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Unser Hilfswerk ruft auch in diesem Jahr weltweit alle Kinder auf, an der Aktion „Eine Million Kinder beten den Rosenkranz“ teilzunehmen. Die Initiative widmet sich in diesem Jahr dem Thema Mission, denn Papst Franziskus hat für Oktober einen außerordentlichen Monat der Weltmission ausgerufen hat.

 

Deshalb soll mit den Kindern insbesondere für Missionare und neue missionarische Berufungen gebetet werden. Auch in diesem Jahr findet die Gebetsaktion am 18. Oktober statt.

Rosenkranzgebet in Sri Lanka.
„Der Oktober gilt in der kirchlichen Tradition als ,Rosenkranzmonat‘. Am 18. Oktober wird auch das Fest des Evangelisten Lukas begangen. Er hat als einziger Evangelist die Kindheitsgeschichte Jesu überliefert und war der Tradition nach eng mit der Gottesmutter Maria verbunden“, erklärt Pater Martin Barta, der Geistliche Assistent von KIRCHE IN NOT International.

 

„Eine weltkirchliche Gebetsaktion”

Am 18. Oktober soll um 9.00 Uhr – oder zu einer anderen passenden Uhrzeit – gemeinsam mit Kindergruppen auf der ganzen Welt der Rosenkranz gebetet werden.

„Jedes Jahr erreichen uns Rückmeldungen aus aller Welt, wie die Kinder den Gebetstag begangen haben“, freut sich Barta. „Er ist wirklich zu einer weltkirchlichen Gebetsaktion geworden, die nicht nur die Herzen der Kinder, sondern auch der Erwachsenen bewegt.“

Kinder aus Uganda haben bei der Aktion „Eine Million Kinder beten den Rosenkranz“ mitgemacht.
Die Gestaltung variiert dabei: Einige Teilnehmer beten den gesamten Rosenkranz, einige nur einen Teil. Andere verbinden das Gebet mit einer Katechese zum Rosenkranzgebet, kurzen Lesungen und kindgerechten Liedern.

 

Andere laden Kinder neben dem Gebet zum Malen der Rosenkranzgeheimnisse ein. An manchen Orten unterbrechen Lehrer den Unterricht, um mit den Kindern zu beten.

- Heiliger Pater Pio
Der Ursprung der Aktion entstand 2005 in der venezolanischen Hauptstadt Caracas, als mehrere Kinder den Rosenkranz für ihre Familien und den Frieden in der Welt beteten. Getreu der Verheißung des heiligen Pater Pio – „Wenn eine Million Kinder den Rosenkranz beten, wird die Welt sich verändern.“ – soll das Vertrauen in die Kraft des kindlichen Gebetes gestärkt werden.
Dank Ihnen, den Wohltätern von KIRCHE IN NOT, haben wir viele Kinder in Syrien retten können und damit ein Stück Zukunft der Kirche in diesem Land. Mara ist eins dieser Kinder. Sie bekam Milch, Mehl, Kleidung und Medikamente. Sie ist eins von 65.000 Kindern, denen wir mindestens einmal helfen konnten.

Wie immer lief diese Hilfe über die Kirche, die einzige noch halbwegs funktionierende Institution in Aleppo, Homs, Hama, Idlib und all den anderen Trümmerstädten im Schlachtfeld Syrien. Die Kirchen sind zerstört, die Menschen knien auf dem Schutt. Sie beten, beichten und danken Gott, dass sie leben.
Völlig zerstört: Blick aus der St.-Georg-Schule der griechisch-orthodoxen Kirche in Homs (Foto: Ismael Martínez Sánchez/KIRCHE IN NOT).
„Glauben bedeutet ein Leben aus dem Geist des Vertrauens“, schrieb Papst em. Benedikt XVI.

Wann gab es mehr Vertrauen, mehr Hoffnung, dass Gott seine Kinder nicht im Stich lassen möge?
Mara und die vielen anderen Kinder wissen nicht, dass KIRCHE IN NOT ihnen und ihren Familien in den letzten sechs Jahren mit fast 30 Millionen Euro und 700 Projekten geholfen hat und auch weiter helfen wird. Gerade jetzt ist es wichtig, den Wiederaufbau der Schulen, Kirchen und Ambulanzstationen anzupacken.

Im Libanon und in Jordanien und auch in Europa warten hunderttausende Christen darauf, nach Syrien heimkehren zu können. Ohne Häuser für die Kranken, ohne Schulen für die Kinder, ohne Räume für Gebet und andere Gemeindeaktivitäten wissen die Christen nicht, wo sie wohnen und leben sollen. Mutter Kirche wird ihre Anlaufstelle sein.

Ein Klassenraum in der völlig zerstörten St.-Georg-Schule der griechisch-orthodoxen Kirche in Homs (Foto: Ismael Martinez Sánchez/KIRCHE IN NOT) .
Millionen Kinder sind im Land auf der Flucht

Im Markusevangelium heißt es weiter, dass Jesus das Kind in seine Arme schloss und zu den Jüngern sprach: „Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf“ (Mk 9,37). Von den mehr als 13 Millionen vertriebenen Menschen sind sieben Millionen Kinder und Jugendliche, darunter hunderttausende Christen. Die Zukunft des Landes irrt umher.
Die Kirche will sie aufnehmen und ihnen Orientierung geben, mit materieller und geistlicher Hilfe. Denn, so Benedikt XVI. weiter, „Glaube bedeutet die Gewissheit, dass Gott es ist, der den Menschen die Zukunft gewährt.“ Die Kirche vor Ort hat jedoch keine Mittel. Das Herz ist voll, aber die Hände sind leer.

