In den anderen Regionen des Landes sei es am wichtigsten, bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu helfen. „Und natürlich ist auch die psychologische Hilfe von großer Bedeutung, nicht nur für die Soldaten und ihre Familien. Drei Jahre Krieg haben viele Schwierigkeiten auf psychischer Ebene verursacht“, sagte der Nuntius.
Der römisch-katholische Erzbischof von Lemberg, Mieczyslaw Mokrzycki, brachte seine Hoffnung auf ein Ende der Kämpfe zum Ausdruck: „Wir bitten Sie, darum zu beten, dass dieser Krieg so bald wie möglich endet“, sagte er in einer Videobotschaft. Er bat um weitere Unterstützung für die Priester und Ordensleute, „die in dieser schwierigen Zeit mit den Menschen arbeiten“.
Auch Nuntius Kulbokas verwies abschließend darauf, dass es neben der materiellen auch auf die geistliche Unterstützung an diesem Kriegsweihnachten ankomme. Es sei die „innere Kraft und Motivation“ der Kirche in der Ukraine, „allen die Freude und den Frieden Christi zu bringen – uns selbst, aber auch dem Militär, das die Ukraine verteidigt“.
Bitte unterstützen Sie die Nothilfe der Kirche in der Ukraine mit Ihrer Spende – online unter www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:
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Verwendungszweck: Ukraine
Am 18. Dezember haben sich die Oberhäupter der christlichen Konfessionen in der Hauptstadt Damaskus mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, dem Norweger Geir Pedersen, getroffen. Wie das melkitische griechisch-katholische Patriarchat auf seiner Facebookseite mitteilte, sei es dabei vor allem um zwei Punkte gegangen: Die gleichen Rechte für alle Bewohner Syriens, ungeachtet ihrer ethnischen oder konfessionellen Zugehörigkeit, und die neu zu erarbeitende Verfassung. Diese solle „die aktive Teilnahme aller syrischen Bevölkerungsschichten ohne Diskriminierung“ gewährleisten und „die kollektiven und individuellen Freiheiten“ sichern, heißt es in der Erklärung.
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Verwendungszweck: Syrien
– Syrien: Erste Kontakte zwischen Christen und Rebellen-Regierung
– Syrien: Erzbischof fordert mehr Einsatz für Bildung, um Auswanderung zu stoppen
– KIRCHE IN NOT warnt vor weiterer Abwanderung von Christen im Nahen Osten
– KIRCHE IN NOT fordert Erleichterungen für humanitäre Hilfen
– Syrien: „Sanktionen haben keine andere Folge, als Menschen weiter ins Elend zu stürzen“
Die Kämpfe zwischen syrischer Armee und Milizen seien weniger als zehn Kilometer von Aleppo entfernt, sagte der argentinische Ordensmann, der dem „Institut des inkarnierten Wortes“ angehört. „Es gibt heftige Zusammenstöße mit vielen Toten und Verletzten. Die Krankenhäuser sind überlastet.“ Die Dschihadistengruppen hätten mehrere Dörfer eingenommen, die wichtige Verkehrsroute zwischen Aleppo und Damaskus sei für die Zivilbevölkerung derzeit nicht passierbar.
Die örtlichen Kirchengemeinden seien für Schutzsuchende geöffnet, auch wenn sie dies zu einem potenziellen Angriffsziel machte, so Alaniz. Unter den Christen stellt er ein großes Gottvertrauen fest. „Wir bitten um das Gebet in dieser Situation. Hoffentlich geht sie schnell vorüber.“
KIRCHE IN NOT hat seit Beginn des Syrienkriegs im Jahr 2011 Projekte im Umfang von über 60 Millionen Euro unterstützt. Unser Hilfswerk finanziert die Verteilung von Lebensmitteln und Medikamenten, Schul- und Studiengebühren, Mietbeihilfen, Kinderfreizeiten und vieles andere mehr. Nach dem Erdbeben im Norden Syriens im Februar 2023 brachte KIRCHE IN NOT Sofort- und Wiederaufbauhilfen auf den Weg.
„Kirche in Not“ bietet ein kostenloses Gebet um Frieden im Nahen Osten und weltweit an. Es kann bestellt werden unter: https://www.kirche-in-not.de/shop/gebetskarte-naher-osten-und-weltweit-2/
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„Die Lage der Christen hat sich in vielen Ländern verschlechtert“, erklärte die Geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT (ACN), Regina Lynch. Sie wies ausdrücklich darauf hin, dass die Verfolgung und Diskriminierung nicht nur Christen, sondern auch Angehörigen anderer religiöser Minderheiten betreffe. KIRCHE IN NOT mache sich auch für die generelle Einhaltung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit stark.
