Erbil/Irak danken für die Hilfe von „Kirche in Not“. © Kirche in Not
Neben pastoralen Projekten finanzierte KIRCHE IN NOT weltweit den Bau und die Renovierung kirchlicher Einrichtungen, die Ausbildung von Katecheten sowie die Verteilung religiöser Literatur. Insgesamt wurden über eine halbe Million religiöse Bücher bereitgestellt, darunter mehr als 111 000 Bibeln sowie über 214 000 Ausgaben des Jugendkatechismus YOUCAT.

 

Der Finanzbericht von KIRCHE IN NOT (ACN) weist aus, dass 78,7 Prozent der Gesamtausgaben für „missionsbezogene Aktivitäten“ verwendet wurden: Das sind die konkreten Projekte, sowie Aufwendungen für Information, Glaubensverkündigung und Interessenvertretung für die verfolgte und leidende Kirche. Für Verwaltung wurden 8,5 Prozent, für Wohltäterbetreuung und Fundraising 12,8 Prozent aufgewendet.

Junge Christen in Brasilien studieren gemeinsam die Bibel. © Kirche in Not
KIRCHE IN NOT (ACN) ist eine katholische Hilfsorganisation, die 1947 als Solidaritätsaktion für Vertriebene gegründet wurde. Seit 2011 ist sie eine Päpstliche Stiftung. „Kirche in Not“ widmet sich durch Information, Gebet und Hilfe Christen überall dort, wo Unterdrückung und Verfolgung herrschen oder zu wenig Geld für die Seelsorge vorhanden ist.

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