Wir sind auch Kirche und können die Hände füllen, damit die Gegenwart der Christen in Syrien, damit die Kinder aus den Trümmern eine Hoffnung haben.

Am ersten Adventssonntag hat Papst Franziskus beim Angelusgebet auf dem Petersplatz in Rom eine große Kerze im Gedenken an die syrischen Kinder entzündet, die besonders unter Krieg und Terror leiden. Er schloss sich damit der Advents-Aktion „Kerzen für den Frieden in Syrien“ an, mit der das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT zu Gebet und Hilfe für Syrien aufruft.
Papst Franziskus mit der Friedenskerze beim Angelusgebet am 2. Dezember 2018.
Schwester Annie Demerjian überreicht Papst Franziskus die Friedenskerze.
„Diese Flammen der Hoffnung mögen die Dunkelheit des Krieges vertreiben“, sagte Franziskus laut Vatican News.

„Lasst uns beten und den Christen helfen, als Zeugen der Barmherzigkeit, Vergebung und Versöhnung im Nahen Osten zu bleiben.“ Vor allem die Kinder in Syrien würden schon seit acht Jahren „vom Krieg gequält“, so der Papst.

Die Kerze, die Franziskus entzündete, zeigte rund 40 Porträtfotos von syrischen Kindern und Jugendlichen, das Logo von KIRCHE IN NOT und das Symbol der Adventsaktion: Eine Taube, deren Flügel eine Kinderhand bildet, und die Aufschrift „Frieden für die Kinder – Syrien 2018“ in englischer Sprache. Die Kerze wurde von einem Kunsthandwerker aus Damaskus angefertigt und von der Ordensfrau Schwester Annie Demerjian am Vortag dem Papst übergeben. Sie setzt sich in Damaskus und Aleppo für Kinder, alte und kranke Menschen ein. KIRCHE IN NOT unterstützt die Ordensfrau und ihr Team seit vielen Jahren.

Weihnachtsgeschenke für über 15 000 Kinder

Bereits in der Woche vor dem ersten Advent hatten sich mehr als 50 000 Kinder verschiedener Religionen an der Kerzenaktion beteiligt. In Schulen und Gemeindehäusern entzündeten sie Lichter, beteten um Frieden und malten Bilder mit ihren Zukunftshoffnungen. Die Aktion fand unter anderem in Damaskus, Aleppo und Homs statt – Städte, die besonders schwer vom Krieg betroffen sind.

KIRCHE IN NOT lädt Menschen weltweit dazu ein, sich dem Appell der syrischen Kinder anzuschließen und im Advent Lichter für den Frieden zu entzünden. Als Antwort auf die dramatische humanitäre Lage begleitet das Hilfswerk die Intitiative „Kerzen für den Frieden in Syrien“ mit einer internationalen Spendenaktion.

Die zugesagten Hilfen in Höhe von 15 Millionen Euro umfassen die Verteilung von Lebensmitteln, Medikamenten und Milchpulver für die Ernährung der Kinder, Mietbeihilfen, Heizöl-Zuschüsse, den Wiederaufbau zerstörter Häuser und Kirchen, seelsorgerische und psychologische Begleitung von Traumatisierten sowie Stipendien für Schüler und Studenten. In der Adventszeit unterstützt KIRCHE IN NOT außerdem die Herstellung und den Kauf von Weihnachtsgeschenken für über 15 000 syrische Kinder. Seit Ausbruch des Krieges im Jahr 2011 hat das Hilfswerk Projekte für Syrien mit über 29 Millionen Euro unterstützt.

Es ist das zweite Weihnachten ohne Bombenhagel, aber der Frieden ist noch weit. Auch wenn in der syrischen Stadt Aleppo die Waffen schweigen: kaum eine Familie ohne Toten, kaum eine Familie ohne Sorge um Freunde und Verwandte in den nach wie vor umkämpften Gebieten. Die Hoffnung in Aleppo ist wieder zurückgekehrt, aber die Freude oft noch nicht.

Schwester Annie Demerjian und ihre Helfer sind Boten der Hoffnung, nicht nur zur Weihnachtszeit. Sie besuchen alte und kranke Menschen, verteilen Lebensmittel und finanzielle Hilfen, stellen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche auf die Beine. Viele haben noch nie ein Weihnachten im Frieden erlebt
Kind mit einer Kerze bei einem Gottesdienst in Damaskus (Foto: Carole Al-Farah).
Krippe in der syrisch-katholischen Kirche in Aleppo (Syrien).

KIRCHE IN NOT unterstützt Schwester Annie seit Langem. Die Ordensfrau tut auch in diesem Jahr ihr Möglichstes, um den verbliebenen Christen in Aleppo ein frohes Weihnachtsfest zu bereiten. Ihre besondere Sorge gilt den Kindern. Viele von ihnen haben noch nie ein Weihnachten im Frieden erlebt.

Nicht alle Waren sind einfach zu bekommen

Bereits seit September arbeiten Schwester Annie und ihre Helfer für die Bescherung. Stifte, Hefte, Radiergummis, Bälle, Sticker, Spiele und Plüschtiere haben sie besorgt. Nicht alle Waren sind einfach zu bekommen.

