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KIRCHE IN NOT ruft zu Hilfe für Kuba auf

KIRCHE IN NOT ruft zu Hilfe für Kuba auf

26.02.2026 aktuelles
Inmitten einer sich weiter zuspitzenden Krise bleibt die katholische Kirche in Kuba an der Seite der Menschen. Trotz massiver Versorgungsengpässe, wirtschaftlicher Lähmung und großer sozialer Not führt sie ihre pastoralen und karitativen Aufgaben fort. KIRCHE IN NOT ruft zu Gebet und Unterstützung für die Kirche und die notleidende Bevölkerung auf.

 

„Die Lage auf Kuba ist dramatisch, aber die Kirche arbeitet mutig und entschlossen weiter“, sagte Florian Ripka, der Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland. „Priester, Ordensleute und Katecheten begleiten und besuchen Familien, Kranke, Gefangene und deren Angehörige und unterstützen sie auch materiell.“

Dabei hätten die Kirchenmitarbeiter selbst „fast nichts“, erklärte Ripka: „Und doch geben sie von dem Wenigen, das sie haben, weiter – sie teilen Lebensmittel, begleiten Familien, trocknen Tränen und bleiben ihren Gemeinden nahe.“ Auch Bildungsinitiativen sowie Projekte zur Wertevermittlung und schulischen Unterstützung für Kinder und Jugendliche würden fortgeführt.

Eine Ordensschwester verteilt Lebensmittel in Kuba.
KIRCHE IN NOT unterstützt die Arbeit der katholischen Gemeinden in Kuba seit Jahrzehnten. „Gerade jetzt dürfen wir die Menschen dort nicht alleinlassen“, so Ripka. „Unsere Hilfe ermöglicht es Priestern und Ordensschwestern, bei den Menschen zu bleiben. Sie hilft Familien, sich nicht vergessen zu fühlen – und sie hält die Hoffnung lebendig.“

 

Der Alltag ist kaum noch zu bewältigen

Die aktuelle Notlage sei das Ergebnis mehrerer Faktoren: eine nicht funktionierende Wirtschaft, stark eingeschränkte private Initiativen, gravierender Treibstoffmangel sowie jüngste Blockade- und Restriktionsmaßnahmen. „Das öffentliche Leben ist aufgrund der aktuellen Krisen in weiten Teilen zum Erliegen gekommen; wegen Treibstoffmangels kann nicht einmal mehr der Müll abgeholt werden, die Seuchengefahr steigt“, berichtete Ripka.

Schulen seien geschlossen, Krankenhäuser könnten Patienten nur unter erschwerten Bedingungen aufnehmen, einfachste Medikamente wie Schmerz- oder Fiebermittel seien nicht erhältlich. In vielen Regionen fehle es an Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Trinkwasser und Kochmöglichkeiten.

In den Straßen auf Kuba türmt sich der Müll. Die Abfallbetriebe haben nicht genug Benzin für ihre Fahrzeuge, um ihn abzuholen.
„Hinzu kommt eine drastische Inflation“, sagte Ripka. Die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen seien stark gestiegen, während Löhne und Renten nicht ausreichten, um die Grundbedürfnisse zu decken. „Besonders ältere Menschen geraten dadurch in existenzielle Not. Sie haben oft keine Hilfe – außer die Kirche.“

 

Kuba droht auszubluten

Die kubanischen Bischöfe schrieben Ende Januar in einer gemeinsamen Erklärung: „Leider hat sich die Situation weiter verschlechtert, und Angst und Hoffnungslosigkeit haben sich vertieft.“ In den vergangenen drei Jahren hätten nahezu zwei Millionen Menschen – vor allem junge Menschen und Fachkräfte – das Land verlassen.

Auch die Seelsorge leide unter starken Einschränkungen. Die Kirche verfüge über keine eigenen Mittel und sei auf die Solidarität der Weltkirche angewiesen. Ein Bischof, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben muss, betonte gegenüber KIRCHE IN NOT: „Unsere Hoffnung ist Gott. Es gibt keine andere.“

Unterstützen Sie die Arbeit von KIRCHE IN NOT mit Ihrer Spende: 

Dokumentation über die Virgen de la Caridad del Cobre in Kuba