„Afrika ist zum Epizentrum islamistischer Gewalt geworden“
Besonders besorgt blickt das Hilfswerk auf die Lage in Afrika. Dorthin habe sich vom Nahen Osten aus das „Epizentrum islamistischer Gewalt“ verlagert, erklärte Lynch. In den untersuchten afrikanischen Ländern wie Burkina Faso, Mosambik oder Nigeria lösten „islamistische Angriffe eine Massenmigration christlicher Gemeinschaften aus“, heißt es in dem Bericht. Diese Entwicklung werfe „Fragen zum langfristigen Überleben der Kirche in afrikanischen Schlüsselregionen auf.“
Gewalt gegen christliche Frauen und Mädchen
Wiederholt finden sich im Bericht Schilderungen von Entführungen und Zwangskonversionen christlicher Frauen und Mädchen, zum Beispiel in Pakistan, oder abwertende Beiträge über Christen in Schulbüchern. Einzig in Vietnam seien leichte Verbesserungen für Christen festzustellen, bilanziert „Verfolgt und vergessen?“. Das Land habe zum Beispiel diplomatische Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl aufgenommen.
„Christen leiden unverhältnismäßig stark“
Aus erster Hand konnte bei der Pressekonferenz Bischof Gerald Mamman Musa aus Katsina im Nordwesten Nigerias berichten. Die Region sei zu einem Brennpunkt organisierter Kriminalität und des gewalttätigen Extremismus geworden. Neben dschihadistischen Gruppen wie „Boko Haram“ stellten Milizen aus dem Nomadenstamm der Fulani mittlerweile eine noch „größere Bedrohung“ dar. Die Gewalt treffe Muslime wie Christen, betonte der Bischof. Allerdings litten Christen „unverhältnismäßig stark“: So seien zwischen 2019 und 2023 über 16 000 Christen getötet worden.
Entführungen von Priestern und kirchlichen Mitarbeitern seien mittlerweile an der Tagesordnung. „Angriffe auf Kirchen, Entführungen und Morde sollen Angst schüren, das Gemeinschaftsleben stören und die Aufmerksamkeit auf die Anliegen dieser Gruppen lenken“, sagte der Bischof.
Der Bischof wies daraufhin, dass Verfolgung und Gewalt nicht zu einem Rückgang der religiösen Praxis geführt hätten. Das Gegenteil sei der Fall: „Die Christen, die getötet wurden, haben ihr Blut nicht umsonst vergossen. Viele Menschen werden angezogen vom Glauben.“
„Red Wednesday“ ruft zu Solidarität auf
Der Bericht „Verfolgt und Vergessen?“ wurde im Rahmen der Aktion „Red Wednesday“ vorgestellt, zu der KIRCHE IN NOT rund um den 20. November einlädt. Kirchen und öffentliche Gebäude werden dabei rot beleuchtet, um auf das Schicksal verfolgter und bedrängter Christen hinzuweisen. Dieses Jahr gibt es Aktionen in 23 Ländern; in Deutschland machen rund 200 Pfarreien mit, darunter die Kathedralen in Paderborn, Fulda und Augsburg.
Eine gedruckte Version ist zum Preis von einem Euro bestellbar: https://www.kirche-in-not.de/shop oder unter Angabe der Bestellnummer 10379 bei: KIRCHE IN NOT, Lorenzonistraße 62, 81545 München, Telefon: 089 / 64 24 88 80, E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de.
Während der „Red Wednesday“-Woche vom 16. bis 24. November wurden in ganz Deutschland Kirchen rot beleuchtet, um auf die Themen Religionsfreiheit und Christenverfolgung aufmerksam zu machen. Höhepunkte waren Großveranstaltungen in den Kathedralen von Fulda, Augsburg und Paderborn. Nähere Informationen über die Aktion gibt die Internetseite www.red-wednesday.de.
Bereits seit 2015 werden rund um den „Red Wednesday“, der in diesem Jahr auf den 20. November fällt, Kirchen und staatliche Gebäude rot angestrahlt, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Schicksal verfolgter und benachteiligter Christen zu lenken und ein Zeichen für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit zu setzen. Zu den Bauwerken, die in den vergangenen Jahren rot angestrahlt wurden, zählen das Kolosseum und der Trevi-Brunnen in Rom, die Christusstatue in Rio de Janeiro, das österreichische Parlamentsgebäude sowie in Deutschland die Kathedralen von Augsburg, Dresden, Freiburg, Paderborn, Passau und Regensburg.