Schwester Annie ist es wichtig, die Geschäfte vor Ort mit den Anschaffungen zu beauftragen. Denn es hängen Existenzen daran, erklärt sie: „Die Menschen sind dankbar, dass sie endlich wieder Arbeit haben und ihre Familie ernähren können.“

Auch Kleidung lässt sie vor Ort nähen. Und so werden an Weihnachten auch viele Kinder mit einer neuen warmen Jacke in die Weihnachtsmesse gehen können.

Mit viel Liebe ist auch die Geschenkübergabe organisiert: ein Christbaum, Lichter, bunte Luftballons schmücken den Gemeindesaal. Es ist ein buntes „Familientreffen“ der Christen – einer kleinen, aber lebendigen Minderheit in Aleppo.

Lachen erfüllt den Raum. Die Kinder spielen zwischen den Erwachsenen Verstecken. „Die Menschen sollen sich nicht wie Bettler vorkommen. Deswegen haben wir den Ausgaberaum festlich geschmückt. Es soll eine Begegnung von Mensch zu Mensch sein“, sagte Schwester Annie.

Kraft und Hoffnung

Ohne Unterstützung von KIRCHE IN NOT wäre das umfangreiche Weihnachtsprojekt nicht zu stemmen, davon ist die Ordensfrau überzeugt. „Dass ich den Menschen überhaupt etwas geben kann, ist für mich ein Wunder.“ Es ist ein Weihnachtswunder, dass den Kindern von Aleppo Kraft und Hoffnung schenkt.

Die Päpstliche Stiftung „Kirche in Not“ lädt Pfarreien, Kindergärten, Schulen und Familien dazu ein, am 18. Oktober an der Aktion „Eine Million Kinder beten den Rosenkranz“ teilzunehmen. Anliegen der Gebetsaktion sind Einheit und Frieden in der Welt. „In vielen Ländern leiden gerade die Kinder furchtbar unter Krieg und Verfolgung“, erklärte der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, Florian Ripka. Die Rosenkranzaktion sei eine gute Gelegenheit, mit der auch die Kleinen ihre Solidarität zum Ausdruck bringen können. „Die Gebetsaktion der Kinder findet mittlerweile in 79 Ländern und in 25 Sprachen statt. Allein das zeigt: Das Gebet der Kinder ist mächtig!“, sagte Ripka.
Kinder in Niger zeigen ihre Rosenkränze.

Die Kinder-Rosenkranz-Aktion entstand 2005 in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Als einige Kinder an einem Bildstock den Rosenkranz beteten, erinnerten sich einige der Anwesenden an einen Ausspruch des heiligen Paters Pio: „Wenn eine Million Kinder den Rosenkranz beten, wird die Welt sich verändern.“ Die Aktion verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit auf der ganzen Welt. Seit 2008 unterstützt „Kirche in Not“ die Aktion und hat vor zwei Jahren die gesamte Durchführung übernommen.

Plakat zur Gebetsaktion Eine Million Kinder beten den Rosenkranz.
Das Interesse nimmt immer mehr zu

„Jedes Jahr erreichen unsere internationale Zentrale in Königstein Rückmeldungen aus aller Welt, wie die Kinder den Gebetstag begangen haben“, so Florian Ripka. Die Gestaltung variiert dabei: Einige Teilnehmer beten den gesamten Rosenkranz, einige nur einen Teil. Andere verbinden das Gebet mit einer Erklärung des Rosenkranzes, kurzen Lesungen und kindgerechten Liedern. Andere laden Kinder neben dem Gebet zum Malen der Rosenkranzgeheimnisse ein. An manchen Orten unterbrechen Lehrer den Unterricht, um mit den Kindern zu beten. „Wir freuen uns sehr, dass auch in Deutschland das Interesse immer mehr zunimmt“, erklärte Ripka. „Mitte September konnten wir bereits über 2000 Hefte zur Gestaltung der Gebetsaktion versenden. Das ist ein Segen für unser Land!“

„Kirche in Not“ bietet folgende Materialien zur Aktion „Eine Million Kinder beten den Rosenkranz“ an:

Ein kostenloses Plakat zur Aktion im Format DIN A3

sowie ein vierseitiges Gebetsblatt im DIN A5-Format. Es enthält eine Anleitung zum Rosenkranzgebet, Betrachtungen der freudenreichen Rosenkrangeheimnisse und eine Marienweihe für Kinder. Das Gebetsblatt ist ebenfalls kostenlos.

Außerdem bietet „Kirche in Not“ ein Rosenkranz-Tütchen zum Preis von einem Euro (jeweils zzgl. Versandkosten) an. Es enthält einen kleinen Zehner-Rosenkranz, die Gebete des Rosenkranzes, ein Ablaufschema und die Auflistung der Rosenkranzgeheimnisse.

Weitere Informationen zur Gebetsaktion finden Sie unter: www.millionkidspraying.org

Machen Sie mit bei „Eine Million Kinder beten den Rosenkranz“? Dann senden Sie bitte ein Bild von der Gebetsaktion und eine kurze Beschreibung, wie Sie den Tag begangen haben, an: presse@kirche-in-not.de Vielen Dank!

