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Brasilien: „Ihre Spende rettet Leben“

Brasilien: „Ihre Spende rettet Leben“

Die „Casa do Menor“ schenkt Straßenkindern Geborgenheit

11.01.2021 aktuelles
Alles begann mit einem angeschossenen Straßenkind. „Herr Pfarrer, ich will nicht sterben“, rief der Junge, den sie auf der Straße nur „den Pirat“ nannten, als er an der Tür des Pfarrhauses von Renato Chiera trommelte.

 

„Das Blut rann ihm den Hals hinunter“, erinnert sich der Seelsorger aus der brasilianischen Großstadt Nova Iguaçu im Umland von Rio de Janeiro auch noch 38 Jahre nach dem Vorfall. „Wie ein Hund hatte er auf der Straße gelebt und mit Drogen versucht, den Hunger in seinem Herzen abzutöten.“

Pfarrer Renato Chiera mit einem Kind in der Einrichtung „Casa do Menor São Miguel Arcanjo“.
Der italienische Missionar nahm den Jungen bei sich auf. „Als er sich angenommen fühlte, wollte er keine Drogen mehr nehmen und auch nicht mehr stehlen. Stattdessen nahm er am Religionsunterricht teil und begann zu arbeiten.“ Doch auch diese positive Entwicklung konnte „den Piraten“ nicht vor den Fängen der Drogenmafia retten: Er starb im Kugelhagel einer Todesschwadron.

 

Kinder von der Straße und weg von den Drogen geholt

Diese Erlebnisse brachten Renato Chiera dazu, ein bleibendes Heim für Straßenkinder zu schaffen: Die „Casa do Menor São Miguel Arcanjo“, auf Deutsch in etwa: „Kinderhaus vom Erzengel Michael“.

„Ich fing an, die Straßenkinder bei mir aufzunehmen – zuerst bei mir im Haus, dann auf der Veranda und in der Garage. Ich dachte mir: Mein kleines Auto kann nachts auch ruhig draußen bleiben, die Kinder aber können das nicht. So begann mein Abenteuer.“

In der Einrichtung „Casa do Menor São Miguel Arcanjo“ von Pfarrer Renato Chiera können Kinder einfach Kind sein.
Das Abenteuer hatte schon ein paar Jahre vorher begonnen, 1978, als der Priester aus seiner Heimat Italien in eine der ärmsten Gegenden im Umland von Rio de Janeiro kam. Dort begegnete er Jugendlichen, die in den Drogenhandel verwickelt waren. In einem Monat wurden in Chieras Pfarrei 36 dieser jungen Menschen ermordet.

- Pfarrer Renato Chiera
Der Priester erkannte: „Die größte Gewalt kommt nicht von der Tatsache arm zu sein, sondern kein Kind sein zu dürfen. Diese Kinder sind oft das Ergebnis unserer lieblosen und grausamen Gesellschaft. Sie müssen die Erfahrung machen, geliebt zu werden, um selbst anfangen können zu lieben.“

 

„Wir sind das Zuhause und die Familie dieser Kinder”

Über 100 000 Kinder hat Renato Chiera und sein Team in der „Casa do Menor“ diese Erfahrung mittlerweile zu vermitteln versucht. Das Haus bietet den Heranwachsenden eine Unterkunft, Ausbildung und eine religiöse Erziehung. „Wir sind das Zuhause, die Familie dieser Kinder. Diese Kinder zu lieben und zur Liebe zu erziehen, ist unsere Art der Evangelisierung. Evangelisierung heilt.“

Kinder aus Brasilien mit der Kinderbibel von KIRCHE IN NOT.
Um diesen Ansatz zu unterstützen, hat das KIRCHE IN NOT den Bau einer Hauskapelle in der „Casa do Menor“ mitfinanziert. Außerdem stellt unser Hilfswerk Materialien für Religionsunterricht und Katechese zur Verfügung, zum Beispiel die Kinderbibel von KIRCHE IN NOT, die mittlerweile in über 180 Sprachen weltweit erschienen ist.

 

Bau einer Hauskapelle und Materialien für Religionsunterricht

KIRCHE IN NOT unterstützt ebenfalls kleinere Reparaturen im Kinderhaus. „Ich möchte, dass sich die Wohltäter mit uns über die Wunder der Verwandlung und der Rettung dieser jungen Menschen freuen“, erklärt Pfarrer Chiera. „Ihre Spende rettet das Leben von Babys, Kindern und jungen Erwachsenen, die ohne Hoffnung und Lebenswillen sind. Sie sind die Arme der Vorsehung Gottes, der durch uns liebt.“

Unterstützen Sie die Arbeit von Renato Chiera in der „Casa do Menor“ und den Einsatz der Kirche in Brasilien für benachteiligte Menschen! Spenden Sie entweder online oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Brasilien

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