„Auch wenn es nicht mehr die Hauptschlagzeilen prägt: Das Leiden und Sterben in der Ukraine geht mit unverminderter Brutalität weiter“, sagte der Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland, Florian Ripka. Das Hilfswerk arbeite seit über fünf Jahrzehnten mit Diözesen, Klöstern und Pfarreien in der Ukraine zusammen. „Die Menschen haben Angst, dass ihr Schicksal vergessen wird. Das darf nicht geschehen.“
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Begleitung traumatisierter Menschen. Tausende Betroffene haben bereits an Projekten zur Traumabewältigung teilgenommen, unter anderem in Lemberg und Ternopil. Gleichzeitig unterstützt KIRCHE IN NOT die Ausbildung zukünftiger Seelsorger: 515 Seminaristen und 150 Ordensleute wurden in der Vorbereitung auf ihren Einsatz unterstützt.
Wie sehr sich der kirchliche Alltag verändert hat, zeigt ein Bericht von Kapuzinerbrüdern aus der ostukrainischen Stadt Dnipro, die nicht weit von der Frontlinie liegt. Wegen Stromausfällen werden Gottesdienste häufig bei Kerzenlicht gefeiert. Bei nächtlichen Luftangriffen suchen Ordensleute und Gemeindemitglieder gemeinsam Schutz im Keller ihres Klosters.
„Wir leben in ständiger Unsicherheit. Aber gerade in dieser Dunkelheit entdecken wir neu, wie kostbar Licht und Wärme sind“, berichten die Kapuziner. „Ihre Solidarität ermöglicht es uns, zu bleiben, zu beten, zu dienen und Hoffnung zu bringen.“
Für viele Ukrainer ist die Kirche deshalb ein Ort der Hoffnung. Eine Frau aus Charkiw berichtet, wie ihre Familie nach Kriegsbeginn Zuflucht in einem Kloster fand: „Die Ordensschwestern empfingen uns mit Wärme. In dieser dunklen Zeit war das für uns ein Geschenk.“
Diese Nähe für die kriegsgebeutelten Menschen in der Ukraine dürfe nicht nachlassen, betonte KIRCHE-IN-NOT-Geschäftsführer Ripka: „Krieg ist für alle eine Katastrophe – egal, wo er stattfindet. Die unzähligen Leidtragenden sind ein Appell an unsere Menschlichkeit. Die Hilfe für die Ukraine muss weitergehen.“
Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Ukraine
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