Der heilige Marcellin Champagnat, Gründer der Maristenbrüder, war seiner Zeit weit voraus. Vor zweihundert Jahren lehrte er seine Ordensbrüder, dass in den Maristen-Schulen Körperstrafen und erniedrigende Behandlung von Kindern strikt verboten sind. „Um Kinder zu erziehen, müsst ihr sie lieben“ – in diesem Satz fasste er die christliche Erziehung zusammen. Und damit meinte er Jungen und Mädchen.

Das ist in einem Land wie Bangladesch doppelt modern. Denn Kinder haben in diesem Kulturkreis nur formal die gleichen Rechte und die gleiche Würde wie Erwachsene – erst recht, wenn sie zu den „Unberührbaren“, den „Unreinen“ gehören
Mädchen und Jungen spielen gemeinsam auf dem Schulhof.
Gemeinsames Rosenkranzgebet der Schülerinnen und Schüler.
Gottesdienste finden bisher im Speisesaal der Schule statt.
Fußballmannschaft der Schule.

Das sind die ethnischen Minderheiten in Bangladesch, die meist als Tagelöhner in den Teeplantagen ihr karges Leben fristen. Für 23 Kilo gepflückte Teeblätter – mehr schafft man nicht an einem Tag – bekommen sie 83 Cent; für die Teeplantagen gelten die Arbeitsgesetze nicht.

Die meisten der „Teeleute“ sind Christen und Hindus, also auch religiös aus einer kleinen Minderheit. Neunzig Prozent der Einwohner von Bangladesch sind Muslime, neun Prozent Hindus. Die halbe Million Christen (meist Katholiken) machen gerade mal 0,3 Prozent aus.

Eine geistige Heimat finden

Vor allem sie, Christen und Hindus, sollen in der neuen Schule der Maristenbrüder in Sylhet, eine geistige Heimat finden. Vor anderthalb Jahren haben die Maristen mit der Schule in dieser Diözese im Nordosten des Landes begonnen.

Von den 98 Schülern sind 32 Christen, 43 Hindus, 23 Muslime. In drei Jahren sollen es 450 Schüler sein, ein Drittel davon Christen. Drei von vier Schülern kommen aus den armen Familien der „Teeleute“, viele von ihnen sind Waisenkinder.

In der St.-Marcellin-Schule finden sie Geborgenheit und eine liebevolle Atmosphäre. Was fehlt, ist eine Kapelle, die reale Gegenwart des Herrn, die Quelle der Liebe. Aus ihr entspringt auch die Offenheit für eine Kultur der Toleranz, des Miteinanders und der gegenseitigen Achtung, was zu den Zielen der Schule zählt.

Geborgenheit und liebevolle Atmosphäre

Durch das Zusammenleben in der Schulgemeinschaft entsteht solch eine Kultur wie von selbst. Mit den Schülerzahlen wird der Wunsch, vor dem Herrn und zu ihm zu beten, zur Sehnsucht wachsen.

Hier soll nicht nur die heilige Messe gefeiert, sondern auch der Rosenkranz gebetet, das gemeinsame Morgen- und Abendgebet gesprochen und der Katechismus gelehrt werden. Die Kapelle wird das Herz der Schule sein. Sie ist auch als geistliches Zentrum für die Nachbarschaft und die Sonntagsmesse der „Teeleute“ geplant.

Alle sollen aus der Quelle der Liebe schöpfen. Wir haben für diesen Herzenswunsch der Maristenbrüder unsere Hilfe versprochen. Bitte unterstützen Sie sie mit Ihrer Spende.

Ferienzeit, Sommerspaß, unbeschwert die Kindheit genießen: Für Kinder hierzulande ist das weitgehend selbstverständlich. Für Millionen ihrer Altersgenossen weltweit ist das jedoch ein unerreichbarer Wunschtraum. Sie leben in Krieg, Armut, Elend und Gefahr.

Die Mitarbeiter von KIRCHE IN NOT stoßen bei ihrer Projektarbeit in über 140 Ländern immer wieder auf beeindruckende Zeugnisse kindlichen Glaubens. Drei Berichte aus unterschiedlichen Weltregionen haben wir aufgezeichnet.
Kinder aus Aleppo mit Luftballons.
Straßenszene in Aleppo.

Aleppo, Syrien

Jad Abed ist zehn Jahre alt und lebt in Aleppo. Seine Heimatstadt wurde zum Inbegriff von Krieg und Terror. Seit eineinhalb Jahren schweigen dort die Waffen weitgehend, während andernorts noch Krieg tobt. Aleppo ist schwer gezeichnet.

Abeds Schule wurde von Bomben verwüstet. Er berichtet: „Ich bin in der fünften Klasse. Unsere Klassenzimmer befinden sich jetzt in einem Keller ohne Heizung und Strom.“ Jad ist begeisterter Basketballer und singt gerne.

Schule von Bomben verwüstet

KIRCHE IN NOT hat die Kirchengemeinden unterstützt, damit sie auch während des Krieges Sport- und Freizeitprogramme anbieten konnten. „Ich glaube, dass böse Menschen nicht singen“, sagt Jad, „deshalb war Musik während des Krieges sehr wichtig.“

Jad hat seinen besten Freund während der Kämpfe verloren. „Er starb durch einen Bombenangriff, als er auf den Schulbus wartete. Ich habe jetzt einen Fürsprecher im Himmel.“ Auch das Wohnhaus seiner Familie wurde von Raketen getroffen.