Als weltkirchlicher Gast war Bischof Gerald Mamman Musa aus Nigeria zu einem „Abend der Zeugen“ in das Gotteshaus gekommen. Der Gottesdienst wurde auch live im Internet übertragen. Musa leitet seit Ende 2023 das Bistum Katsina im Nordwesten Nigerias. Das Gebiet ist einer der Hauptschauplätze von organisierter Kriminalität und islamistischer Gewalt, die christliche wie muslimische Bewohner gleichermaßen trifft, wie der Bischof betonte.
„Christentum ist ein Licht, das in der Dunkelheit der Verfolgung leuchtet“
Der Bischof zeigte in seiner Analyse Ursachen des Extremismus wie Armut, Korruption, politische Aufstachelung auf und benannte auch Lösungsansätze, vor allem Bildung, Programme zur Friedenskonsolidierung und zur Stärkung der Religionsfreiheit. Musa dankte „Kirche in Not“ und anderen Akteuren, dass sie bedrängte Christen und die Arbeit der Kirche weltweit unterstützten: „Das Christentum ist ein Licht, das in der Dunkelheit der Verfolgung leuchtet. Trotz Drohungen, Angriffe und Not bleibt der christliche Glaube bestehen und zeigt Widerstandsfähigkeit und unerschütterliches Vertrauen auf Gott.“
Nähere Informationen zur Aktion finden sich auf der Webseite www.red-wednesday.de.
Informationen über die aktuelle Lage der Religionsfreiheit weltweit stellt „Kirche in Not“ unter www.religionsfreiheit-weltweit.de zur Verfügung.
„Erschöpfung wird zunehmen“
„Die Kirche hat schnell reagiert. Die kirchlichen Mitarbeiter empfangen die Menschen immer noch mit viel Nächstenliebe“, stellt Boutros fest. Doch mittlerweile seien viele Menschen körperlich wie psychisch am Ende. Obwohl die Militäraktion hauptsächlich terroristischen Zielen der Hisbollah gelte, seien viele Menschen ständig in Gefahr, Opfer von Kollateralschäden zu werden. „Die Erschöpfung wird jetzt sowohl auf Seiten der Flüchtlinge als auch auf der Seite der Helfer allzu deutlich, und sie wird noch zunehmen“, zeigt sich die Mitarbeiterin von KIRCHE IN NOT besorgt.
Wiederaufbau ohne fremde Hilfe unmöglich
Die Menschen im Libanon stellten sich auf einen schwierigen Winter ein; ein Ende der Kämpfe sei nicht abzusehen. Vor allem die Bewohner aus dem Südlibanon könnten in absehbarer Zeit nicht zurück. Marielle Boturos schätzt, dass viele Christen vielleicht schneller zurückkehren könnten, da ihre Häuser weniger beschädigt seien. Dennoch sei ein Wiederaufbau ohne ausländische Hilfe nicht möglich, da die meisten Menschen über keinerlei Ersparnisse mehr verfügten.
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Verwendungszweck: Libanon
Laut der Quelle gehe die Radikalisierung auf das Konto der fundamentalistischen Jamaat-e-Islami-Partei. Sie unterhalte Verbindungen zur Regierung und wolle, „dass der Islam die einzige Religion in Bangladesch“ sei.
Priester und Ordensfrauen zu „unerwünschten Personen“ erklärt
„Ihr Ziel ist es, die Verwaltung der Schulen zu übernehmen“, so die Quelle. „Sie fordern die islamische Kleiderordnung und versuchen, die Kontrolle über Verwaltung und Finanzen zu erlangen.“ Bestimmte Priester, Ordensfrauen und weltliche Lehrer an kirchlichen Schulen würden zu „unerwünschten Personen“ erklärt. Unter dem Druck radikaler Kräfte hätten bereits zwei Ordensfrauen an einer Schule und ein Priester an einer Universität von ihren Aufgaben zurücktreten müssen, berichtet der Ansprechpartner.
Außerdem würden es die Behörden den Christen „schwer machen, neue Kapellen zu bauen“; Genehmigungen für den Bau neuer Gotteshäuser und kirchlicher Einrichtungen würden in die Länge gezogen oder ganz verweigert – und dies, obwohl in der Verfassung Bangladeschs Religionsfreiheit garantiert sei. Der Ansprechpartner berichtete, dass die katholische Kirche ein Rechtskomitee eingerichtet habe, das Gemeinden berät und bei juristischen Streitigkeiten vermittelt.
