Länderbericht Mongolei

Kinder vor einer Jurten-Kapelle in der Region Ulan-Bator, Mongolei.

Einwohner: 2,7 Millionen

Fläche: 1 566 500 qkm

Religion:
Religionslose 36,3 Prozent
Animisten: 32,2 Prozent
Buddhisten 24,2 Prozent
Muslime: 5,0 Prozent
Christen: 1,7 Prozent
Sonstige: 0,6 Prozent

Die Verfassung von 1992 garantiert in Artikel 16, Absatz 15, Religionsfreiheit. In Artikel 9, Absatz 2, wird die Trennung von organisierter Religion und politischen Aktivitäten festgelegt.

In den staatlichen Schulen ist Religionsunterricht nicht erlaubt, aber die Regierung lässt ausländische Missionare ins Land. Jede religiöse Gruppe muss sich registrieren lassen und nur die registrierten Gemeinschaften dürfen missionieren; verboten sind allerdings ökonomische Anreize oder jegliche Form der Nötigung.

Die Regierung kann die Zahl der Gebetsstätten und Geistlichen beschränken und benutzt das Registrierungsverfahren in der Tat dazu, die Zahl der Kultorte zu limitieren. Für die Registrierung erforderlich ist unter anderem die schriftliche Zustimmung des Gemeinderats oder einer anderen örtlichen Behörde.

In Wirklichkeit wird so der Kommune die Entscheidungsgewalt über neue Gebetsstätten übertragen, da die Zustimmung des Justiz- und des Innenministeriums in der Regel nur eine Formsache ist. In einem Antrag auf Registrierung müssen auch die Namen der Verantwortlichen und der Gläubigen aufgeführt werden. Im Berichtszeitraum gab es keine besonderen Geschehnisse im Zusammenhang mit der Religionsfreiheit.

Quellen:
Asia News
UCA News Online
Nachrichtenagentur FIDES

KIN / S. Stein