Nach aktuellen internationalen Medienberichten liegt die Zahl der getöteten Menschen aktuell bei über 2000, rund 11 000 Menschen wurden verletzt. Zehntausende haben ihre Wohnungen verloren, zahlreiche Gebäude sind eingestürzt oder schwer beschädigt. Besonders betroffen ist die Küstenregion La Guaira nördlich von Caracas.
Genau hier setzt die Hilfe von KIRCHE IN NOT an. Das Hilfswerk unterstützt Priester, Ordensleute und ehrenamtliche Seelsorger, die – obwohl viele von ihnen selbst von der Katastrophe betroffen sind – Familien aufnehmen, Verletzte in Krankenhäusern besuchen und den Menschen in den zerstörten Gemeinden Hoffnung geben. Zugleich wird gemeinsam mit den Diözesen der Bedarf für den Wiederaufbau kirchlicher Gebäude ermittelt.
Gleichzeitig erleben viele Seelsorger unvorstellbares persönliches Leid. Ein Priester aus La Guaira begleitet täglich obdachlos gewordene Familien, obwohl mehrere Mitglieder seiner eigenen Familie – darunter seine dreijährige Nichte – weiterhin vermisst werden. Dennoch geht er jeden Tag auf die Straßen, um mit den Menschen zu beten und ihnen Trost zu spenden.
Dass die Kirche trotz allem Hoffnung schenkt, zeigt auch das Priesterseminar in La Guaira, das KIRCHE IN NOT seit vielen Jahren unterstützt. Die Seminarkirche ist völlig zerstört, die Wohngebäude schwer beschädigt. Obwohl sich alle Seminaristen während des Bebens im Gebäude befanden, kam niemand ums Leben. „Man kann von einem Wunder sprechen“, sagt Erzbischof Biord. Das Gebäude ist allerdings unbewohnbar; die Seminaristen haben nahezu ihren gesamten Besitz verloren und sind derzeit in Caracas untergebracht.
„Wir stehen erst am Anfang eines langen Weges“, sagte Erzbischof Biord. „Ich bin KIRCHE IN NOT und allen dankbar, die uns jetzt beistehen. Der Bedarf ist groß, um unser Land wiederaufzubauen.“
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