KIRCHE IN NOT unterstützt in Bangladesch den Unterhalt kirchlicher Einrichtungen, finanziert mit Mess-Stipendien den Lebensunterhalt und die Arbeit von Priestern, stellt Fahrzeuge für die Seelsorge bereit und unterstützt die Schulung von Katecheten. Gerade diese Ausbildung sei wichtig, betonte der Ansprechpartner: „Katecheten helfen oft den Dorfvorstehern und sind sehr anerkannt, die sie über viele Kenntnisse verfügen. Wir bilden unsere Katecheten umfassend aus, damit sie Pfarreien in entlegenen Gebieten gut leiten können.“
Die ehemalige Premierministerin hält sich mittlerweile in Indien auf. Zahlreiche Gruppen fordern, sie nach Bangladesch auszuliefern und vor Gericht zu stellen. Mit dem politischen Wechsel verbinden zahlreiche Menschen in Bangladesch Hoffnungen auf eine bessere Entwicklung des Landes – Hoffnungen, die sich für die christliche Minderheit aktuell nicht zu bewahrheiten scheinen.
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Verwendungszweck: Bangladesch
Rudolf Grulich feiert am 16. April seinen 80. Geburtstag. Der renommierte Kirchenhistoriker leitete von 1982 bis 1985 die Informationsabteilung des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ in Königstein im Taunus. Viele Jahre war er auch Berater des deutschen Zweigs von „Kirche in Not“, unter anderem zu Fragen der Religionsfreiheit, insbesondere in islamischen Ländern. Als Experte von „Kirche in Not“ kommentierte Grulich unter anderem den Türkei-Besuch von Papst Benedikt XVI. 2006 live in der ARD.
Auch in von „Kirche in Not“ produzierten Radio- und TV-Produktionen gab er in zahlreichen Interviews tiefe Einblicke in die Situation der Christen in der Türkei. Seit 2010 begleitet er als wissenschaftlicher Reiseleiter die von „Kirche in Not“ jährlich organisierten Wallfahrten in die Länder Ostmitteleuropas.
Das Schicksal seiner Heimat hat Rudolf Grulich geprägt und seine wissenschaftliche Arbeit beeinflusst. Nach dem Studium der katholischen Theologie und der slawischen Sprachen in Königstein im Taunus, Augsburg und Zagreb war er für die Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung in München tätig, sowie wissenschaftlicher Assistent an den theologischen Fakultäten der Universitäten Bochum und Regensburg.
Wegen seines enormen Sachverstandes, seines sachlichen Urteils und seiner Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen wurde Grulich in zahlreiche Gremien berufen. So wurde er zum Beispiel in Bundesvorstand der Sudetendeutschen Landsmannschaft gewählt und in den Sudetendeutschen Rat berufen, außerdem in die Arbeitsgruppe Vertriebenenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz. Gemeinsam mit anderen Experten verantwortete er das Projekt „Kirche und Nationalismus im 19. und 20. Jahrhundert in den böhmischen Ländern“ der Karlsuniversität Prag.
Grulich hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, darunter 1996 zwei hohe kroatische Orden, im Jahr 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2012 die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen sowie 2018 den Ehrenbrief der Sudetendeutschen Landsmannschaft.
Seit 2010 leitete Prof. Grulich in Zusammenarbeit mit „Kirche in Not“ Jahreswallfahrten in die Länder Mittelosteurops.
Bei „Kirche in Not“ ist von Rudolf Grulich unter anderem das Buch „Maria – Königin des Ostens“ erschienen. Es kann für fünf Euro bestellt werden: entweder online oder bei:
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Die Arbeitslosenquote von 72 % stelle den Angaben zufolge einen neuen Rekord in der Geschichte des Heiligen Landes da, die Region leide unter einer weit verbreiteten Wirtschaftskrise. Viele Familien hätten aufgrund von Massenentlassungen, der totalen Lähmung des Tourismussektors sowie strengen Bewegungseinschränkungen im Land ihre Einkommensquelle verloren und kämpften ums nackte Überleben, heißt es in der Mitteilung von „Kirche in Not“.
Diese Maßnahme werde teilweise als Vergeltung für die Angriffe im vergangenen Oktober betrachtet, mit dem Ziel, Palästinenser – Christen wie Muslime – zu isolieren und an den Rand zu drängen. „Leider ist das Vertrauen zwischen Israel und den Palästinensern zerbrochen, und es ist unwahrscheinlich, dass es in den nächsten Jahrzehnten wiederhergestellt werden kann“, so eine lokale Quelle, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte, gegenüber „Kirche in Not“.
