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Mosambik: Bischof dankt Muslimen für Solidarität nach Terror-Anschlag

Mosambik: Bischof dankt Muslimen für Solidarität nach Terror-Anschlag

13.05.2026 aktuelles
Nach einem dschihadistischen Angriff auf eine katholische Kirche im Norden Mosambiks hat der Bischof der betroffenen Diözese Pemba die Solidarität muslimischer Vertreter als „Zeichen der Hoffnung“ gewürdigt. Das erfuhr KIRCHE IN NOT (ACN) von seinen Projektpartnern in der Region.

 

Auslöser der Reaktion war ein Angriff dschihadistischer Kämpfer auf die katholische Pfarrei St. Louis de Montfort in Meza in der Provinz Cabo Delgado im Norden von Mosambik. Der Anschlag ereignete sich am 30. April 2026. Angreifer setzten lokalen Berichten zufolge die Kirche, das Pfarrbüro sowie weitere Gebäude des kirchlichen Geländes in Brand, darunter auch einen Kindergarten. Todesopfer waren nicht zu beklagen, es sollen aber Medienberichten zufolge mindestens 22 Menschen gefangen genommen worden sein.

Die Pfarrei St. Louis de Montfort wurde 1946 gegründet und war ein Symbol der katholischen Präsenz im Norden von Mosambik. Dort leben mehrheitlich Muslime, während im Rest des Landes der Anteil der Christen überwiegt.

Die von Terroristen niedergebrannte Kirche in Meza (Mosambik).
Muslimische Vertreter erklärten nach dem Angriff: „Die islamische Gemeinschaft Mosambiks bringt ihre tiefe Besorgnis über die jüngsten Angriffe in der Provinz Cabo Delgado zum Ausdruck.“ Sie verurteilte „alle Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung sowie die Zerstörung religiöser Orte – unabhängig von deren Glaubenszugehörigkeit“.

 

Gewalt gegen Religionen verurteilt

Bischof Antonio Juliasse Ferreira Sandramo aus Pemba veröffentlichte die Erklärung auf den sozialen Kanälen seiner Diözese und bezeichnete sie als „Zeichen der Hoffnung und Symbol menschlicher Brüderlichkeit“. Wörtlich erklärte er: „Ich danke unseren muslimischen Brüdern für ihre Botschaft. Sie hilft uns, konkret zwischen der muslimischen Religion und jenen zu unterscheiden, die sie radikalisieren und für Hass, Tod und Zerstörung missbrauchen.“

Antonio Juliasse Ferreira Sandramo, Bischof von Pemba.
Die Attacke reiht sich in eine Serie von Angriffen auf christliche Einrichtungen in Cabo Delgado ein. Insgesamt wurden bereits mindestens 118 Kirchen und Kapellen zerstört, teilt die Diözese Pemba mit. Auch die muslimische Bevölkerung leidet enorm unter dem Terror, der seit 2017 im Norden Mosambiks herrscht. Nach lokalen Angaben starben bei den Angriffen über 6300 Menschen; mehr als eine Million Menschen wurden vertrieben. Den Terroristen geht es Beobachtern zufolge neben politischem Einfluss vor allem um Zugang zu Rohstoffen, da vor der Küste Nordmosambiks große Erdölbohrungen stattfinden.

 

Anhaltende Gewalt mit über 6000 Toten

KIRCHE IN NOT unterstützt die Kirche in Cabo Delgado mit humanitärer Hilfe, Traumabegleitung und dem Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur. Viele kirchliche Einrichtungen kümmern sich um Vertriebene, organisieren Lebensmittelhilfe und begleiten Menschen, die Angehörige oder ihre Heimat verloren haben.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in Mosambik und den Einsatz für Betroffene der Gewalt mit Ihrer Spende – online oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Mosambik

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