„Dabei stürzte ein Teil des Hauses ein“, berichtet Jad. „Mein Vater holte mich und meine Mutter heraus. Viele Bilder und Erinnerungsstücke sind verbrannt. Ich hoffe, dass nicht alle meine Spielzeuge kaputt sind.“

Heute lebt Jad mit seinen Eltern in einer Notunterkunft und wird durch die Kirchengemeinde versorgt. KIRCHE IN NOT hilft dabei in vielfältiger Weise.

„Mein Vater bekommt jeden Monat ein Lebensmittelpaket von der Kirche“, erzählt Jad. „Meine Eltern bekommen auch etwas Geld, damit sie die Schulgebühren für mich bezahlen können.“

Unterstützung bei Schulgebühren

Noch wichtiger aber als diese Hilfe ist Jad, dass er in der Kirche Antwort auf seine Fragen bekommt: „Ich habe angefangen, schwierige Fragen zu stellen. Ich fragte, ob Gott wirklich existiert, warum er uns ausgewählt hat, in diesen schwierigen Zeiten zu leben.

Die Kirche antwortet auf diese Frage in der Sonntagsschule und bei einigen Aktivitäten und Spielen. Sie zeigen uns, wie sehr Gott uns liebt.“

Jad Abed aus Aleppo.

Karatschi, Pakistan

Die 11-jährige Dolly Sarwar Bhatti kommt aus Karatschi, der größten Stadt Pakistans. Ihr Heimatland gehört zu den gefährlichsten Brennpunkten der Christenverfolgung weltweit. Ein rigides Blasphemiegesetz stellt jede kritische Äußerung gegen den Islam unter Todesstrafe.

„Christen in Pakistan leben nicht sicher”

Immer wieder kommt es zu Lynchjustiz an Christen; eine Situation, unter der auch Dolly und ihr Bruder leiden: „Christen in Pakistan leben nicht sicher. Deshalb dürfen wir niemals ohne unsere Eltern aus dem Haus. Wir spielen nicht auf der Straße.“

Auch vor der Kirche, die Dolly mit ihrer Familie regelmäßig besucht, stehen immer zwei Aufseher. KIRCHE IN NOT fördert aufgrund der Gefahrenlage in Pakistan ebenfalls Maßnahmen, die der Sicherheit von Gläubigen und kirchlichen Gebäuden dienen.

Außerdem unterstützt unser Hilfswerk den Neubau von Kirchen und religiösen Zentren, christliche Bildungsprogramme und den Unterhalt von Ordensgemeinschaften.

Sicherheitskontrolle vor einer Kirche in Pakistan.
Kinder in einer katholischen Schule in Pakistan.
Pakistanisches Mädchen liest in einer Kinderbibel auf Urdu.
Diskriminierung bereits in der Schule

Trotz ihres jungen Alters hat Dolly in der Schule bereits Diskriminierung erlebt: „Die muslimischen Kinder bezeichnen die christlichen Mädchen als „cheap“ (billig). Sie trinken nicht aus demselben Wasserhahn wie wir und setzen sich nie neben uns.“

Seit einem Jahr jedoch kann sie die Schule gar nicht mehr besuchen: „Mein Vater wurde schwer krank und verlor seine Arbeit. Wir konnten das Schulgeld nicht mehr bezahlen. Das war der traurigste Augenblick in meinem Leben.“ Denn trotz der Schikanen lernt Dolly gern und träumt von ihrem großen Berufswunsch: „Ich möchte gern Flugbegleiterin werden. Ich habe noch Hoffnung, dass mein Leben erfolgreich sein wird, weil ich eine gute Schülerin und Tochter Gottes bin.“

„Ich lese regelmäßig in der Bibel”

Der Glaube an Gott sei in aller Gefahr ihre große Kraft, erzählt das Mädchen: „Ich lese regelmäßig in der Bibel und gehe jeden Nachmittag mit meiner Mutter in die Kirche. Es sind Augenblicke der Freude und des Glücks, weil ich weiß, dass Gott Gutes für uns tut und uns hilft.“

Jeden Tag betet auch die Familie gemeinsam. „Ich spüre, dass Gott uns nie verlassen hat, obwohl wir schwierige Zeiten durchmachen.“ Denn ob sie im nächsten Schuljahr wieder zum Unterricht gehen kann, ist fraglich.

Dass die Politiker in Pakistan nichts unternehmen, um armen Kinder einen Schulbesuch zu ermöglichen, macht Dolly traurig. Auch vermisst sie die Solidarität der Christen in anderen Ländern der Welt. „Ich habe lange geglaubt, dass es im Westen nur Muslime gibt. Denn wenn es dort auch Christen gibt, warum kommen nicht mehr von ihnen, um unsere Not zu lindern?“

„Sobald es zu einer Schießerei kommt, laufen wir in das nächstgelegene Haus. Hier kennt jeder jeden, und so hat auch jeder Verständnis für die Angst, die man in solch einem Moment hat.“

Dolly aus Pakistan.

Rio de Janeiro, Brasilien

Tagtäglich von Gewalt umgeben

Wenn Laís Maria Pereira da Silva von der Gewalt erzählt, die sie tagtäglich umgibt, kann der Gegensatz zum übrigen Erscheinungsbild und Temperament der 12-Jährigen nicht größer sein. Laís ist ein aufgewecktes Mädchen, das es nach eigenen Angaben liebt, „zu laufen und zu tanzen“.