862 Familien im Westjordanland und in Jerusalem haben Hilfe von ACN erhalten
„Kirche in Not“ leistet auch medizinische und humanitäre Soforthilfe für Familien, die direkt von der Wirtschaftskrise im Westjordanland und in Jerusalem betroffen sind. Bisher haben 862 Familien Unterstützung von „Kirche in Not“ erhalten, insgesamt 3448 Personen im Westjordanland und in Jerusalem. Davon haben 602 Familien Lebensmittelgutscheine erhalten, 122 Familien erhielten medizinische Hilfe, entweder für den Kauf von Medikamenten oder für medizinische Behandlungen. In 128 weiteren Fällen erhielten christliche Familien Unterstützung bei der Begleichung fälliger Rechnungen, damit sie nicht von lebenswichtigen Dienstleistungen abgeschnitten werden. Das Projekt kam auch katholischen Wanderarbeitern und ihren Familien in prekären Situationen zugute
Ein weiteres Beispiel ist Majdi, ein 60-jähriger Einwohner Bethlehems, der aufgrund des Krieges seine Arbeit im Tourismus verloren hat. Auch seine beiden Töchter stehen vor Herausforderungen: eine leidet an Diabetes, die andere hat finanzielle Probleme, nachdem ihr Mann seine Arbeit verloren hat. „Kirche in Not“ unterstützt die Familie mit Lebensmittelgutscheinen.
Michelin, 52, lebt von ihrem Mann getrennt mit drei Kindern in einer kleinen Wohnung in Jerusalem, die von der Kustodie des Heiligen Landes zur Verfügung gestellt wurde. Wegen des Krieges hat sie ihre Stelle in einem Kindergarten verloren. Auch eine ihrer Töchter verlor ihren Teilzeitjob in einem Hotel. Ihr Sohn ist der einzige Ernährer der Familie und verdient als Handwerker in einem örtlichen Hotel wenig. Die Familie hat Lebensmittel erhalten sowie Geld, um ihre alten Rechnungen zu bezahlen, aber ihre Situation bleibt schwierig.
Bitte unterstützen Sie die christliche Minderheit in den Palästinensischen Gebieten und in Jerusalem und die Arbeit der lokalen Kirche mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:
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Initialzündung war die Erfahrung, dass sich in Lateinamerika immer weniger Katholiken am politischen und gesellschaftlichen Leben beteiligen, erklärte Akademiedirektor José Antonio Rosas Amor bei einem Besuch in der Zentrale von KIRCHE IN NOT in Königstein im Taunus: „Die Vorstellung, dass Politik korrumpiert, hat dazu geführt, dass es selbst in Ländern mit einem hohen Anteil an Katholiken kaum Politiker gibt, die christliche Werte vertreten.“ Dies habe sich erneut bei den Wahlen im Jahr 2023 gezeigt, die in Chile, Peru, Paraguay, Argentinien und Guatemala stattfanden.
Die Ausbildung beschränke sich nicht nur auf die Vermittlung von Bücherwissen, sondern lege auch den Fokus auf Gewissensbildung und eine persönliche Christusbeziehung. „Katholiken müssen politisches Engagement mit der Kraft übernehmen, die nur aus dem Gebet kommt“, betonte Rosas. Wichtig sei auch die Unterstützung in der Gemeinschaft, da politische Arbeit die Menschen auch schnell isolieren könne oder anfällig für Manipulation mache.
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„Die meisten Christen dort arbeiten im Tourismussektor. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt als Reiseführer, Hotelangestellte, Ladeninhaber, Verkäufer oder Kunsthandwerker“, erklärte der Projektdirektor von KIRCHE IN NOT, Marco Mencaglia. Mit Kriegsausbruch sei der Tourismus nahezu vollständig zum Erliegen gekommen, weshalb viele Menschen von heute auf morgen ohne Einkommen dastünden. „Darüber hinaus sind täglich mehrere hundert christliche Arbeitskräfte zum Arbeiten auf israelisches Staatsgebiet gefahren. Durch die Schließung der Grenzen ist dies nun ebenfalls nicht mehr möglich“, sagte Mencaglia.
Um jedoch den Menschen nachhaltiger zu helfen und sie in krisensichere Tätigkeiten zu bringen, wird das Hilfswerk im neuen Jahr auch die Ausbildung von Jugendlichen in technischen Berufen sowie Existenzgründerprogramme für Kleinunternehmen unterstützen, berichtete Mencaglia: „So helfen wir der christlichen Minderheit, neue Qualifikationen zu erwerben. Das ist auf lange Sicht besser, denn es trägt dazu bei, die Christen in ihrer Heimat zu verankern und von der Auswanderung abzuhalten.“
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