Nach über vier Jahren Krieg würden die Folgen der Dauerbelastung immer deutlicher spürbar. Viele Menschen litten unter Schlafmangel wegen nächtlicher Angriffe und seien psychisch erschöpft. Dennoch versuchten zahlreiche Familien weiterhin, ihren Alltag unter schwierigsten Bedingungen aufrechtzuerhalten.
Besonders die zurückliegenden Wintermonate seien für viele Menschen hart gewesen. „Viele Familien hatten weder Heizung noch Strom“, erklärte Kulbokas. Zwar unterstützten humanitäre Organisationen die Bevölkerung weiterhin etwa mit Generatoren oder Kochgeräten, doch bleibe der Bedarf groß.
Besonders betroffen seien Kinder und Familien. In einigen Regionen finde Unterricht weiterhin in unterirdischen Schutzräumen statt. Gleichzeitig veränderten Fluchtbewegungen ganze Städte und Gemeinden: Während manche Orte stark an Bevölkerung verloren hätten, nähmen andere Regionen zahlreiche Vertriebene auf.
Trotz der schwierigen Lage bleibe die Kirche in vielen Regionen präsent. Priester, Ordensleute und kirchliche Mitarbeiter leisteten weiterhin humanitäre Hilfe und begleiteten die Menschen seelsorglich. Auch an der Front seien Priester im Einsatz. „Manchmal besteht ihre Aufgabe einfach darin, bei den Menschen zu bleiben; sie beten und feiern die Messe in Luftschutzkellern und Bunkern – oft in Situationen ständiger Gefahr aufgrund drohender Angriffe“, sagte Kulbokas.
Der Heilige Stuhl engagiere sich weiterhin bei humanitären Fragen, etwa mit Blick auf Gefangene, Vertriebene und die Rückführung ukrainischer Kinder aus Russland, betonte der Nuntius. Diese Bemühungen seien jedoch komplex und von der internationalen Zusammenarbeit abhängig.
KIRCHE IN NOT unterstützt die katholische Kirche in der Ukraine seit Beginn des Krieges mit umfangreichen Hilfsmaßnahmen. Das Hilfswerk fördert unter anderem die Ausbildung und den Einsatz von Priestern und Ordensleuten, die Betreuung von Binnenflüchtlingen, Traumahilfe sowie die Versorgung kirchlicher Einrichtungen mit Generatoren und Heizmaterial.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
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BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Ukraine
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