Wie verschiedene Medien berichten, kamen am 16. März bei Explosionen in Maiduguri mindestens 28 Menschen ums Leben, über 100 weitere wurden verletzt. Ziel der Attentäter waren unter anderem ein Krankenhaus, ein belebter Markt sowie ein Geschäftsviertel. Nach Angaben der Diözese waren auch Christen unter den Opfern.
Bereits in den Wochen zuvor hatte es Angriffe auf umliegende Dörfer gegeben. Nach Einschätzung der lokalen Kirche stecken Kämpfer der Terrorgruppe ISWAP (Islamischer Staat in Westafrika) hinter den Anschlägen. Diese würden zunehmend unauffällig agieren: „Sie tragen Alltagskleidung, bewegen sich in kleinen Gruppen und nutzen selbstgebaute Sprengsätze“, so der Priester.
Nach einer Phase der Beruhigung und rückläufiger Anschläge sei das Alltagsleben jetzt wieder stark belastet, betonte Fidelis: „Die Menschen meiden zentrale Orte, gehen Umwege und trauen sich kaum noch auf die Straße. Die Angst ist allgegenwärtig.“
Zugleich verschärft sich die humanitäre Lage. Durch die anhaltenden Angriffe sind tausende Menschen aus umliegenden Dörfern geflohen. So seien in den vergangenen Wochen mindestens 3000 Binnenvertriebene nach Maiduguri gekommen, so der Priester.
Viele der Vertriebenen suchen Schutz in kirchlichen Einrichtungen. „Die Menschen kommen zu uns in die Gemeinden. Wir versuchen, ihnen das Nötigste zu geben: Nahrung, Unterkünfte, einfache sanitäre Einrichtungen“, berichtete Fidelis.
KIRCHE IN NOT unterstützt die katholische Diözese Maiduguri seit Jahren – insbesondere durch Hilfe für Witwen, Waisen und Katechisten sowie durch pastorale und humanitäre Projekte. „KIRCHE IN NOT ist oft die erste Organisation, die hilft“, betonte der Priester.
Angesichts der zunehmenden Unsicherheit rief er zum Gebet und zur Solidarität auf: „Wir bitten um Unterstützung – die Lage wird immer chaotischer, je mehr Menschen auf der Flucht sind.“
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