Einem KIRCHE IN NOT vorliegenden Bericht von Bischof Bulus Dauwa Yohanna aus Kontagora zufolge haben kriminelle Gruppen rund um den Jahreswechsel mehrere Dörfer in den Bundesstaaten Niger und Kebbi überfallen. Bereits am 28. Dezember hätten Angreifer in den Dörfern Kaiwa und Gebe sieben Menschen getötet und Häuser sowie Getreidelager in Brand gesetzt, heißt es in dem Bericht.
Der schwerste Angriff ereignete sich am Abend des 3. Januar im Dorf Kasuwan Daji. Die Angreifer steckten den örtlichen Markt und umliegende Häuser in Brand und „töteten 42 Männer, nachdem sie ihnen die Hände auf dem Rücken gefesselt hatten“, teilte das Bistum mit. Zudem seien eine bislang unbekannte Anzahl Frauen und Kinder entführt worden.
In seiner Erklärung fordert Bischof Yohanna ein sofortiges Eingreifen der Regierung. Es bestehe „dringender Bedarf an einer großen, gut ausgerüsteten militärischen Eingreiftruppe, die befugt ist, die Banditen zu verfolgen“. Andernfalls drohten „anhaltende massive Verluste an Menschenleben und die dauerhafte Vertreibung großer Bevölkerungsteile“.
Neben dschihadistischen Terrorgruppen und Extremisten aus dem Nomadenstamm der Fulani sind kriminelle Banden die Ursache von großem Leid unter Nigerias Bevölkerung. Auch wenn sich der Fokus nicht ausschließlich auf Christen und christliche Einrichtungen richtet, sind sie dennoch immer wieder besonders hart betroffen. In keinem anderen Land der Welt wurden etwa im vergangenen Jahr so viele Priester und Ordensleute entführt wie in Nigeria. Die Erpressung von Lösegeld ist für viele kriminelle Gruppen zu einer Einnahmequelle geworden.
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