Doch die Gefahr läuft mit: „Immer, wenn wir auf der Straße sind, habe ich Angst, mich oder eine meiner Freundinnen könnte eine Kugel treffen.“

Laís lebt in einen Stadtteil von Río de Janeiro namens „Complexo da Maré“. Er umfasst 17 verschiedene Gemeinden mit insgesamt 130 000 Einwohnern. Eine eigene Stadt in der Metropole – und eines der gefährlichsten Pflaster Ríos. Die Elendsviertel werden von kriminellen Gruppen kontrolliert, die mit Drogenhandel ihr Geld verdienen.

Blick auf Rio de Janeiro mit Christusstatue und dem Zuckerhut im Hintergrund.
Laís Maria Pereira da Silva.
„Wir sind nirgendwo sicher”

Blutige Straßenkämpfe sind an der Tagesordnung – und wehe dem, der unbeteiligt zwischen die Fronten gerät. So wie Laís´ Cousin Ian: „Er spielte gerade im Innenhof unseres Hauses, als plötzlich ein Feuergefecht begann. Er wurde von einem Schuss am Kopf getroffen. Meine Tante lief die Treppen herunter und sah ihren Sohn, der blutüberströmt dalag.“

Der Junge war damals 12 Jahre alt. Mehrere Operationen konnten zwar sein Leben retten, aber seither ist Ian gehbehindert und kann nicht richtig sprechen. Die Erinnerung an jenen Schicksalstag hat der junge Mann verloren – in der Familie jedoch ist alles präsent, ebenso wie die Gewalt nach wie vor überall präsent ist.

„Die Bandenmitglieder eröffnen auf der Straße das Feuer“, erzählt Laís. Dann müssen wir uns auf den Boden werfen – auch wenn wir im Haus sind. Denn wir sind nirgendwo sicher.“

Häufig fällt die Schule aus

Die Gewalt macht für Laís nicht nur den Alltag zum Überlebenskampf, sondern verdüstert auch ihre Zukunft. Denn aus Sicherheitsgründen muss der Unterricht oft ausfallen. Dennoch träumt Laís davon, eines Tages Medizin zu studieren. „Ich will anderen Menschen helfen und dazu beitragen, dass meine Familie in ein besseres Viertel umziehen kann – mit Gottes Hilfe.“

Um den Beistand und die Barmherzigkeit Gottes erfahrbar zu machen, unterstützt KIRCHE IN NOT die Arbeit verschiedener Missionsgemeinschaften, die sich der Menschen in den Elendsvierteln annehmen. Eine davon ist die „Allianz der Barmherzigkeit“ mit über 2000 Freiwilligen und rund 350 Sozialarbeitern.

Eine solche „Lektion der Barmherzigkeit“ erteilt auch die 12-jährige Laís. Der Glaube gebe ihr und ihrer Familie Kraft und einen Blick für die Nöte der anderen Menschen, obwohl alles um sie herum „zum Verzweifeln“ sei. „Selbst mitten in einem Schusswechsel kann man einen ,kugelsicheren Glaubenʼ bewahren und für andere ein Zeichen der Hoffnung sein.“

Kleiner Junge aus Brasilien.
„Mit Sicherheit fordert die Evangelisierung im neuen Jahrtausend von uns mehr Kreativität und Präsenz.“ Das schreibt uns der Vizeprovinzial der Kapuziner, Frei Paulo Xavier Ribeiro, aus dem Amazonasgebiet.

Präsent zu sein ist aber eine echte Herausforderung in dieser Region am Oberen Amazonas im Dreiländereck von Brasilien, Peru und Kolumbien. Von der Regierung ist diese Region mit vielen Volksstämmen kaum beachtet, weswegen Korruption und Drogenhandel an der Tagesordnung sind.

Denn eines muss man wissen: Straßen gibt es keine hier. Die Menschen leben entweder in der Stadt (so wie in Manaus) oder entlang des Amazonas und seiner Nebenflüsse, wie dem Jacuraçá, dem Acuruí und dem Içá, die alle schiffbar sind.
Frei Gino Alberati auf dem Weg in ein Tikuna-Dorf im Urwald.
Blick auf den brasilianischen Urwald in der Nähe von Manaus.
Frei Gino vor dem Boot, das auf dem Fluss Ica unterwegs ist.
Zwei Kinder aus der Volksgruppe der Tikuna.

Auch in der Pfarrei Santo Antônio de Lisboa, deren Zentrum die Stadt Santo Antonio do Içá (17.000 Einwohner) ist, am Zusammenfluss des Rio Içá und des Rio Solimões und in der Pfarrei Belém do Solimões ist es undenkbar, Seelsorge und Mission zu betreiben, ohne mobil zu sein.

Betreuung von 34 Gemeinden am Fluss

Von Santo Antônio aus betreuen die Kapuziner neben der Arbeit in der Stadtgemeinde auch 34 Flussufergemeinden entlang des Rio Içá und weitere sechs Gemeinden entlang des Rio Solimões. Zwölf von ihnen sind rein indigene Siedlungen der Tikuna, die hauptsächlich von der Landwirtschaft und dem Fischfang leben.

