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KIRCHE IN NOT sammelt weltweit Unterschriften für Religionsfreiheit

KIRCHE IN NOT sammelt weltweit Unterschriften für Religionsfreiheit

Petition fordert mehr Schutz für religiöse Minderheiten

06.03.2026 aktuelles
Mit einer internationalen Petition ruft KIRCHE IN NOT Regierungen und internationale Organisationen dazu auf, das Menschenrecht auf Religionsfreiheit weltweit stärker zu schützen. Bereits mehr als 20 000 Menschen haben die Initiative unterschrieben. Die nächste Zielmarke liegt laut KIRCHE IN NOT bei 100 000 Unterschriften.

 

Die Petition fordert die konsequente Umsetzung von Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der jeder Person das Recht garantiert, ihren Glauben frei zu wählen, zu praktizieren und zu wechseln. Die Unterschriftenaktion richtet sich insbesondere an internationale Institutionen, demokratische Regierungen und diplomatische Vertreter.

Konkret fordert die Initiative unter anderem, Religionsfreiheit stärker als Priorität in der Außenpolitik zu verankern, bedrohte religiöse Gemeinschaften besser zu schützen und Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, rechtliche sowie humanitäre Unterstützung zu gewähren.

Verbranntes Kreuz in der koptischen St.-Georgs-Kathedrale in Luxor/Ägypten (Archivbild) © Kirche in Not
Unterzeichnen können Menschen aller Religionen sowie alle, die sich für Menschenwürde und grundlegende Freiheitsrechte einsetzen. Mit der Petition will KIRCHE IN NOT die Öffentlichkeit sensibilisieren und politische Entscheidungsträger dazu bewegen, entschlossener gegen religiöse Verfolgung vorzugehen.

 

Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht

Die Initiative wurde im Oktober 2025 anlässlich der Veröffentlichung des Berichts „Religionsfreiheit weltweit“ von KIRCHE IN NOT gestartet. Die Studie zeigt, dass Milliarden Menschen in Staaten leben, in denen das Recht auf Religionsfreiheit verletzt, eingeschränkt oder bedroht ist.

Titelbild des Religionsfreiheits-Berichts 2025 von KIRCHE IN NOT
Die Unterschriftensammlung soll bis November 2026 fortgesetzt werden. Den Abschluss bildet die von KIRCHE IN NOT initiierte Aktion „Red Wednesday“, bei der Kirchen, öffentliche Gebäude und Denkmäler weltweit rot beleuchtet werden, um auf Christenverfolgung und andere Verletzungen der Religionsfreiheit aufmerksam zu machen.

 

Aktionszeitraum bis zum „Red Wednesday“

Der diesjährige „Red Wednesday“ findet am 18. November statt, der Aktionszeitraum für rote Beleuchtung, Gottesdienst und Aktion erstreckt sich jedoch über den gesamten November. Auch in Deutschland haben in den vergangenen Jahren immer mehr Pfarreien beim „Red Wednesday“ mitgemacht – 2025 hatten sich 251 bei KIRCHE IN NOT registriert. Nach dem diesjährigen „Red Wednesday“ sollen die Unterschriften politischen Entscheidungsträgern und internationalen Institutionen wie den Vereinten Nationen und dem Europäischen Parlament übergeben werden.

Prominenter Unterstützer: Erzbischof Jacques Mourad aus Homs/Syrien unterschreibt die Petition. Mourad war selbst von Islamisten entführt worden; er setzt sich für den christlich-muslimischen Dialog ein. © Kirche in Not/Flavio Ianniello
Bei einem Besuch am internationalen Hauptsitz von KIRCHE IN NOT (ACN) in Königstein im Taunus betonte der neue Präsident der päpstlichen Stiftung, Kurt Kardinal Koch, die grundlegende Bedeutung dieses Menschenrechts. In Anlehnung an Worte von Papst Leo XIV. erklärte er, Religionsfreiheit sei ein „Grundpfeiler der Menschenwürde und jeder gerechten Gesellschaft“.

 

„Religionsfreiheit ist Grundpfeiler einer gerechten Gesellschaft“

„Auch heute leiden Millionen Menschen unter Diskriminierung, Gewalt und Unterdrückung wegen ihres Glaubens“, sagte Kardinal Koch. „Doch selbst wenn sie kleine und schutzbedürftige Minderheiten sind, bleiben Christen in ihren Heimatländern Friedensstifter. Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht, kein Privileg.“

Unterstützt wird die Initiative auch von Kirchenvertretern aus Ländern, in denen Christen verfolgt oder bedrängt sind, darunter der syrisch-katholische Erzbischof Jacques Mourad aus Homs (Syrien) und Bischof Matthew Hassan Kukah aus Sokoto (Nigeria).

Papst Leo XIV. – Rede zum ACN-Bericht Religionsfreiheit weltweit 2025