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Vier Jahre Ukraine-Krieg: KIRCHE IN NOT hat bislang mit über 30 Millionen Euro geholfen

Vier Jahre Ukraine-Krieg: KIRCHE IN NOT hat bislang mit über 30 Millionen Euro geholfen

20.02.2026 aktuelles
Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 zieht KIRCHE IN NOT Bilanz seiner Unterstützung: Seit Kriegsbeginn hat das päpstliche Hilfswerk 1256 Projekte mit insgesamt mehr als 30 Millionen Euro gefördert. Ziel der Hilfe ist es, das kirchliche Leben im Land aufrechtzuerhalten und den vom Krieg betroffenen Menschen konkret beizustehen.

 

Die Unterstützung von KIRCHE IN NOT umfasst unter anderem folgende Bereiche: Lebensmittelhilfe und warme Mahlzeiten für Bedürftige und Flüchtlinge; pastorale Programme, um traumatisierte Menschen zu begleiten; Finanzierung von Generatoren und Treibstoff für Notunterkünfte in Klöstern und Pfarreien sowie Fahrzeuge für Seelsorger, um abgelegene Gebiete zu erreichen.

Als Millionen Menschen aus ihren Heimatorten fliehen mussten, öffneten Kirchen, Klöster und Priesterseminare im ganzen Land ihre Türen – bis heute. Sie bieten Flüchtlingen Unterkunft, Verpflegung, seelsorgliche Begleitung und konkrete Überlebenshilfe.

Bischof Maksym Rjabucha, Erzbischöflicher Exarch von Donezk, im Gespräch mit einer älteren Frau.
Eine von ihnen ist Julia aus Charkiw. Sie fand mit ihrer Familie Zuflucht in einem Kloster in der Westukraine. In einem Schreiben an KIRCHE IN NOT berichtet sie von einer Zeit, die trotz aller Dunkelheit von neuer Hoffnung geprägt war: Die Schwestern hätten ihr nicht nur Unterkunft gewährt, sondern ihr auch geistlichen Halt gegeben. Der regelmäßige Gottesdienstbesuch und intensive Gespräche seien für sie zu einem „tiefen geistlichen Erwachen“ geworden. Julias Erfahrung steht stellvertretend für unzählige ähnliche Zeugnisse aus allen Teilen des Landes.

 

„Gott ist auch in den einfachsten Gesten der Hilfe gegenwärtig“

So bereiten beispielsweise die Elisabethschwestern in Tschornomorsk in der Region Odessa täglich bis zu 100 warme Mahlzeiten zu und verteilen Lebensmittelpakete an 60 Familien, Geflüchtete, ältere Menschen und sogar Soldaten.

Weitere Ordensschwestern aus Odessa berichten, dass sie dank der Hilfe von KIRCHE IN NOT Benzin und Öl kaufen konnten, um Stromgeneratoren und Heizungen zu betreiben. Eine Ordensfrau erhielt zudem eine medizinische Fortbildung, um verwundete Soldaten und deren Familien professionell begleiten zu können.

Frauen vor einer Gedenkstätte für gefallene ukrainische Soldaten in Kiew. © Ismael Martinez Sanchez/Kirche in Not
Pfarrer Oleksander Ryepin aus Mykolajiw in der Südukraine beschreibt, wie seine Gemeinde monatelang Geflüchtete aus besetzten Gebieten aufnahm. Neben Lebensmitteln und Hygieneartikeln sei es vor allem um Würde und Zugehörigkeit gegangen: „Gott ist auch in den einfachsten Gesten der Hilfe gegenwärtig. Der Schmerz verschwindet nicht – aber er verwandelt sich“, schreibt er.

 

„Liebe ist stärker als Angst und Tod“

Neben der materiellen Hilfe hebt KIRCHE IN NOT besonders die geistliche Dimension der Unterstützung hervor. In zahlreichen Dankesbriefen sprechen Ordensgemeinschaften und Pfarrgemeinden von der Gewissheit, inmitten von Angst, Bombardierungen und Stromausfällen nicht allein zu sein. „Die Liebe ist stärker als die Angst, stärker als der Tod“, schreiben die Elisabethschwestern an das Hilfswerk.

hre Hilfe kommt an: Kinder und eine Ordensschwester aus der Ukraine sagen herzlichen Dank.
„Seit vier Jahren reißt die Hilfsbereitschaft für die Ukraine nicht ab. Dank dieser Hilfe bleibt die katholische Kirche in der Ukraine lebendig und handlungsfähig“, sagte Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland. „Wie lange auch immer dieser Krieg noch dauern mag, und auch wenn eines Tages die Waffen schweigen sollten: Wir vergessen unsere Brüder und Schwestern in der Ukraine nicht – unsere Spender und Wohltäter sind der Beweis dafür.“

 

Am Ende ihres Briefes formuliert Julia einen Satz, der für viele Ukrainer steht: „Jeden Tag träume ich von der Rückkehr in mein geliebtes Charkiw. Und wir werden zurückkehren. Der Krieg wird enden.“

Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in der Ukraine und helfen Sie den notleidenden Menschen mit Ihrer Spende – online oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Ukraine