Auch von Belém, dem Zentrum mit den meisten Tikunasprechenden, werden die Flussgemeinden versorgt. Seelsorge brauchen sie alle, aber besonders die Tikuna benötigen auch Unterstützung und Entwicklungshilfe im Bereich der medizinischen Versorgung, in der Verbesserung der Landwirtschaft und Bildung.

Und hier kommt die Kinderbibel von KIRCHE IN NOT ins Spiel. Denn sie soll den Kindern der Tikuna in der eigenen Sprache das Wort Gottes näherbringen. Seit 2006 arbeiten die Kapuziner mit den Tikuna, die ihre Sprache und Kultur pflegen, aber auch der Kirche gegenüber aufgeschlossen sind.

10 000 Exemplare der Kinderbibel

Etwa 50 000 Sprecher gibt es heute, die meisten in der Diözese Alto Solimões sowie in den angrenzenden beiden Ländern. Eine ganze Reihe von ihnen lebt auch in den Randgebieten von Manaus. Die wichtigsten Gebete, Teile der heiligen Messe und zahlreiche Gesänge sind schon in die Sprache der Tikuna übersetzt.

Ebenso haben die Kapuziner Lehrvideos in Tikuna zu Themen wie Kirche, Sakramente, Berufung, Rosenkranz, Ehevorbereitung, Zehnt­abgabe u. ä. produziert. Katechetisches Material für die Kinder fehlt aber noch ganz.

KIRCHE IN NOT unterstützt deshalb die Übersetzung der bewährten Kinderbibel, die von den Kapuzinern in Zusammenarbeit mit dem Indigenen Antelmo Pereira Ângelo gerade erarbeitet worden ist. 10 000 Büchlein sollen dann für die Kinder der Tikuna gedruckt werden.

Helfen Sie mit Ihrer Spende

Um vor allem verfolgten Christen weiterhin beistehen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden

In der Stadt Kapschagaj im Südosten Kasachstans haben über 60 Kinder ein neues Zuhause gefunden. Sie werden von katholischen Ordensfrauen betreut, denn eine Familie haben sie nicht.

Die Kinder haben schon früh erfahren müssen, was Leid ist: Die Mutter ist tot oder hat mit einem anderen Mann die Familie verlassen; der Vater ist Alkoholiker, arbeitet weit entfernt oder interessiert sich nicht für die Kinder. Manche Eltern leben auch auf der Straße, andere sind drogenabhängig oder im Gefängnis.
Eine Ordensschwester aus Kapschagaj und Kinder feiern Geburtstag.
Eine Ordensschwester aus Kasachstan bastelt mit Kindern.
Ein Kind malt ein Muttergottesbild aus.

Um solchen Kindern zu helfen, hatte 2001 ein italienischer Priester in Kapschagaj eine Art katholisches Zentrum gegründet. Er baute eine Kirche am Rand der 57 000-Einwohner-Stadt und erwarb einige Häuser.

Dort haben sich Schwestern niedergelassen, die Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen aufgenommen haben. Rund um das Zentrum hat sich eine katholische Gemeinde gebildet. Die Zahl der Gottesdienstbesucher, die aus der Stadt kommen, steigt.

Kinder erleben erstmals Geborgenheit

Die Kinder erleben hier zum ersten Mal in ihrem Leben Geborgenheit, Fürsorge und ein geregeltes Leben. Sie spielen, lernen und beten gemeinsam, und manchmal machen sie auch Ausflüge.

Da das Zentrum an einem See liegt, können die Kleinen die Schönheit der Natur quasi vor der Haustür erleben. Das ist eine kostbare Erfahrung für Kinder, die oft nur Elend und Unordnung kennengelernt haben.

Manche der ehemaligen Zöglinge der Schwestern haben inzwischen selbst eine eigene Familie. Sie sind noch immer mit dem Zentrum und der Kirchengemeinde verbunden und helfen, wo sie können.

Möbel und Elektrogeräte für das neue Haus

Nun konnte noch ein weiteres Haus eröffnet werden. Drei weitere Schwestern haben sich der Gemeinschaft in Kapschagaj angeschlossen und kümmern sich dort um die Kinder. Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 15.000 Euro gespendet haben, konnten Möbel und Elektrogeräte für das neue Haus angeschafft werden.

Die Schwestern schreiben uns: „Wir sind Ihnen sehr dankbar für Ihre Hilfe. Wir bemühen uns, alles für die Kinder und Jugendlichen zu tun, was uns möglich ist. Möge der Herr Sie segnen und Ihnen Seinen Frieden und Seine Freude schenken.“

„Die aktuellen Abtreibungszahlen machen unendlich traurig und sind ein Alarmsignal an die Teile von Politik und Gesellschaft, die Schwangerschaftsabbrüche bagatellisieren und das Werbeverbot aufheben wollen.“

Das erklärte die Geschäftsführerin von KIRCHE IN NOT Deutschland, Karin Maria Fenbert, zu den jüngst veröffentlichen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Demnach ist 2017 in Deutschland die Zahl der Abtreibungen um 2,5 Prozent gestiegen. 101 200 Kinder wurden im Mutterleib getötet. 13 Jahre lang war die Zahl rückläufig.

