Besonders betroffen sind nach Angaben der lokalen Partner von KIRCHE IN NOT auch zahlreiche kirchliche Einrichtungen. Viele von ihnen haben trotz erheblicher Schäden ihre Türen geöffnet, um Familien aufzunehmen, die nicht in ihre Häuser zurückkehren können.
Auch die Diözese La Guaira, der bedeutendsten Hafenstadt Venezuelas, wurde schwer getroffen. Bischof Pablo Modesto González Pérez erklärte gegenüber KIRCHE IN NOT, dass das Priesterseminar der Diözese, das seit Jahren von KIRCHE IN NOT unterstützt wird, erhebliche Schäden erlitten habe: „Im Seminar sind viele Mauern eingestürzt.“ Die Seminaristen mussten evakuiert werden. Sie warten auf einem Parkplatz, während die Statik ihres Wohngebäudes geprüft wird. Mehrere Kirchen in der Region seien ebenfalls beschädigt worden.
KIRCHE INNOT steht in engem Kontakt mit der Kirche in Venezuela. Die genaue Schadenshöhe und die dringendsten Bedarfe werden derzeit noch erhoben. Schon jetzt steht jedoch fest, dass das Hilfswerk die Kirche in Venezuela bei der Bewältigung der Folgen der Erdbeben unterstützen wird.
Marco Mencaglia, Projektdirektor von KIRCHE IN NOT (ACN), erklärte: „Venezuela ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktland unseres Hilfswerks. Jetzt haben die Menschen Vorrang. Die Kirche tut in dieser Krise das, was sie immer tut: Sie öffnet ihre Türen, begleitet diejenigen, die alles verloren haben, und bringt Hoffnung dorthin, wo Angst eingezogen ist.“ KIRCHE IN NOT ruft dazu auf, für die Menschen in Venezuela zu beten und die Hilfe für die Kirche vor Ort zu unterstützen.
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