„Der konsequente Einsatz für das Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod gehört gewissermaßen zur DNA unseres weltweiten päpstlichen Hilfswerks KIRCHE IN NOT und eigentlich jedes glaubenstreuen Christen“, sagte Fenbert.
Eröffnung des Zentrums für Mütter in Stawropol.
Zimmer im kirchlichen Frauen- und Familienzentrum in Stawropol.
Russische Frauen mit ihren Kindern in einer kirchlichen Einrichtung in Magadan/Russland.
Lachendes Baby in einem Zentrum für das Leben in Magadan/Russland.
Metropolit Kyrill aus Stawropol spricht bei der Eröffnung des Zentrums mit einer Mutter.

Der Gründer von KIRCHE IN NOT, Pater Werenfried van Straaten (1913-2003), hatte in Predigten und auf Kundgebungen stets konsequent gegen die Tötung Ungeborener und für eine lebensbejahende Beratung von Schwangeren plädiert.

Pater Werenfried setzte sich stets für den Lebensschutz ein

„Während in der westlichen Gesellschaft immer mehr eine stillschweigende Toleranz zur Praxis der Schwangerschaftsabbrüche herrscht, sind die orthodoxen Kirchen des Ostens ein Vorbild in der Treue zur Lehre des Evangeliums“, erklärte Fenbert.

Zu beobachten ist dies zum Beispiel in der südrussischen Stadt Stawropol, etwa 500 Kilometer nordöstlich der Olympia-Stadt Sotschi. Dort hat die russisch-orthodoxe Kirche im vergangenen Herbst eine Unterkunft für 42 mittellose Mütter eröffnet. Das Zentrum bietet den Frauen einen geschützten Raum, Unterstützung und Beratung, um Alternativen zur Abtreibung zu eröffnen. Auch nach der Geburt können die Frauen mit ihren Kindern noch in der Unterkunft bleiben, bis sie eine eigene Wohnung gefunden haben.

„Dieses Projekt ist lebenswichtig”

KIRCHE IN NOT hat den Aufbau dieses Zentrums unterstützt. „Dieses Projekt ist lebenswichtig. Es unterstützt schwangere Frauen, die häufig ohne jede Hilfe dastehen“, erklärte der Russland-Referent von KIRCHE IN NOT, Peter Humeniuk.

Das Hilfswerk unterhält seit über 25 Jahren intensive Beziehungen zur russisch-orthodoxen Kirche. Auf ausdrücklichen Wunsch des heiligen Papstes Johannes Paul II. hat KIRCHE IN NOT auch Projekte der orthodoxen Kirche in das Förderprogramm aufgenommen. So auch das Zentrum für Mütter in Stawropol. Es geht auf eine gemeinsame Initiative von katholischen und russisch-orthodoxen Kirchenvertretern zurück. Gemeinsam hatten sie an einer internationalen Konferenz zum Lebensschutz teilgenommen, zu der das Moskauer Patriarchat eingeladen hatte.

Mutter mit Kind in einer kirchlichen Einrichtung in Magadan/Russland.
„Achtung des unveräußerlichen Rechts auf Leben“

Der damals entstandene ökumenische Aufruf zur „Achtung des unveräußerlichen Rechts auf Leben“ wurde später Teil der gemeinsamen Erklärung von Papst Franziskus und dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill bei ihrer ersten Begegnung am 12. Februar 2016 auf Kuba.

Diese Erklärung wurde zur Initialzündung „für weitere konkrete Schritte im Geist der Ökumene“ beim Thema Lebensschutz, erklärt Humeniuk. Dazu traf sich die Delegation in Mailand mit einer katholischen Organisation, die Schwangerschaftsberatung anbietet und bereits rund 20 000 Kindern das Leben gerettet hat.

Schnell sei klar geworden, dass diese Unterstützung für schwangere Frauen in Krisensituation in Russland äußerst notwendig sei: „Bedauerlicherweise ist Abtreibung in Russland weit verbreitet. Das lässt sich bis in die Sowjetzeit zurückverfolgen“, sagte Humeniuk. Durch die demografische Entwicklung würden jetzt viele Menschen in Russland für dieses Thema sensibilisiert.

„Das Zentrum in Stawropol und andere Projekte für Mütter sind ein Beitrag, um Frauen adäquat zu betreuen und so der ,Kultur des Lebensʼ, die der heilige Johannes Paul II. so oft verkündet hat, zum Durchbruch zu verhelfen“, erklärt Karin Maria Fenbert.

Darüber hinaus arbeite das Hilfswerk auch in anderen Bereichen eng mit der russisch-orthodoxen Kirche zusammen, zum Beispiel beim Unterhalt eines Rehabilitationszentrums für Drogenabhängige und vor allem bei der Dokumentation von christlichen Märtyrer-Schicksalen und Kriegsschäden an Kirchen in Syrien. Damit sollen erste Grundlagen für einen Wiederaufbau geschaffen werden.

Diese ökumenische Zusammenarbeit sei nicht nur für KIRCHE IN NOT ein Mut machendes Symbol, so Fenbert: „Das Miteinander von katholischer und russisch-orthodoxer Kirche kann Früchte bringen für die Neuevangelisierung in Europa – und den konsequenten Einsatz für das Leben. Das ist heute dringend notwendiger denn je.“

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Um das Zentrum für Mütter in Stawropol und weitere Einrichtungen für das Leben zu fördern und den gemeinsamen Einsatz mit der russisch-orthodoxen Kirche für die verfolgten Christen im Nahen Osten weiter voranzubringen, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden